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Airbourne - No Guts. No Glory.

fff

Mit ihrem grandiosen Debüt „Runnin‘ Wild“ und den die Stimmbänder am Limit beanspruchenden Liveshows eroberten Airbourne 2008 die Hard Rock Welt im Sturm und spielen seitdem auf vielen Festivals schon nahe der untergehenden Sonne. Mit „No Guts. No Glory.“ geht der Siegeszug weiter: Erdige Rythmen, eingängige Refrains und das Alles in einem ganzen Set famoser Songs. Die dicksten Eier of Rock ‘N‘ Roll hängen zurzeit bei Airbourne.

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The Dø - A mouthful (VÖ 17.4.)
16.04.2009
The Do - A mouthful
Schon vor einiger Zeit berichteten wir von eben jenem Zusammenschluss eines französischen Filmkomponisten und einer finnischen Sängerin, der sich anschickt unter dem Namen „The Dø“ (sprich „doe“) feinste, mal avangardistische, mal ganz klassische Popmusik unters Volk zu bringen. Und wenn die Exzentrik unserer Nachbarn auf eine skandinavische Samtstimme trifft, dann kommt eine fast superbe Mischung dabei heraus.

 

 

Eigentlich wollten sich die finnische Sängerin Olivia Merilahti, die stimmlich manchmal Nina Persson der Cardigans so nah kommt wie der französische Multiinstrumentalist und Filmkomponist Dan Levy an den Einfallsreichtum von Björk, ja eigentlich wollten sie sich nur mal eben für einen Film zusammentun. Doch am Ende verstanden sich die beiden so gut, dass mit „A mouthful“ nun 15 zumeist wirklich bezaubernde Titel vorliegen, die sich weder vor Klischees noch vor Experimenten mit möglichst vielen ausgefallen Instrumenten fürchten.

Und so beginnt die LP auch direkt mit der ab jetzt offiziellen Hymne für minderjährige Spielplatzrevoluzzer. Der Opener vertont zu Marschrhythmus auf so unvergleichliche Art und Weise Kinderphantasien von Sandkastenkönigreichen und der einmaligen Chance gegen die Erwachsenen aufzubegehren („we are not afraid of you grown-ups“), dass man am liebsten selbst mit Plastikhammer in der Hand und Spielzeugeimer auf dem Kopf in den Krieg der Knöpfe ziehen möchte. Nur der hier adoleszent ins Geschehen eingreifende Gesang der Finnin verhindert schlimmere Rückfälle ins Kindsein.

The Do (c) Andre Gabb


Und wo eben noch die Verspieltheit etwa von Cocorosie mitschwang, da setzen The Dø mit den flotten Indie-Popohrwürmern „At last“ und „On my shoulders“, in dem Merilahti nicht nur den Kampf gegen die Vereinnahmung durch die Probleme des Gegenübers aufnehmen, sondern auch gegen eine ganze Wand von Streichern, Gitarren und Synthies ankommen muss, einen gnadenlosen Kontrapunkt und knallen dem Hörer ihr bestes Material direkt zu Beginn vor die mitwippenden Füße. „Stay (Just a little bit more)“ verzaubert mit der vermeintlichen Naivität der Protagonistin und ihrer Konfrontation mit dem hoffnungslosen Liebhaber.

Selbst das auf Finnisch vorgetragene „Unissasi Laulelet“, das mit seinen knapp über zwei Minuten Laufzeit wohl bewusst kurz gehalten ist, um hier niemanden zu überfordern, wirkt in seiner mutigen Mehrstimmigkeit wie eine Reise in ein Phantasieland der eigenen Wahl und wird dann erneut abgelöst durch das gar weltmusikalische „Tammie“ und dem so was von 90er Hip-Hop-Funk Epos „Queen Dot Kong“, welches atemlos mündet in das instrumentale „Coda“, das entgegen des Titels allerdings nicht das Ende markiert, sondern den Weg frei macht, für eine erneute Aufopferung der so zerbrechlich anmutenden Vokalistin.



The Dø - „On my Shoulders “


Man mag es sich kaum eingestehen, doch “A mouthful” hat zwischen all diesen wirklich bezaubernden Tracks am Ende doch die eine oder andere Länge. „When was I last home“ ist in sich zwar eine stimmige Ballade, deren Partitur sich an die cinematografische Epik eines Wenders anlehnen könnte, doch hätte die Verlagerung auf eine B-Seite hier durchaus eine gesunde Straffung des Albums bewirkt. Ebenso erreichen „Travel Light“ und „Aha“ nicht mehr die Brillanz der Vorgänger und wirken hier deplaziert.

Auf der anderen Seite kann man von den beiden Kreativlingen aber einfach nicht genug bekommen und erwischt immer wieder Körperteile beim kollektiven Mitschwingen, den eigenen Blick, wie er verträumt zum Fenster heraus schaut und plötzliche Mithörer, wie sie sich neugierig nach der Quelle des Wohlgefallens erkundigen.

Wäre diese Baisse zum Ende nicht, würde „A mouthful“ ohne Umwege in die Indiepop Hall of Fame eingehen. So kratzt sie zwar am Eingang, schafft den letzten Sprung über die Schwelle allerdings nicht. Ein famoses Debüt ist Levy und Merilahti dennoch gelungen.

Thomas Henz


Bewertung:
4/5
Highlights: Playground Hustle, At last, On my shoulders, Stay (Just a little bit more), Searching Gold
Lowlights: Travel Light, Aha

Tracklist:

1. Playground Hustle    
2. At Last    
3. On My Shoulders    
4. Song For Lovers    
5. The Bridge    
6. Stay(Just a little bit more)    
7. Unissasi Laulelet    
8. Tammie    
9. Queen Dot Kong    
10. Coda    
11. Searching Gold    
12. When Was I Last Home    
13. Travel Light    
14. Aha    
15. In My Box

Weiteres Material:
Webseite: http://www.myspace.com/thedoband


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Tourtermine:

15.05.2009 Hamburg
16.05.2009 Berlin
17.05.2009 Köln
18.05.2009 Frankfurt Am Main
19.05.2009 München

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