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Husky Rescue - Ship of Light

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Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.

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The Parlor Mob - And you were a Crow (VÖ 8.5.09)
05.05.2009
The Parlor Mob - And you were a Crow
Bis zum neuen Album von Wolfmother ist es noch ein Weilchen hin. Doch was sich am 8. Mai anschickt in dieselbe Kerbe zu schlagen wie die Australier und doch mit reichlich musikalischer Raffinesse eine eigene wahnwitzige Blues Rock Montage kreiert, hört auf den Namen „The Parlor Mob“ und sollte für Risse in heimischen Wänden und reichlich überstrapazierte Stimmbänder sorgen. Hier wird Rock ´n Roll noch mit heißem Eisen auf einem Amboss geschmiedet.

 

 

 

Dabei hat alles im Progressiven angefangen. Unter dem Namen „What About Frank?“ haben Mark Melicia, David Rosen, Paul Ritchie, Nick Villapiano und Sam Bey von 2004 bis 2006 die Musik gebastelt, die sie heute eher als „verkopft“ und voll mit „schrägen Skalen“ bezeichnen. Warum also die Zeit damit verschwenden, wenn man sich auf einer ganz anderen Ebene wesentlich kraftvoller und direkter äußern kann?

Und dann ist da ja auch noch der Blues. Von eben jenem Begleiter haben sich The Parlor Mob mehr als nur rudimentär beeinflussen lassen. „Hard Times“ etwa schlingert im Vers mit unbändigem Basso Continuo und im Refrain mit lässig rauen Bluesriffs aus den Boxen, während Frontmann Mark Melicia derart ungehalten seine Andrew Stockdale doch recht ähnlichen Vocals ins Mikro schallert, dass man vor Freude ins Sofa beissen möchte.

The parlor Mob (c) Jennifer Tzar


„Dead wrong“ schlägt in dieselbe Kerbe und erst mit „Everything you’re breathing for“, einer unglaublich tighten Nummer, von der man zunächst gar nicht weiß, ob sie Ballade oder unzähmbares Rock `n Roll Statement sein möchte, wird der anfängliche Sturm leicht abgeschwächt. Doch schon mit „Kids“ preschen Parlor Mob erneut ungehalten nach vorne und feuern einen ihrer vermeintlich stärksten Live-Titel auf den Hörer ab.

Die progressiven Wurzeln, die der Band zugrunde liegen, sind in musikalischer Hinsicht in allem, was auf „And you were a Crow“ geboten wird, zu hören. Das Gitarrenspiel Rosens und Ritchies könnte abgestimmter und einfallsreicher nicht sein und auch vor dezent eingesetzten Synthies wie in „When I was an Orphan“, im melancholisch beschwingten „Angry young Girl“ oder dem fast schon poppigen „My favourite Heart to break“ fürchten sich die Fünf aus New Jersey rein gar nicht.

„Die meisten von uns hängen seit High School-Zeiten zusammen herum", erinnert sich Drummer Sam Bey. „Irgendwann versteht man sich halt blind - und das gilt auch auf der Bühne. Der ‚Parlor Mob' war eine Gangsterbande, die im 19. Jahrhundert ihr Unwesen in New York trieb - zumindest in der Buchversion von 'Gangs Of New York' wird sie erwähnt. Weil wir auch immer im Rudel auftreten, lag der Bandname so nahe."


The Parlor Mob – Hard Times


Auch wenn das Album in der zweiten Hälfte in seinen Refrains nachlässt, wenn etwa „Carnival of Crows“ das härteste aber auch uneingängigste Brett sein möchte oder „Real hard headed“ und „Tide of Tears“ weniger Wert auf Gefälligkeit als auf musikalische Rafinesse legen, so schmeißen The Parlor Mob mit „And you were a Crow“ einen heißen Anwärter auf das beste Rock Album des Jahres ins Rennen. Und das ist – mit Verlaub – nicht übertrieben. Jeder, der den Blues im Blut hat und sowohl Luftgitarre als auch große Rock’n’Roll Gesten fürs Wohnzimmer im Schlaf beherrscht, für den ist die LP Pflichtprogramm. Alle anderen sollten sich darauf einstellen spätestens bei „Bullet“ gnadenlos geläutert zu werden.

Und wenn die Schlussnummer „Can’t keep no good Boy down“ als unerwartet freundlich stampfende Hymne zum Mitsingen einlädt, fragt man sich bei Zeilen wie „this train is leaving, it’s rolling down the track - singin‘ aint no turning back“, ob die Band sich nicht selbst besingt. Denn mit so einer Scheibe ist eine Rückkehr aus dem Rampenlicht wahrlich nicht mehr möglich.

Thomas Henz


Bewertung: 4,5/5
Highlights: Hard Times, Dead Wrong, Everything You're Breathing For, The Kids, Angry Young Girl, Tide of Tears, Bullet
Lowlights: Carnival of Crows

Tracklist:
1. Hard Times
2. Dead Wrong
3. Everything You're Breathing For
4. The Kids
5. When I Was An Orphan
6. Angry Young Girl
7. Carnival of Crows
8. Real Hard Headed
9. Tide of Tears
10. My Favorite Heart To Break
11. Bullet
12. Can't Keep No Good Boy Down

Weiteres Material:
Offizielle Webseite: http://www.myspace.com/theparlormob




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