"…and Then Came the Age of Sound" ist ein spätes Debütalbum, existiert die Band doch schon seit 2006 und hat nach eigenen Angaben seitdem in jedem Club in ihrer Heimatstadt Hamburg gespielt. Sie trägt auch standesgemäß das Logo des 1. FC St. Pauli, seitdem sie zur Saisoneröffnung 2009 vor dem Stadion spielte. Diese Routine hört man den zwölf Songs an, das Album ist ein deutsches Britpopalbum, wie man es sich vorstellt.
Was bei all der Aufmachung - vom Cover bis hin zum Styling der Band - natürlich sofort ins Auge und ins Ohr springt, sind die Zitate anderer, vorzugsweise britischer Bands. „Man in the Frame“ etwa weist die Beatles deutlich als eines der Vorbilder der Band aus. Genannt werden müssen an dieser Stelle auch Maximo Park und – wenig überraschend – Oasis, deren Einfluss ebenfalls unüberhörbar ist. The Age of Sound kopieren nie direkt, doch bei einigen Liedern wünscht man sich den einen oder anderen Schritt hin zu mehr eigenen Strukturen – etwas mehr Mut zu eigenen Ideen würde den Songs gut stehen.
Oft gelingt es der Band zwar, mit einem spannenden Intro neugierig auf mehr zu machen und oft wird die Spannung dann auch bis zum Ende gehalten. „On a Sunday“, die zweite Single, ist zwar - wie auch der Opener „Anyone“ - ein wenig zu lang geworden, doch wird hier mit einer trockenen, knackigen Wiederholung des Themas ein gelungener Schlusspunkt gesetzt. The Age of Sound kopieren nicht etwa nur. Nein, sie wissen auch um die Wichtigkeit der letzten Takte.
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Substitute
„Dance forever once again“, eine der Balladen des Albums, zeichnet sich dann etwa durch ein stellenweise interessantes Arrangement von Gitarren und Gesang aus, bewegt sich aber – nicht nur wegen des dünnhäutigen Kammerorchesters am Ende – oft zu dicht am Rande des Kitsch. Die Stärke der Band liegt da eindeutig in den schnelleren Songs und nur selten verhaspelt sich die Band wie in „You’re free“ mit höchst interessanter Instrumentalisierung in nicht zuende gedachter Mediokrität. Hätte man ein anderes Lied ans Ende gestellt, wäre auch die Zusammenstellung der Platte ganz gut gelungen. Leider plätschert sie auf diese Weise etwas unentschlossen ins Nichts und lässt verwundert zurück.
Doch bietet „…and Then Came the Age of Sound” genug Material, um ein paar flotte Momente auf dem Tanzbein zu schwingen und ist insgesamt ein ordentliches Indie-/Britpopalbum geworden. Es bleibt zu hoffen, dass es der Band gelingt, in Zukunft noch mehr eigene Ideen in den Vordergrund zu stellen und die Songs auf den Punkt zu bringen. Dann gäbe es in der Tat jeden Grund, sich auf eine weitere LP zu freuen.
Kirstin Karalus
Bewertung: 
Highlights: On a Sunday, Faster than you, Flashlight
Tracklist:
1. Anyone
2. On a Sunday
3. Just wanna let you know
4. Faster than you
5. Man in the frame
6. Story of my life
7. Flashlight
8. Substitute
9. Dance forever once again
10. Stray dog
11. Fan
12. You're free













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