| Avril Lavigne - The Best Damn Thing |
| 14.04.2007 | |
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Es ist schwer zu sagen, was sich mittlerweile hinter den Bühnen einer Avril Lavigne Produktion abspielt. Will noch echte Emotion verkauft werden oder schaut man doch eher auf eine gleichbleibende Masse 12-16jähriger, die sich eher am Image und den widerspenstigen Gesten als an musikalischer Weiterentwicklung der Künstlerin erfreuen? Mit „Let Go“ im Jahre 2002 nahm man Avril Lavigne ihr Skaterimage noch ab. 2004, als „Under my Skin“ erschien, wurde dieses Image nicht mehr grundsätzlich strapaziert, sondern man setzte weiterhin auf äußerst eingängige Refrains und kinderohrverträgliche verzerrte Gitarren. Klappte wunderbar – das Album wurde ebenso wie sein Vorgänger (vollkommen zurecht) ein Renner. ![]() Nun schreiben wir das Jahr 2007, Avril ist mittlerweile 22 Lenze alt und damit im Grunde ein paar Jahre älter als ihre Zielgruppe. Sie hatte sich zwischenzeitlich von ihren Skaterklamotten verabschiedet und als Girlie gegeben, um sich dann doch wieder (weiter) zum Schlabberlook zurückzuentwickeln. Die Musik ist, wie auch immer sich die Dame heute fühlt, gleichgeblieben. Halbverzerrte Gitarren, einfach gestrickte Songs und eine gegen alles mögliche protestierende Sängerin, die sich nichts gefallen lassen will. So weit so gut, das Konzept war schließlich auch zuvor aufgegangen und bot genug Ohrwürmer zum Mitsingen. Diesmal allerdings fehlen jene Hits, die „Let Go“ und „Under my skin“ so erfolgreich machten. Es wird das typische Avril-Programm runtergespielt und nach dem erstem Durchhören steht man nun da und versucht sich an einen Refrain zu erinnern. So prägen sich eher die langsamen Songs auf der LP ein – Titel wie „Innocence“ oder „When you’re gone“ sind nette Rockballaden, die gefallen und auch einige Male im Radio laufen können, bevor man sie nach 5 Durchläufen dann doch entnervt wegdreht. Und wenn Avril zu Beginn von „I don’t have to try“ auch noch mit Sprechgesang überzeugen will, dann wird es ganz dunkel um den Hörer. Die schnelleren Songs auf der Platte bieten leider nichts von alldem, was das Mädel bisher verkörpert hat. Es fehlen Melodien zum Mitsingen, es fehlt ein Stück Echtheit – und über die Texte muss sowieso kein Wort verloren werden. ![]() Es ist schade, dass ein Album einer bisher überzeugenden und sehr vielversprechenden Künstlerin veröffentlicht wird, das so wenige neue Ideen zu bieten hat und ohne richtige Hits auf einen Wiedererkennungswert setzt, der für höchstens 2 Songs gut ist. Danach geht leider die Luft aus und wenn zum dritten Mal der selbe Rythmus den Liedauftakt macht, fühlt man sich wie in einer Schulband, die gerade den Viervierteltakt entdeckt hat und deren Gitarristen ohne Ablass auf ihre Saiten starren, um sich nicht an C-Dur zu vergreifen. Hoffentlich fallen sie nicht irgendwann komplett von der Bühne. Bewertung: Laufzeit: ca. 40min Webseite: http://www.avril.de Highlights: When you’re gone, Innocence, Contagious Lowlights: The best damn thing, Hot, I don’t have to try Und bei Gefallen jetzt schon Tickets für 2 Konzerte im Juli sichern: |
och, naja. stimmt schon, wenn man ihre weiterentwicklung mal so chirurgisch betrachtet, ist wirklich nicht viel passiert. aber für ne verdammte abfahrt im backcountry mit viel powder immer mal wieder gut. muss ja auch mucke geben, die einfach mal spass macht, auch wenn sie billig ist, gelle?
guter artikel! finde es absolut lächerlich was die gute frau da abzieht, einfach nur noch peinlich... liebe grüße,
aurora



