 Passion Pit ist der Geheimtipp für den Sommer 2009. Das behaupten zumindest BBC und amerikanische Blogger, die der Band mit ihrem kommendem Debütalbum “Manners“ den großen Durchbruch vorhersagen. Um die restliche Welt schon einmal auf die Band einzustimmen, wurden alle bisher im Netz verfügbaren Songs auf der EP “Chunk of Change“ zusammengefasst und vor kurzem wieder veröffentlicht.
Passion Pit standen in ihrer bisher kurzen Bandgeschichte schon mit Bands wie These New Puritans oder Death Cab for Cutie auf der Bühne, was beim Hören einiger Songs auf “Chunk of Change“ durchaus nicht verwundert. Sänger Michael Angelakos dürfte die eine oder andere DCfC Platte sein Eigen nennen, wie die teils deutlichen Parallelen zwischen der Vortragsweise des 21-jährigen und Ben Gibbard zeigen. Die Songs “Live to the Tale“ und “Smile upon me“ ähneln folglich gesanglich, wie auch musikalisch The Postal Service, dem elektronischen Nebenprojekt Gibbards. Allerdings können beide Songs trotz einiger guter Momente nicht vollends überzeugen.
Passion Pit geben sich hörbar verspielter als The Postal Service, was nicht immer unbedingt von Vorteil ist. Songs wie “Sleepyhead“ oder “Better things“ ist der jugendliche Charme und die fröhliche Sommerstimmung zwar deutlich anzuhören, allerdings verzettelt sich die Band zu sehr in ihren Soundspielereien und nimmt den Songs somit Raum und Möglichkeit, um beim Hörer eine länger andauernde emotionale Bindung aufzubauen. Ein Vergleich zu MGMT drängt sich auf und doch hätte den Songs von Passion Pit deutlich mehr Konzentration auf das Wesentliche, nämlich den Song an sich, sicher gut getan.
 Es bleibt der Eindruck, dass sich Passion Pit noch auf der Suche nach ihrer musikalischen Identität befinden und fleißig mit Sounds und Ideen experimentieren. Auf “Chunk Of Change” deuten Passion Pit ihre Qualitäten an, geben allerdings nur einen Funken ihrer Möglichkeiten wieder. Da die Songs hier aber schon etwas älter sind, kann die Frage, ob die Band mit ihrem im Sommer erscheinenden Debüt “Manners” (VÖ 3.7.) ihren großen Durchbruch feiern wird, nicht vollends beantwortet werden. Bis auf “I´ve got your number“ kann keiner der sechs Titel den Vorschusslorbeeren gerecht werden. Da lohnt der altbewährte Griff in den eigenen Plattenschrank nach The Postal Service oder MGMT doch vielmehr.
Stefan Lohse
Bewertung:  Highlights: I've Got Your Number Lowlights: Better Things, Sleepyhead
Tracklist: 1 I've Got Your Number 2 Smile Upon Me 3 Cuddle Fuddle 4 Live to Tell the Tale 5 Better Things 6 Sleepyhead
Weiteres Material: Offizielle Webseite: http://www.passionpitmusic.com Myspace: http://www.myspace.com/passionpitjams
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