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Husky Rescue - Ship of Light

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Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.

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Kiss - Kissology Vol. 1 1974 - 1977 (VÖ 22.5.09)
21.05.2009
Kiss - Kissology Vol. 1
  „How many people here believe in Rock´n Roll?” 1974, zu Zeiten von T. Rex, Alice Cooper und Slade, als der Glam Rock (oder auch Glitter Rock) auch in Europa Fuß fasste und den Weg bereitete für alles, was heute mit Gitarren ganze Stadien füllt, schien jeder unter 30 die Frage mit tosendem Applaus zu beantworten. Hinter der Kissology in der ersten Ausführung, die die Jahre 1974 bis 1977 in Konzerten und reichlich Bonusmaterial erzählt, steckt mehr als Musik – es ist ein Stück Geschichte.

 

 

Natürlich gab es exzessiven Rock ´n Roll auch vor Kiss. The Who etwa hatten in den 60er Jahren vorgemacht, wie man musikalische Höhepunkte mit ausufernder Show kombinieren kann und als sich in eben jener Dekade die ersten Jungs Schminke ins Gesicht rieben und eine eigene Subkulturen geboren wurde (die britischen Mods etwa), waren Alice Cooper oder Kiss mit ihren geradezu übertriebenen Outfits gar nicht mehr so shocking, wie man vermuten könnte.

Kiss (c) Kiss


Dies zeigt sich etwa in einem Ausschnitt aus der Mike Douglas Show von 1974, in der ein rappeldürrer Gene Simmons vollkommen deplaziert und unter den Lachern des Publikums seinen Platz zum Interview einnimmt und sich zunächst dafür entschuldigt, dass er seine Flügel ausbreiten müsse und ein wenig mehr Platz benötige, bevor er dann erzählt, dass er das reinkarnierte Böse sei und das Publikum sehr appetitanregend wirke.

Für einen kurzen Moment herrscht Stille im Saal, doch als Totie Fields (damals eine bekannte Komödiantin) neben ihm anmerkt, dass Simmons („the small jewish kid“)  ja auch zufällig zur Adoption freigegeben sei, ist die Spannung gebrochen und auf die Frage was er denn nun sei meint Simmons nur: „Actually I’m just a member of Kiss.“ Entertainment auf höchstem Niveau. Es fehlt hier zwar ein großer Teil des Interviews, doch ist der Rest des Originals nur eine kleine Werbeveranstaltung und es genügt eben jene beschriebene Minute, um die Atmosphäre wiederzugeben, welche die Band mit jedem ihrer Auftritte generierte. Und das Internet wäre auch nicht das Internet, wenn sich nicht der Rest des Auftritts ansehen ließe:


Gene Simmons in der Mike Douglas Show (1974)


Wenn Kiss dann noch „Firehouse“ im Studio zünden, wird klar, warum diese Band so groß wurde, wie sie noch heute ist. Wahnsinnig gute Musik - „Black Diamond“, „Deuce“ oder „Nothin‘ to lose“ vom Debüt „Kiss“ sind zeitlose Nummern zum bedenkenlosen Ausrasten – trifft auf Exzentrik, Spaß und eine wohl dosierte Portion Selbstironie.

2008 spielten Kiss als Headliner auf dem Graspop Festival in Belgien und jeder, der hier dabei gewesen ist und gesehen hat, wie Simmons unter das Dach der Bühne gefahren wurde, um dort ein psychedelisches Basssolo zum Besten zu geben oder wie Frehley an einem Stahlseil über dem Publikum schwebte, dem sollte klar geworden sein, was diese Band damals ausgelöst hat und warum sie so beliebt war. Es galt und gilt nicht weniger als die totale Aufopferung für die Musik und den Zuhörer – „how do you want your audience to feel after your concert?“ – „Exhausted!“

Kiss (c) Kiss


Die DVD selbst ist keine technische Meisterleistung. Die Aufnahmen sind weitgehend unbearbeitet und bieten VHS Material mit komprimiertem Sound, der in Stereo mehr her macht als im Pseudo 5.1 Mix. Liebhaber des Authentischen kommen also voll auf ihre Kosten – schließlich klingt die originale Vinyl auch so, wie die Band sie damals aufgenommen hat und wie sie eben klingen sollte.

3 Silberlinge erzählen in über 6 Stunden von diversen Auftritten in Amerika und Japan und bieten neben reichlich Interviews, Berichten aus damaligen Fernsehshows und Kommentaren auch Ausschnitte des legendären Homcoming-Konzerts im Madison Square Garden in New York. Natürlich wiederholen sich die Songs häufig, doch wird gerade hier deutlich wie sich der Sound der Band vom Garagensound des Debüt „Kiss“ und der zweiten LP „Hotter than hell“ zu den ausproduzierten „Dressed to kill“ und „Destroyer“ geändert hat. Zusätzlich gibt es zu jeder Aufnahme noch einige Kommentare der Band im Booklet.

Im Laufe des Jahres werden noch Volume 2 und 3 der Kissology erscheinen und noch die restliche Karriere beleuchten. Der Preis ist fair und definitiv jeden Euro wert.

Thomas Henz


Bewertung: 4/5

Weiteres Material:
Offizielle Webseite: http://www.kissonline.com
Myspace: http://www.myspace.com/kiss




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