 In Teilen fast schon progressiv ist das, was sich die Briten um Frontmann Biff Byford da mit „Into the Labyrinth“ trauen. Saxon bedienen die Fans epischen Power Metals mal wieder mit einer neuen und mittlerweile 18. Scheibe und verlieren auch diesmal nichts von dem schwermetallischen Charme, der eine solch alt eingesessene Kombo seit 1979 fast ganz oben hält. 50 Minuten lang abgerockt…
Aufgenommen in den Twilight-Hall Studios der deutschen Metaller von Blind Guardian haben Biff Byford (Gesang), Paul Quinn (Gitarre), Doug Scarratt (Gitarre), Nibbs Carter (Bass) und Nigel Glockler (Schlagzeug) mal wieder ganze Arbeit geleistet. „Into the Labyrinth“ wummert von vorn bis hinten gnadenlos aus den geschundenen Boxen, feuert gnadenlos ein Riff nach dem andern auf die verstaubten Gehörgänge ab und bedient dabei nicht nur Fans klassischer Rock-Instrumentalisierung, sondern lässt auch die eine oder andere Keyboardeinlage nicht vermissen.
Zwischenstopps werden nur selten eingelegt – zwischen dem gewaltigen Opener „Battalions of Steel“ und der wohl geradlinigsten Rocknummer „Live to Rock“, die live bestimmt ganz gut rüberkommt, aber dennoch den letzten Feinschliff zur alles verschlingenden Hymne vermissen lässt, trällert etwa „The Letter“ nur ganz kurz mit Akustikgitarre an uns vorbei, bevor es mit „Valley of the Kings“ (das kennen wir doch irgendwo her – nein, hat nichts mit Gamma Ray zu tun) ohne Reue episch brachial weiter geht. Zwar ändert das Album etwa ab der Mitte ein wenig den Stil und wandelt sich vom Bombast zum eher konservativen Heavy Metal ohne viele Schnörkel („Hellcat“)- als Einheit wirkt es dennoch und ganz am Ende wird gar noch der Blues bemüht.
 „Stilistisch würde ich das Album als ausgewogene Balance zwischen Lionheart und The Inner Sanctum bezeichnen, als eine Mischung aus kraftstrotzenden in-your-face-Rocksongs und puren Heavy Metal-Tracks“, beschreibt Byford das Album selbst. Neu erfunden wird hier nichts – Saxon machen das, was sie am besten können. Das hat sie seit 30 Jahren zwar nie an die Spitze des britischen Heavy Metal gebracht, aber stets das Metall im Blut kollektiv zum Glühen gebracht. Und was sonst sollte man sich an dieser Stelle wünschen?
Neben dem regulären Jewel Case erscheint das Album als „Limited Edition Digipack“ mit 70minütiger Bonus-DVD, auf der neben einer Tourdokumentation und dem offiziellen Videoclip zu „Live To Rock“ auch Biff Byford als König Arthur in „Parzival“ zu sehen ist.
Und wer die Jungs live erleben will, kann sich weiter unten um Karten bemühen – 6 Termine ab Anfang Februar stehen zur Verfügung.
Bewertung: Highlights: Battalions Of Steel, Valley of the Kings, Slow Lane Blues, Hellcat Lowlights: Voice
Weiteres Material: Offizielle Webseite: http://www.saxon747.com/ Myspace: http://www.myspace.com/planetsaxon
Tracklist: 1. Battalions Of Steel 2. Live To Rock 3. Demon Sweeney Todd 4. The Letter 5. Valley Of The Kings 6. Slow Lane Blues 7. Crime Of Passion 8. Premonition in D Minor 9. Voice 10. Protect Yourselves 11. Hellcat 12. Come Rock Of Ages (The Circle Is Complete) 13. Coming Home (Bottleneck Version)
- Artikel bei Amazon bestellen
- Artikel bei iTunes kaufen
Tourdaten: 04.02. Köln - Essigfabrik 07.02. Herford - X 08.02. Hamburg - Docks 13.02. Berlin - Huxleys 17.02. Wien - Gasometer 24.02. Zürich - Volkshaus
- Tickets bei Eventim bestellen
|