| Asher Lane - Neon Love (+ Interview) |
| 13.10.2008 | |
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Und so eröffnet der Longplayer mit dem Ohrwurm „Neon Love“ und nimmt den Hörer direkt mit auf eine Reise, die uns Sänger Finn am besten selbst erklärt. ![]() Am ehesten trifft dieses Gefühl flatternder Neonbeleuchtung „Headlights“, einem Song, der wie geschaffen ist, um durch dunkel glänzende Karossen im untergehenden Sonnenlicht der Großstadt visualisiert zu werden. Schnelle Cuts und Großstadthektik draußen, wo drinnen die Welt stillzustehen scheint. Gelungen allemal. Und gerade vom nächtlichen Reise können Asher Lane vermutlich tatsächlich ein oder zwei Liedchen singen. Eure Bandmitglieder kommen ja aus Berlin und Hamburg – wie vereinbart Ihr eure gemeinsame Arbeit? Wo und wie oft probt ihr? Finn: Anfangs haben wir meistens in Hamburg geprobt, mittlerweile befindet sich unser Studio in Berlin, pendeln aber trotzdem noch relativ oft hin und her. Was übrigens gar nicht so schwer zu vereinbaren ist, wie viele denken – Für die Strecke Berlin-Hamburg braucht man ja mit dem ICE heutzutage auch nur noch knapp 1 1/2 Stunden, von daher stellt das kein großes Problem dar. Was unterscheidet Neon Love neben der Produktion zum ersten Album? Finn: Nach unserem ersten Album Beautiful Falling haben wir uns erstmal eine Auszeit genommen. Wir waren davor ja auch sehr viel auf Tour, konnten verdammt viele Eindrücke mitnehmen und dann kam hinterher einfach erstmal der Punkt, wo man sich Gedanken gemacht hat: Wie geht es weiter, was wollen wir jetzt, wie wollen wir klingen? Neon Love ist also auf jeden Fall was Neues, es ist mutiger, entschlossener als sein Vorgänger. Wir wollten damit auch ein wenig unsere Grenzen auslotsen und einen Schritt nach vorn gehen. Das erste Album war relativ erdig, jetzt klingen unsere Songs vielfältiger. Wir haben uns damit auf jeden Fall weiterentwickelt. Wo er Recht hat…doch bleiben die sich vom Rest der Platte angenehm abhebenden, langsameren Songs wie „More than a word“ oder „World in your head“ nach einiger Zeit etwas schwer verdaulich zurück und könnten eine Note weniger Pathos vertragen. Allerdings kann man diese Feststellung durchaus als Kritik auf überdurchschnittlich hohem Niveau begreifen, denn entschädigt wird man stets durch Kopfnicken auslösende, melodische Nummern wie „Head Down“. Lediglich „Stop“ als balladeskes Zwischenspiel macht seine Sache in aller Langsamkeit sehr ordentlich und bereitet den Weg zur perfekten Livenummer „Sarah decides“. Wie entstehen die Texte des Albums? Finn: Die Musik entsteht gemeinsam mit der Band, da trägt jeder seinen Teil und seine Einflüsse dazu bei. Die Texte unserer Songs sind autobiographisch, entstehen also aus persönlichen Erlebnissen und Gefühlen. Die meisten Lyrics schreibe logischerweise ich – ich muss sie ja im Endeffekt auch singen (lacht). Nein, mir ist es einfach auch sehr wichtig, dass ich einen persönlichen Bezug dazu habe – wie sollen die Menschen etwas dabei fühlen, wenn ich nichts fühle? So gesehen sind die Texte für mich also auch Momentaufnahmen vom Leben. Wenn ich mir unser erstes Album anhöre, werden meine Gefühle von damals wieder vor Augen geführt, die Bilder sind sozusagen in Musik gemeißelt. Hast du einen persönlichen Lieblingstrack? Finn: Das wechselt eigentlich ständig. Meistens ist es der Song, an dem man gerade arbeitet. Wenn man ihn dann allerdings fertig hat, hat man ihn so oft gehört, dass man ihn bald nicht mehr hören kann (lacht). Und dann kommt auch schon der nächste Track. Momentan ist Headlights mein Favourite. Mit welchen Bands seid ihr aufgewachsen und wie seid ihr zur Musik gekommen? Finn: Wir haben alle schon seit Kindesalter mit der Musik zu tun, Marco hat ganz früh mit dem Schlagzeug angefangen, Anthonys Vater ist Cellist, meine erste Bandgründung hatte ich mit 14 Jahren, als ich angefangen habe, Gitare zu spielen – so bringt jeder ganz unterschiedliche Einflüsse in die Band mit. Ich persönlich bin mit der Musik von Künstlern wie The Police und David Bowie aufgewachsen. Eine ganz große Inspiration sind auch die Rolling Stones. Was machen Asher Lane in ihrer Freizeit? Habt ihr noch andere Jobs oder Hobbies? Finn: Wir leben eigentlich alle hauptberuflich von der Musik. Ich betreibe nebenbei noch ein Onlineportal, welches Newcomer unterstützen soll. Das finde ich sehr wichtig: Künstlern, die noch in den Startlöchern stehen, zu helfen, damit sie vorankommen. Wenn wir gerade mal nicht auf Tour sind, verbringen wir unsere Zeit natürlich am liebsten privat mit Freunden – und wir spielen alle gern und viel Poker! ![]() Hoffentlich haben sie dafür demnächst noch Zeit, denn „Neon Love“ sollte mit seinem allwettertauglichen Gitarren- und Synthiepop nicht nur das Radio, sondern auch den ein oder anderen CD-Schrank erobern. Welche Ziele möchtet ihr als Band noch erreichen? Finn: Für uns gibt's eigentlich nichts Besseres, als zu touren – wir fühlen uns sehr privilegiert, weil wir das Glück haben, von der Musik leben können. Das motiviert uns natürlich zum Weitermachen. Wir wollen noch möglichst viel reisen, viel von der Welt sehen. Bei unserer ersten Single, die ja in über 90 Ländern durch den Nivea-Werbespot ein Erfolg war, sind wir schon sehr viel herumgekommen und bekommen noch heute viel Feedback aus der ganzen Welt. Diesen Weg wollen wir auf jeden Fall fortsetzen! Das Interview führte Romina Petersen. Bewertung: Highlights: Neon Love, Headlights, Where we are, Head down, Stop, Sarah decides, About Lowlights: More than a word Weiteres Material: Webseite: http://www.asher-lane.com Reinhören: http://www.myspace.com/asherlane Tracklist: 1. Neon Love 2. Come On 3. Headlights 4. Where We Are 5. More Than A Word 6. Cross The Line 7. World In Your Head 8. Head Down 9. Stop 10. Sarah Decides 11. Broken 12. About To Break 13. Forget |




