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Husky Rescue - Ship of Light

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Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.

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Heike Makatsch - ...singt Hildegard Knef (VÖ 13.3.)
Leserwertung:
MiesMeilenstein 
15.03.2009
Heike Makatsch - ...singt Hildegard Knef (VÖ 13.3.)
Für das aktuelle Biopic "Hilde" hat Schauspielerin Heike Makatsch zunächst einige Titel, und dann, weil es so gut lief, sogar ein ganzes Album mit Klassikern des großen deutschen Nachkriegsstars aufgenommen. Logische Hildchenfrage: Kann Heike wie Hilde klingen? Oder will sie das gar nicht?

 

 

 

Eines vorab: Doch, sie will. Mit insgesamt 14 neu aufgenommenen Klassikern erhält die Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin Hildegard Knef (1925-2002) eine Hommage mit professionellen Arrangements der WDR Big Band und einigen Litern Herzblut aus dem Hause Makatsch. Überdies findet sich als besonderer Gruß an die Fans ein Titel auf dem Soundtrack, den die Knef zu Lebzeiten selbst nicht mehr vollständig erlebt hat: Ihr langjähriger Komponist Hans Hammerschmidt (78) vollendete das Stück "It´s After Eight", und Heike Makatsch hat die Ehre, es nun sozusagen exklusiv vorzutragen. Sogar ein wenig Original-Equipment kam dabei für sie im Berliner Studio Nucleus (in dem seinerzeit auch das letzte Knef-Album „17 Millimeter" entstand) zum Einsatz: Während die WDR Big Band die Musik zum Soundtrack im eigenen Studio 4 in Köln einspielte, konnte Makatsch das Original-Mikrofon und den Hocker aus den damaligen Aufnahmesessions der Knef benutzen.

Dank pointiertem Gesangs- und Sprechunterricht gelingt es Makatsch tatsächlich, den Hörer bei den ersten Klängen von "Hilde" aufhorchen zu lassen: Sie hat sich nicht nur die markante Altstimme sondern auch eine angenehm abweichende Sprachdynamik angeeignet, die in der Tat an die große Knef (mit vollem Namen Hildegard Frieda Albertine Knef) zu erinnern vermag.

Hilde (c) Warner


Da sich der Film mit der Zeit bis 1966 beschäftigt, verkörpert die heute selbst 39-jährige Makatsch Hildegard Knef bis zu deren 41. Lebensjahr. Obwohl diese Lebensabschnitte im Prinzip nicht so weit auseinander liegen, tut sich dennoch in punkto visuell und akustisch wahrnehmbarem Lebensalter ein Graben auf, der Heike Makatsch, wenn auch selbst intelligent, humorvoll und unkonventionell denkend, ein wenig in ihrer Mädchenhaftigkeit verweilen lässt.

Sicherlich hängt dies auch mit dem zeitgeschichtlichen Unterschied der 50er- und 60er-Jahren und heute zusammen - doch obwohl bekannt ist, wie sehr sich Makatsch in Filmstoff und Leben Hildegard Knefs hineingekniet hat, und wenngleich sie sogar ein dickes Lob vom Witwer der Legende für ihre Leistungen bekommen hat, vermögen Stimmklang und Betonung nicht das klangliche Repertoire einer Knef abzudecken.

Während Hildegard Knef stets ein wenig damenhaft wirkte, aber dabei sehr geradeheraus und energisch ("Vergiss sie, sie hat dich nie geliebt"), originell ("Wieviel Menschen"), mit Nachdruck und Elan ("In dieser Stadt"), entwaffnend oder heiter bis ironisch und bissig daher kam (so auch in "Von nun an ging´s bergab", einer augenzwinkernden Beschreibung ihres Karrierweges), so reduziert sich der Klang der Makatsch-Songs überwiegend auf eine mädchenhaft verschmitzte Nachdenklichkeit.

Hilde (c) Warner


Durch fehlende Kanten, die nicht zuletzt auch wegen der glatt geschliffenen Produktion nicht entstehen können, genießt man die 14 Stücke nicht ganz zwanglos bis zum Ende und tut gut daran, in jedem Falle auch in die Originale reinzuhören. Erst durch die gelebte Biografie wird schließlich die Stimmfarbe zum eigenen Sound und bekommen die Texte ihre glaubhafte Botschaft.

Mit dem Wecken der Neugierde auf vernachlässigtes Originalmaterial hat der Film ohnehin schon einen großen Dienst geleistet. Nicht zuletzt sei aber auch großer Respekt Heike Makatsch gezollt. Und immerhin handelt es sich immer noch um zwei Individuen - wie beängstigend wäre es schließlich, wenn Makatsch eine exakte Kopie von Hildegard Knef abgeliefert hätte?

Verfasst von Ela


Bewertung:3/5
Highlights: Von nun an geht´s bergab, Ich brauch Tapetenwechsel
Lowlights: Ich bin zu müde, It´s after eight

VÖ 13.3.

Tracklist:

1. In dieser Stadt    
2. Lass mich bei dir sein    
3. Vergiss Sie, sie hat dich nie geliebt    
4. Von nun an ging's bergab    
5. Nichts haut mich um aber Du (I Get A Kick Out Of You)    
6. So oder so ist das Leben    
7. Ich brauch' Tapetenwechsel    
8. Aber schön war es doch    
9. Ich zieh mich an und langsam aus    
10. Halt mich fest    
11. Ich bin zu müde    
12. Für mich soll's rote Rosen regnen    
13. Wieviel Menschen waren glücklich    
14. Bonus Track: It's After Eight

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