Die vollbusige Dame, die daumenlutschend den noch blutigen Hammer in der rechten Hand hält und umgeben ist von, äh, roten Farbtupfern muss mit dem Bandnamen wohl nicht gemeint sein. Doch ist sie das einzige Indiz dafür, dass hinter dem ach so unschuldig wirkenden Titel tatsächlich eine brisante Mischung Rock and Roll steckt, nämlich ein wohlschmeckender Gitarrencocktail im Geiste von Guns n Roses, Skid Row, Mötley Crüe und einer Prise Blues.
Bevor Innocent Rosie, die sich Ende 2005 im schwedischen Varberg gegründet haben, ihr vorliegendes Debüt aufgenommen und veröffentlicht haben, wurde erst mal ordentlich in Europa und Amerika getourt. Denn nachdem das Heimatland schon so gut wie erobert war, lag nichts näher, als das Festland auf dieser und der anderen Seite der Erdkugel zu bereisen und von seinen Qualitäten zu überzeugen.
Und so spielte die Band um Sänger Oscar Kaleva, Gitarrist Joel Eliasson, Bassist Olof Oljelund und Schlagzeuger Benjamin Boräng nicht nur im legendären Whiskey a Go Go Club in Los Angeles, der in den 60er Jahren zum wichtigsten Treffpunkt für Rockmusiker der Stadt und des Umlandes wurden, sondern auch auf der 2008er Ausgabe des Crüefests.
 Nach dieser ausgiebigen Tour zog man sich zurück und nahm mit „Bad Habit Romance“ die erste LP auf, die es auch gleich in sich hat. Denn heraus gekommen sind knapp 50 Minuten lupenreiner Hardrock, der sich vor den offensichtlichen Vorlagen aus den 80ern und 90ern nicht verstecken muss. Hier wird gerockt wie seinerzeit bei Dr. Feelgood, geschoben wie in Paradise City und würden Skid Row heute noch einmal „Get the fuck out!“ rufen, wären Innocent Rosie unter keinen Umständen gemeint.
Es ist ja auch immer wieder schön zu hören, wenn eine Band sich nicht nur auf ihre umtriebigen E-Gitarren verlässt, sondern ein Gespür für die Sucht des Publikums nach Unterhaltung zeigt. Innocent Rosie wissen sehr wohl um die generell kurze Aufmerksamkeitsspanne des Durchschnittshörers und überraschen mit allerhand Rückkopplungen, Gitarrensoli, akustischen Blueseinlagen, Piano-Interludes und sorgen somit für alles andere als Langeweile.
Man mag sich gar nicht vorstellen, was die Jungs auf Festivals anstellen könnten, wenn sie eine handvoll Hits im Repertoire hätten. An ganz großen Melodien fehlt es zwar noch, aber diese Mischung aus Rock und Blues kann bereits jetzt überzeugen. Da geht noch mehr und das darf auf keinen Fall verpasst werden!
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Bewertung: Highlights: Animal, Let a memory die, I’m a vibe Lowlights: Shine, shine, shine
Tracklist: 1. Bitter Cocktail 2. Knock Me Out 3. Animal 4. Let A Memory Die 5. Bad Habit Romance 6. Sextalkin 7. Im A Vibe 8. Wasteland 9. Shine Shine Shine 10. Dont Drag Me Down 11. Lii Get Rich 12. Left Alone
Weiteres Material: Webseite: http://www.myspace.com/innocentrosie
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