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Husky Rescue - Ship of Light

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Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.

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Great White - Rising (VÖ 13.3.) + Interview
15.03.2009
Great White - Rising
Great White geben nicht auf. In 27 Jahren Bandgeschichte haben die Hardrock-Veteranen aus Kalifornien viele Auf- und Abstiege erlebt, große Charterfolge gefeiert, aber auch mehrfach Rausschmisse von ihren Labels kassiert und diverse Lineup-Wechsel aushalten müssen. Doch sie kommen immer wieder – auch wenn der Haifisch mittlerweile recht harmlos geworden ist. Wir haben reingehört und ein wenig mit Sänger Jack Russell geplaudert.

 

 

Nicht einmal die furchtbare Feuerkatastrophe von Rhode Island 2003 hat sie aus der Bahn werfen können. Damals hatte während eines Great White-Gigs die Pyrotechnik den Club in Brand gesetzt, und mehr als 100 Menschen waren gestorben - darunter auch Gitarrist Ty Longley. Aber Great White gehen nicht unter. Insofern ist „Rising“, der Titel der neuen Scheibe, die ab Freitag in den Läden steht, durchaus zutreffend.

Das mittlerweile 13. Studioalbum bietet die gewohnt entspannte und unaufgeregte Ami-Rock-Kost, für die ihre Fans Great White auch heute noch schätzen. Im Vergleich zum Vorgänger „Back to the Rhythm“ ist „Rising“ etwas bluesiger ausgefallen, was dem Album gut zu Gesicht steht. In knapp 60 Minuten wechselt die Scheibe beständig zwischen groovigen Midtempo-Nummern und balladesken Lagerfeuer-Singalongs. Zum Abschluss gibt es noch das Stones-Cover „Let's spend the night together“ obendrauf.

Valve (V): Allzu lange ist es ja noch nicht her, dass ihr „Back to the Rhythm“ veröffentlicht habt. Wie kam es so schnell zur neuen Platte?

Jack Russell (JR):
Naja, ganz so schnell ging es dann doch nicht. Wir haben recht lange an der Produktion geschraubt. Aber wenn man ein und denselben Song immer und immer wieder während der Aufnahmen spielt, dann geht er einem irgendwann auf den Nerv. Und dann ist man froh, wenn das Ding im Kasten ist.

V: Zugegeben, das Album besitzt noch immer den typischen Great White Blues, den die Fans so schätzen. Titel wie „I don’t mind“ oder „Shine“ erinnern aber doch sehr an 80er Tracks, die man aus Michael J. Fox Filmen kennt. Alles hört sich gesetzter an – wie kommt das und wie verträgt sich das mit dem Titel der Scheibe?

JR:
Ach, das hängt immer mit der Situation zusammen, in der so ein Song oder ein Album entsteht. Ich war in Rehab, habe eine Trennung hinter mir – das spiegelt sich natürlich in den Liedern wieder. Wir sitzen auch nie im Studio und überlegen, ob wir jetzt noch zwei Rocksongs und zwei Mid Tempo Nummern auf die Platte packen. Wir machen einfach die Musik, die uns gefällt.

Great White (c) Great White


Dass sich die Rock-Haudegen mit ihrem Spätwerk um einen Innovationspreis bewerben, konnte zwar auch niemand erwarten. Aber das, was sie auf „Rising“ abliefern, ist selbst für Genreverhältnisse oft zu platt. Über weite Strecken des Albums bekommt der Hörer schlimme Baukasten-Refrains um die Ohren gehauen. Die erste Kostprobe gibt’s gleich im zweiten Song: „I give it all or nothing, I give it heart and soul – I give it all or nothing, cos thats the way I roll“ - Solche fiesen Lückenfüller mit Dumpfbacken-Lyrik aus dem vergangenen Jahrtausend tauchen leider immer wieder aus den seichten, ansonsten aber nicht unangenehmen Gewässern von „Rising“ auf. Das Schlimme ist, das Great White aus solchem blutleeren Murks auch noch Nummern von epischer Länge zimmern: Die Hälfte der zwölf Titel überspringt locker die Fünf-Minuten-Grenze, und der Rest ist auch nicht viel kürzer. Da wäre weniger manchmal mehr gewesen.

V: Jack, welche aktuelle Musik inspiriert dich persönlich noch?

JR:
Puh, ehrlich gesagt höre ich mir nicht viel aktuelle Musik an. Da gibt es immer mal den einen oder anderen Song, den ich zufällig höre und ganz gut finde – aber wenn du mich so direkt fragst…Alice in Chains, auch wenn’s schon länger her ist. Meiner Meinung nach gibt es heute kaum noch Sänger, die eine außergewöhnliche Stimme haben. Geoff Tate (Frontmann von Queensryche, Anm. d. Red.) oder eben Layne Staley von Alice in Chains, da dachte ich mir noch „Wow, was für eine Stimme!“


V: Es ist nicht einfach Neuigkeiten oder generell aktuelles Material von euch online zu finden. Ist das ein Statement? Wie steht ihr als alte Haudegen zum Thema „Internet und Musik“?

JR: Wir bauen gerade eine neue Webseite – sie heißt, wart mal…dingsbumsrockable…keine Ahnung. Computer liegen mir nicht so und ich will mir das auch nicht antun, um nicht noch eine Sucht zu entwickeln. Eine myspace Seite habe ich auch, glaube ich, und da haben in 2 Tagen 10000 Leute Mails geschrieben und ich dachte mir nur „WHAT?!“ – aber das ist alles nicht mein Ding.

V: Wie schauen eure Pläne aus? Tourt ihr demnächst wieder in Europa? Vielleicht sogar das ein oder andere Festival a la Wacken oder Graspop – bei letzterem haben auch Tesla letztes Jahr ihr Stelldichein gegeben.


JR: Wie heißen die Festivals? Werde ich direkt an unseren Manager weiter geben. Wir spielen sehr gerne in Europa, da die Fans dort eher wegen der Musik kommen und nicht wie in Amerika, um sich die Fresse zu polieren (lacht). Und wir wollen ja weiterhin auch vor großem Publikum spielen und nicht die Leute irgendwann sagen hören: „Hey schau mal, die spielen jetzt vor 3 Leuten in South Dakota“ – Dignity, man!
Außerdem ist es super, dass ich mittlerweile 3 Generationen an Fans erleben durfte. Da rennen doch tatsächlich Achtzehnjährige rum, die Great White Shirts tragen!


Great White (c) Great White


Für Fans der Kalifornier ist „Rising“ wohl eine sichere Sache, und wer die alten Scheiben schätzt, wird auch am neuesten Output der Truppe seine Freude haben. Ob Great White mit „Rising“ allerdings viele neue Fans gewinnen können, scheint fraglich. Denn unterm Strich hat „Rising“ nicht wirklich viel zu bieten. Allzu seicht und routiniert spulen die Altrocker ihre Nummern ab. Das ist schade. Denn gute Ansätze sind durchaus vorhanden. Die Gitarren überzeugen, und besonders die Soli gehören zu den Höhepunkten der Platte. Die bieten zwar keine technischen Höchstleistungen, transportieren hin und wieder aber tolles Bluesrock-Feeling. Leider sind die Songstrukturen außen herum zu dünn, als dass die Gesamtkonstruktion tragen würde.

Insgesamt ist „Rising“ eine solide, aber auch etwas langweilige Platte geworden, die in erster Linie für Fans interessant sein dürfte. Es ist entspannter Rock, der keinem wehtut, den allerdings auch niemand wirklich braucht. Es gibt so viele gute Rockbands da draußen und in diesem Haifischbecken sind Great White 2009 leider nur noch ein kleiner, harmloser Fisch.
                                           

Text: Maurice Farrouh
Interview: Thomas Henz


Bewertung:2,5/5
Höhepunkte: I Don't Mind, My Sanctuary, Last Chance
Tiefpunkte: All or Nothing, Shine, Let’s Spend the Night Together

Tracklist:
1. Situation
2. All Or Nothin'
3. Shine
4. Loveless
5. Is It Enough
6. Last Chance
7. Danger Zone
8. Down On The Level
9. Only You Can Do
10. My Sanctuary
11. Let's Spend The Night Together

Weiteres Material:
Offizielle Webseite: http://www.mistabone.com




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