
Seit ihrem Debüt fünf Jahren mögen wir die hübsche Schottin nicht mehr missen. So erfrischend neu, kunterbunt und doch solide einprägsam klang damals ihre erste Single „This Is The Life“. Doch was ist seither aus ihr geworden?
Meist ist es ein schlechtes Zeichen, wenn ein Künstler tagtäglich im Radio zu hören ist, denn dann wird er auf Dauer oft langweilig, wenn nicht sogar nervtötend, und schlägt den bösen, bösen Pfad der Austauschbarkeit ein. Nicht so bei Amy MacDonald: Trotz fließendem Übergang zum Mainstream ist sie sich und ihrer Akustikgitarre treu geblieben. Ein Mix aus Folk, Pop und Country lässt sich in jedem Song wiederfinden; kein Computer beherrscht das Amy-Imperium. Besonders als Gute-Laune-Verbreiter eignet sich das dritte Album „Life in a Beautiful Light“. Die Single „Slow It Down“ lässt selbst nach mehrmaligem Hören nicht kalt und übernimmt die volle Körperkontrolle über den glücklichen Hörer: Ob im Kaufhaus laut mitsingen oder in der Kneipe ausgelassen mitwippen – alles ist drin! Auch sonst hat das Album mit den aufgeweckten Songs „4th of July“ und „The Green And The Blue“ allerlei Highlights zu bieten.
Unsere charmante Lieblingsschottin ist nach ihrem etwas deprimiert klingenden Zweitlingswerk „A Curious Thing“ (2010) wieder zu alter Hochform gelangt. Mit viel Stimmvolumen und einer verdienten Portion Selbstvertrauen tritt sie auf und erzählt von Liebe, Leid und Weltschmerz. In jedem Song kommen dabei ihre Wurzeln zum Vorschein: Ihr folkiges Gitarrenspiel lässt uns von grünen Highlands und mystischen Burgruinen träumen.
Und wem haben wir für das autodidaktische Musiktalent zu danken? Der Großmutter, die einer 12-jährigen Amy Geld für ihre erste Travis-Platte gab, und somit einen großen Stein ins Rollen brachte; dem Vater, der ihr seine alte Gitarre zum Spielen überließ; und letztendlich auch Traivs, The Killers und The Libertines, die Amys Inspiration und Vorbild waren. Ergibt: Eine authentische, selbstsichere 24-jährige, die sich trotz leichten Mainstream-Parallelen nicht von Plattenlabels verheizen lässt. Bezaubernd!
Melanie May
Bewertung:
Highlights: Slow It Down, 4th Of July, The Green And The Blue
Tracklist:
1. 4th of July
2. Pride
3. Slow It Down
4. The Furthest Star
5. The Game
6. Across The Nile
7. The Days Of Being Young And Free
8. Left That Body Long Ago
9. Life In A Beautiful Light
10. Human Spirit
11. The Green And The Blue
12. In The End
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14.04.12 | News













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