Ausgesucht

The Dø - "A mouthful"

fff

Schon vor einiger Zeit berichteten wir von eben jenem Zusammenschluss eines französischen Filmkomponisten und einer finnischen Sängerin, der sich anschickt unter dem Namen „The Dø“ (sprich "doe") feinste, mal avangardistische, mal ganz klassische Popmusik unters Volk zu bringen. Und wenn die Exzentrik unserer Nachbarn auf eine skandinavische Samtstimme trifft, dann kommt eine fast superbe Mischung dabei heraus.

Weiterlesen...

Partner & Links

Media Center
Musik Downloads
Konzerttickets Online
Rockschule


Home arrow Reviews arrow Britney Spears - Circus
Britney Spears - Circus
Artikelbewertung: / 2
SchlechtSehr gut 
06.01.2009
Britney Spears - Circus
„Circus“: Das ist Britney! Showgirl und Entertainerin schlechthin, immer nahe am Abgrund, um sich anschließend doch wieder zu fangen, negativer Publicity zu trotzen und einfach ihren Weg zu gehen. Es kann zwar nicht ganz „ihr Weg“ sein, da sie als derzeitige Pop-Marionette die Nase sehr weit vorn hat, aber das Showgeschäft mit Blauäugigkeit zu betrachten hat sich Miss Spears sowieso schon sehr früh abgewöhnt.

 

 

Als kleines Mädchen von acht Jahren begann ihre sagenhafte und häufig mit zu makaberen Momenten versehene Karriere. Viel zu oft war sie als Erwachsene in den Negativschlagzeilen - ein gefundenes Fressen für drangsalierende Reporter, Amateurfotografen und Paparazzi ist sie eh und je. Nahezu alle Menschen bekamen jede Minute ihres Lebens mit, das mal mehr, mal weniger interessant schien. Und jedes Mal wird ihr schillerndes bis glanzloses Leben in Texten und Musik verarbeitet und als Platte auf den Markt gebracht. So auch bei „Circus“.

Ein fast banaler Begriff, der Britneys Dasein dennoch treffend betitelt. Als Mittelpunkt in der Manege werden offenbar nach eigenen Wünschen wieder alle Spots auf sie gerichtet. Und hinter den Kulissen lauert dann der wahre Zirkus, in dem sämtliche Krisen und Chaos die Oberhand gewinnen. Die Abrechnung mit diesen Tiefpunkten folgt stets in musikalischer Gestalt auf der Bühne oder als Album und mit jedem Gegenschlag scheint eine riesengroße Last von Spears zu fallen.

Britney Spears (c) Frank Micelotta


Mit „Circus“, ihrem sechsten Studioalbum, setzt Britney größtenteils auf Nachtclub-Pop. Wie gewohnt verknüpft sie mit ihren Produzenten grundverschiedene Musikstile zu einem erträglichen Gesamtwerk, wenn es auch nicht wirklich überraschend oder gar weltbewegend ist. Aber abgesehen von den vorlauten Anspielungen auf Presse, Ex-Freunde, Männer und anderen Problemthemen in ihrem Leben, tut dieses Album keinem etwas. Es ist nicht einmal notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen. Britney kontert allen bisherigen Schwierigkeiten direkt und offen und das sogar in einer äußerst experimentellen Art.

„Womanizer“ und der Titelsong „Circus“ gehen als pampige Ohrwürmer mit viel elektronischem Pop durch. Die Balladen „Out From Under“ und „Unusual You“ sind gut gelungen, selbst wenn Britneys dünnes Stimmchen nicht viel hergibt, aber dank versierter Produzenten und technischer Hilfsmittel ist klassischerweise noch einiges verbessert worden.

Ab „Kill The Lights“ beginnt nun die eigentliche Abrechnungsphase mit der bösen Welt. Vom Wesen her bleiben Nummern wie „Shattered Glass“, das wohl an ihre Verflossenen gerichtet ist,  oder „If U Seek Amy“ sehr beatlastige und eingängige Dancepop-Stücke.
Auf Dauer schwinden der Auftürmung an Songs in „Circus“ allerdings Spannung, Abwechslung und Ideenreichtum und im Querschnitt verblassen die Neugier und Konzentration ebenso einfach. „My Baby“, „Mannequin“ und „Lace and Leather“ rufen direkt zum unverschämten Gähnen auf.

Britney Spears (c) Kate Turning


Köstlich und amüsant wird es allerdings bei „Mmm Papi“, einem „Must-Hear“ unter den obligatorischen unkeuschen Pop-Prinzessinen-Nummern und einziger Ausbrecher in dem sonst sehr homogenen und harmlosen Material. Es ist eben alles schon einmal da gewesen. „Circus“ reiht sich dennoch gut in die Playlist vom Vorgängeralbum „Blackout“ ein und könnte ebenso erwartungsgemäß als Vorlage für das nächste Album dienen.

Britney Spears muss jedenfalls dank ihres zirkushaften Lebens, der Schlagzeilen und ihrer Kämpfernatur keine Angst haben, jemals in Vergessenheit zu geraten. Denn neben Madonna und Elvis als Legenden im Showbiz bleibt sie wohl in den Köpfen der meisten Leute hiesiger Generationen erhalten - trotz dieser Reihe an durchwachsenen Alben.

Verfasst von Julia Fischer

Bewertung:2/5
Highlights: Mmm Papi
Lowlights: My Baby, Lace and Leather

Tracklist:

01. Womanizer
02. Circus
03. Out From Under
04. Kill The Lights
05. Shattered Glass
06. If U Seek Amy
07. Unusual You
08. Blur
09. Mmm Papi
10. Mannequin
11. Lace And Leather
12. My Baby
13. Radar (Bonus Track)

Weiteres Material:
Webseite: http://www.britneyspears.com
Reinhören: http://www.myspace.com/britneyspears


Image - Artikel bei Amazon bestellen

Image - CD bei Musicload kaufen

- Artikel bei iTunes kaufen

 

User Comments

doch doch, gutes Album... nur 'Womanizer' und 'Amy' sind in meinen Augen nicht so gelungen, der Rest kann aber durchaus überzeugen

Veröffentlicht von Dan, An 01/12/2009 bei 20:03

 1 
Page 1 of 1 ( 1 User Comments )

Diesen Artikel Kommentieren ...Britney Spears - Circus ...

Dein Kommentar:

(erfordelich)

(erfordelich)

Deine E-Mail wird auf der Seite nicht angezeigt - Einsehbar nur von Administrator

(optional)



Events & Festivals

Juli 2009
Mo Di Mi Do Fr Sa So
29301 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Umfrage

Sportis go unplugged! Welches MTV Unplugged war bisher das beste?
  

Feeds