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Airbourne - No Guts. No Glory.

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Mit ihrem grandiosen Debüt „Runnin‘ Wild“ und den die Stimmbänder am Limit beanspruchenden Liveshows eroberten Airbourne 2008 die Hard Rock Welt im Sturm und spielen seitdem auf vielen Festivals schon nahe der untergehenden Sonne. Mit „No Guts. No Glory.“ geht der Siegeszug weiter: Erdige Rythmen, eingängige Refrains und das Alles in einem ganzen Set famoser Songs. Die dicksten Eier of Rock ‘N‘ Roll hängen zurzeit bei Airbourne.

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Judas Priest, 07.03.2009 in Offenbach
30.03.2009
Judas Priest
THE PRIEST IS BACK… und wie! Die Heavy Metal Legenden von Judas Priest sind am Samstagabend des 7. März wieder zur Hochform aufgelaufen und haben eine Leistung dargeboten, die sich so mancher Fan bereits auf der Reunion-Tour gewünscht hatte und seitdem wohl auch nicht mehr für möglich hielt. Ein langjähriger Fan berichtet…

 

 

 

Eigentlich hatten wir an diesem Abend gar nicht vor auf das Konzert der Mannen um Rob Halford zu gehen. Nach dem spontanen Entschluss doch noch dem angekündigten Metal-Triumvirat beizuwohnen, fuhren wir also in die Stadthalle nach Offenbach. Leider hatten Testament und Megadeth bereits gespielt als wir in die Halle kamen. Glücklicher Weise kamen wir gerade noch rechtzeitig um uns ein Bier zu holen und pünktlich zu Judas Priest in den Konzertsaal der restlos ausverkauften Halle zu drängen. Das Publikum war breit gemischt. Von Altrockern bis zu vermeintlichen Nu-Metal-Kids war hier alles vertreten, ja, auch Menschen, die überhaupt nicht mehr nach Metal aussahen, aber – wie sich später herausstellen sollte - jede Textzeile mitsingen konnten.Und so reihten auch wir uns in das Publikum ein und freuten uns auf die Metal Gods.

Die eröffneten ihren Gig mit dem Titeltrack des neuen Albums Nostradamus. Ein satter Sound dröhnte aus den Boxen und Priest präsentierten sich in alter Manier. Jeder an seinem Platz und das Bühnenbild erinnerte sehr an ihr Konzert in der Offenbacher Stadthalle auf der Angel of Retribution-Tour. Allerdings mit einem gravierenden Unterschied. Der Sound war satt, die Band spielte vom ersten Moment an sehr tight und Halford überzeugte stimmlich so sehr wie noch nie seit der Reunion.

Die Band machte weiter mit „Metal Gods“ und lösten eine wahre Euphorie im Publikum aus. Sofort war klar was die Fans an diesem Abend von Priest hören wollten. Und diese Erwartung sollte nicht enttäuscht werden. So legten Priest mit „Eat me alive“ einen weiteren Hit nach, um dem Publikum danach das grandiose „Between the Hammer and the anvil“ um die Ohren zu feuern. Auch hier spielten sie souverän. Vom bereits erwähnten fetten Sound abgesehen waren die Herren auch sehr spielfreudig, die Soli wurden erstklassig gespielt und Halford überzeugte auch bei diesem Song aus der Painkiller-Ära. 

Es war eine wahre Freude den alten Herren zuzuschauen und zu hören. Priest ließen dem Publikum keine Verschnaufpause, legten mit „Devils Child“ und „Breaking the Law“ zwei weitere Brecher nach, um anschließend mit dem zweiten Song vom Painkiller-Album „Hell Patrol“ aufzuwarten. Die Freude war ob dieser fantastischen Setlist nicht mehr zu bremsen. Zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich, was mit der Band auf der Reunion-Tour und auf den Festivals letztes Jahr nur los war.

Judas Priest (c) Ross Halfin


Halford schien in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Er wirkte wieder agil, bewegte sich viel auf der Bühne und  machte eine Menge Ansagen. Während man sich auf den letzten Konzerten bei so manchem Solo gerne die Ohren zugehalten hätte, konnten nun auch Downing und Tipton auf einmal wieder spielen und waren voller Freude bei der Sache.  Nun kam, was kommen musste: Ein Song vom neuen Album. Priest machten mit „Messenger of Death“ weiter, das bereits auf der Platte nicht überzeugen konnte und auch live nicht richtig funktionieren wollte.

Auch dem Publikum merkte man dies deutlich an, als die Stimmung während des Songs deutlich nachließ. Jedoch hätte der  Zeitpunkt für einen neuen Song nach dem bisherigen Feuerwerk nicht besser gewählt werden können. Und so war es der optimale Zeitpunkt für uns noch ein Bier holen zu gehen.  Danach ging es mit einer kleinen Zeitreise in das Jahr 1977 weiter. Es folgte „Dissident Aggressor“ vom „Sin after Sin“ Album, um unmittelbar danach wieder etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen mit dem einzigen Song von Angel of Retribution, namentlich „Angel“,  weiterzumachen.

Priest nahmen nach einer kurzen Pause wieder Fahrt auf und hauten dem Publikum „Electric Eye“ um die Ohren. Die Spielfreude schien ungebrochen und Priest rockten als gebe es kein Morgen mehr. „Rock Hard Ride Free“ und „Sinner“ folgten.

Nun war Scott Travis mit einem kurzen Schlagzeugsolo an der Reihe und jedem in der Halle war klar, welcher Song nun kommen musste: „The Painkiller“. Ein Song bei dem Priest in den letzten Jahren zu enttäuschen wussten. Schnell gerieten sie ins Schwimmen und spielten unsauber, Halford sang katastrophal und die Soli waren mehr als schlecht. Dies sollte heute anders sein. Priest wussten mit Painkiller voll und ganz zu überzeugen. Der Song kam wie aus einem Guss, rockte brutal, Halford sang den Song wahrscheinlich wie seit den Aufnahmen zur Painkiller-Scheibe nicht mehr so gut und Tipton und Downing spielten die Soli wie auf der Studioaufnahme. Eine wahre Freude. Und immer noch wirkte Halford, als würde er nach dem Konzert kein Sauerstoffzelt benötigen.

Judas Priest (c) Ross Halfin


Ganz im Gegenteil. Die Band räumte das Feld und Halford kam mit dem Motorrad auf die Bühne gefahren, ohne den Eindruck zu vermitteln, er bräuchte vier Mann, die ihm beim Absteigen helfen müssen. Nach der obligatorischen Showeinlage war erneut klar, welcher Song kommen würde: „Hell bent for leather“. Weiter ging es mit „The Green Manalishi“ - die Halle tobte.

In einem kleinen Intermezzo übte Halford mit den Fans mal wieder das Singen, so wie er schon etliche Male zuvor tat. Für einen kurzen Moment hatte man das Gefühl auf der „Fuel for Live“ Tour zu sein und jeder der die Live Scheibe kennt wusste auch diesmal wieder, welcher Song  jetzt and der Reihe war: „You´ve got another Thing comin“.

Priest rockten die Halle und spielten, wie sich herausstellen sollte, ihren letzten Song. Die Band verließ die Bühne und…kam nicht mehr wieder. Das Licht ging an und die Crew begann mit dem Abbau. Keine Zugabe. Auf „Living after midnight“ und „Rock you all around the world“ warteten wir daher leider vergebens. Nach einem grandiosen Konzert, einer großartigen Leistung und einer mehr als gelungenen Songauswahl konnte man diese Enttäuschung aber schnell wegstecken.

Bleibt nur zu hoffen, dass Priest auch in Zukunft weiterhin auf diesem Niveau Konzerte geben werden.

Andreas Adler


Weiteres Material:
Webseite: http://www.judaspriest.com
Reinhören: http://www.myspace.com/judaspriest

 

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