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Erst durch die Singleauskopplung „Just hold me“ und dem dazugehörigen, eher durchwachsenen Album „Apparently unaffected“ wurde Maria Mena 2006 hierzulande so richtig bekannt. Dabei macht die norwegische Sängerin bereits seit 2002 professionell Musik und mit ihrem neuesten Streich „Cause and Effect“ diesmal auch alles richtig. Mitreißende Melodien und viel Abwechslung – eine kleine Pop-Perle für den Herbst.
Erst 22 Jahre jung ist die aus Oslo stammende Maria Mena und hat zusammen mit „Cause and effect“ bereits 5 Alben auf dem Kerbholz. Und während die vorherigen LPs inhaltlich im Grunde loses Blattwerk aus nicht allzu ferner Vergangenheit waren, hat die Künstlerin bei der aktuellen Scheibe das Konzept „Mein Leben“ aufarbeiten wollen.
„Zum ersten Mal hatte ich vor Start der Arbeiten an einem Album ein übergeordnetes Thema. Ich hatte mir vorgenommen, für mich selbst ein paar Richtlinien festzulegen, einen Rahmen, in dem ich mich bewege. Meine anderen Alben handelten immer von den Dingen, die im Jahr zuvor passiert waren, diesmal wollte ich meine gesamte Lebensgeschichte aufarbeiten“,
 Dass es hier viel um Liebe und Schmerz geht, bleibt nicht aus, auffällig allerdings ist die Ehrlichkeit, mit der Mena an die Sache heran geht. Man kauft es ihr ab, wenn sie wie in „All this time“ aus einer beobachtenden Sicht über ihre Kindheit als kleines Mädchen singt: „Think of all the mean girls, which pulled your hair – are barefoot now or pregnant there. And you write pop songs and travel ‚round the world.“
Da fühlt man sich doch direkt erinnert an die Zeit, als die Eltern einem einreden wollten, dass man später auf die vermeintlich überlegenen Kinder von nebenan zurückschauen und viel weiter als sie sein werde. Und was „Cause and Effect“ neben authentischen Texten noch bietet, sind wunderbare Melodien und abwechslungsreiche Popsongs, die auch mal kraftvolle Nummern wie „Power Trip Ballad“ oder „Cause and Effect“ direkt in melancholische und langsamere Titel wie „Belly Up“ oder „I’m on your side“ münden lassen.
 Mena und ihre Band sind sich dabei um kein Arrangement zu schade. Es werden Gitarren, Pianos und im Walzertakt auch mal Streicher und Trompeten aufgeboten („Eyesore“ und das fast schon progressiv poppige „Self-fulfilling prophecy“). Und fast am Schluss erklingt dann sogar ein interessantes Country-Cover von Kiss’ „I was made for loving you“. Über die Stimme dieses Mädels muss an dieser Stelle nicht geschrieben werden, hebt sie sich doch mit ihrer zarten Rauchigkeit sofort vom Radio-Einheitsbrei ab.
Man hätte es ihr nach dem höchstens durchschnittlichen „Apparently unaffected“ gar nicht zugetraut, aber mit „Cause and Effect“ hat sich Maria Mena einen Platz in der Bestenliste der diesjährigen Popmusik-Alben gesichert.
Bewertung: Highlights: Belly Up, Power Trip Ballad, Self-fulfilling prophecy, All this time (pick-me-up), Eyesore, Where were you Lowlights: -
VÖ 3.10.
Weiteres Material: Webseite: http://www.mariamena.de/ Reinhören: http://www.myspace.com/mariamena
Tracklist: 1. Power trip ballad 2. Belly up 3. All this time (Pick-me-up song) 4. Cause and effect 5. I'm on your side 6. Eyesore 7. Where were you 8. I'm in love 9. Self-fulfilling prophecy 10. I was made for lovin' you 11. Dear...
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