Rettet die Huskies! Die Finnen Marko Nyberg, Miika Colliander, Ville Riipa, Anssi Sopanen und deren Sängerin Reeta-Leena Korhola firmieren seit 2002 unter dem flauschigen Namen Husky Rescue, bereiten nicht zuletzt durch die zauberhafte Stimme der Frontfrau eine feine Mischung aus Folk, Electropop und Rock mit wunderbaren Melodien zu und zaubern mit ihrer dritten Studio-LP "Ship of Light" den finnischen Nachthimmel auf den Silberling.
Nur weil es nicht brandaktuell ist, muss es ja noch lange nicht hinfällig sein. Und so trudelt unverhofft der mittlerweile vierte Silberling einer Heavy-Metal-Thrash-Combo aus dem Weserbergland bei uns ein und reißt Risse in die verängstigten Fliesen.
Final Cry sind kein unbeschriebenes Blatt. Bereits seit 1998 steht der Name für hämmerndes Perkussionsspiel, schroffe Rhythmusgitarren und aggressive bis melodische Vokalkunst. Und nicht zuletzt seien die immer wieder wunderbar abwechslungsreich eingestreuten Gitarrensolos erwähnt, die auch jeden der 8 Bretter auf dem sehr sauber produzierten „Neptune’s Relief“ in luftige Höhen schwingen.
Da sollte man sich vom Rauschen des Meeres, das den Hörer zu Beginn des gleichnamigen Openers und gleichzeitig besten Track der Platte in Sicherheit wiegen könnte, nicht täuschen lassen. Schon ein paar Sekunden später wird klar, dass hier keine Gefangenen gemacht werden. Da werden Bodenwellen per Doublebase losgetreten und mit hübschen Tempowechseln auch das ein oder andere Wechseln der Haarprachtrotation erlaubt.
Es bohren sich in „The sacred sleep“ die mehrstimmigen Refrains unweigerlich in des Hörers Mark und Bein (sollte es noch dran sein) und wenn nach „Plunging to megadeath“, einem Coversong des 80er Hallows Eve Thrashers, noch irgendwas in der Nähe nicht zerscheppert sein sollte, war die Anlage nicht laut genug aufgedreht – auch wenn das Original noch immer roher wirkt als die hier vorliegende Version.
Zwar kann man zurzeit nicht sicher sein, ob Sänger Mario Freese sich nun noch aktiv am Geschehen beteiligt oder nicht, wurde doch erst sein Ausstieg und dann die Rückkehr verkündet, doch bis zur Veröffentlichung des für Dezember 2009 angekündigten Jubiäumswerks „Zombique“ ist ja noch ein wenig Zeit. Zeit genug, um sich des Öfteren in Neptuns Tiefen zu begeben. Ein Besuch lohnt sich.
Bewertung: Highlights: Neptune’s relief, A faerie forlorn, The sacred sleep Lowlights: Weave the eclipse
Tracklist: 1. Neptune`s Relief 2. Through Halls Of Coral 3. Riddle Of The Sands 4. A Faerie Forlorn 5. On Glacial Trails 6. The Scarlet Sleep 7. Weave The Eclipse 8. Plunging To Megadeaths