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Seit 3 Jahren und einer Trennung hörte man nicht mehr viel von den „No Angels“, der ersten und letzten wirklich erfolgreichen Castingband aus den „Popstars“ Staffeln. Jetzt sind Nadja, Lucy, Sandy und Vanessa – immer noch zu viert – zurück und möchten mit „Destiny“ beweisen, dass sie mit einem Engel weniger noch ordentlich im Popgeschäft mitmischen können. Lauschen wir dem „Comeback des Jahres“...
2001 ging für eine handvoll Mädels der Traum vom großen Pophimmel in Erfüllung. Sie sangen und tanzten tausende Mitanwärter auf den Popstarsthron in Grund und Boden und landeten gleich mit der ersten Single einen Riesenerfolg. Der Song war gut, die Band versprühte eine Aura aus Lust auf Musik und auch nachfolgend wurden weiterhin gute Tracks produziert. Irgendwann trennte sich Jessica von den Engeln, man machte eine Platte zu viert, war ebenfalls relativ erfolgreich und seitdem war es für knapp 3 Jahre ruhig um die Gruppe.
 Nun liegt „Destiny“ in den Plattenläden und Onlineshops und die No Angels liefern mt dieser Scheibe ein Album voller risikoscheuer Popsongs ab. Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen – die Platte ist eine absolut solide Mischung mehr oder weniger schneller Songs, mit denen man weder die alten Fans enttäuscht noch potentielle eher jüngere Verehrer verschreckt. Das gesamte Album sind perfekt produzierte 50 Minuten für Radio, TV und kann von Track 1 bis 13 jederzeit als Hintergrundmusik für weitere Popstarsstaffeln dienen.
Irgendwo im Studio muss ein „Wie schreibe ich schnell ein paar Popsongs“ Handbuch herumgelegen haben, an dem sich seit Jahren immer mal wieder diverse Produktionen orientieren. Mit „Back off“ schafft es dann doch tatsächlich ein wenig freche Rockmusik mit auf die Platte, doch außer ein paar Gitarrenriffs von Aldi und Texten wie „[...] If you’re looking for a quickie, then I‘m not the one to talk to [...]“ ist dabei nichts herumgekommen. Allerdings stechen aus den 13 Titeln auch ein paar positiv heraus. So zum Beispiel „I had a feeling“, das flott und irgendwie als „Cabrio-Song“ daherkommt. Auch „Amaze me“ kann gefallen, wenn zu schönen Harmonien ein wenig geträumt werden darf.
 Ach, was soll man schreiben – herzlichen Glückwunsch zum Comeback mit fürs Massengeschäft vollkommen ausreichenden Songs! Viel Spaß noch und vielleicht wird’s ja wieder Gold!
Bewertung:  Laufzeit: ca. 50min Website: www.noangels-music.de Highlights: I had a feeling, What if, Maybe, Amaze me Lowlights: Misguided heart, I believe in you - Destiny bestellen |