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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Die Fantastischen Vier - Fornika
Artikelbewertung: / 11
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07.04.2007
Die Fantastischen Vier - Fornika
Sie sind eine Institution im deutschen Musikbusiness. Seit sie Anfang der 90er Jahre mit ihrem Hit „Die Da“ den Durchbruch geschafft haben, überraschen sie bestehende und werdende Fans mit stets neuen musikalischen Einfällen - sei es als „Fanta 4“ oder mit den Soloprojekten von Thomas D, Smudo und Michi Beck. „Fornika“ heißt nun das neue Album der Jungs aus Stuttgart, das bereits mit der Single „Ernten was wir säen“ seine Schatten vorausgeworfen hat. Schluss mit den Fakten, lassen wir uns gehen und werfen ein Ohr auf das Album!

 

Sanft spielt sich „Fornika“ in die Gehörgänge des Zuhörers. Es ist nicht der typische „Wir sind hier und lassen es krachen“-Sound, der als Eröffnungstitel keine Zweifel übrig lassen möchte, dass das Album rocken wird. Nein, „Mehr nehmen“ klingt nachdenklich und bewegt sich musikalisch und textlich so, als ob es die Uhr ist, die für jeden von uns tickt und uns sagen möchte, dass wir doch bitte mal aus den Puschen kommen sollen. Toller Titel, eigener Sound, erinnert an nichts – und das ist ein gutes Zeichen.

6 Alben als Band, zig Soloprojekte, über 6 Millionen verkaufte Platten und etwa 650 Konzerte. Die Fantastischen Vier haben sich nie geschont und seit jeher musikalisch weiterentwickelt. Es ist geradezu gespenstisch wie viel Kreativität und Schaffensdrang in diesen Jungs steckt. Das neue Album macht da keine Ausnahme. Frische Beats mischen sich mit funkigen Elementen, Hintergrundchöre werden dezent eingesetzt, Ernsthaftigkeit wechselt sich ab mit Ironie.

(c) Sony BMG


So verarbeiten die Fanta 4 zum Beispiel den Namen Nikki im wirklich witzigen „Nikki war nie weg“ – mit herzlichen Grüßen an Niki Lauda und Nikki Hilton. Und wer Herbert Grönemeyer findet (ja, wirklich, er hat einen Gastauftritt!), bekommt einen Lutscher! Auch Thomas D bekommt wieder seinen Soloauftritt und überzeugt mit „Flüchtig“ in gewohnt nachdenklicher Art, die lyrisch und musikalisch keine Fragen offen lässt.

Das neue Album ist nicht nur im Studio entstanden. So zogen sich die Stuttgarter wieder einmal aus der Zivilisation zurück und arbeiteten sich in einer Berghütte die Ohren wund. Da wurden, so Andy Ypsilon, von morgens bis abends am Laptop Beats auf Tauglichkeit getestet. Es ist den Fantastischen Vier anzumerken: Nach all den Jahren machen sie ihre Musik mit einer Leichtigkeit, die man nur dann hat, wenn man genau weiß, wie der Hase läuft. Und obwohl die Gefahr der Routine und Langeweile besteht, schaffen sie es jedesmal zu überraschen und am Ende zu überzeugen.

Die Fantastischen Vier (c) dpa/APA


Und so trommelt „Was bleibt“ als letzter Track des Albums aus den Boxen hinaus in die Welt und lässt hoffen auf Dinge, die da noch kommen werden. Hoffentlich ist noch viel von den Fantastischen Vier dabei.

Bleibt am Ende nur noch die Frage: Welche der beiden Hilton-Schwestern sieht besser aus? Paris oder Nikki? Schreibt uns einen Kommentar!

Bewertung: 4,5/5
Webseite: http://www.diefantastischenvier.de
Highlights: Mehr nehmen, Einfach sein, Fornika, Flüchtig, Was bleibt, Ichisichisichisich
Lowlights: Mission Ypsilon (instrumental)


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Und weil es so schön ist, gibts hier gleich noch die Tourdaten:

  • 13.11.2007 Kempten, Big Box
  • 14.11.2007 CH-Zürich, Hallen Stadion
  • 15.11.2007 Mannheim, SAP Arena
  • 17.11.2007 Nürnberg, Arena
  • 18.11.2007 München, Olympiahalle
  • 19.11.2007 Freiburg i.Br., Rothaus Arena
  • 21.11.2007 Frankfurt a.M., Festhalle
  • 22.11.2007 Trier, Arena
  • 24.11.2007 Leipzig, Messehalle
  • 25.11.2007 Köln, Kölnarena
  • 27.11.2007 Hannover, AWD Hall
  • 28.11.2007 Bremen, Dome
  • 29.11.2007 Berlin, Hangar
  • 01.12.2007 Oberhausen, Köpi Arena
  • 02.12.2007 Bielefeld, Seidensticker Halle
  • 03.12.2007 Hamburg, Color Line Arena
  • 05.12.2007 Passau, Streif Arena
  • 07.12.2007 Stuttgart, Schleyerhalle

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User Comments

Also dieses Review versucht ja wirklich dieses Album mit der nötigen Objektivität zu behandeln, aber mein grosses Problem ist dass ich diese einfach, obwohl sonst sehr tolerant und musikalisch vielseitig interessiert, einfach nicht haben kann.
Als Fanta 4 Fan der ersten Stunde( seit “Jetzt gehts ab”), der selber mitgereift ist, kann ich leider absolut nichts an der neuen Platte finden. Bis auf “Du mich auch” , “Was bleibt”, und mit leichten Abstrichen wegen der (durchweg bei fast allen Tracks laschen) Beatproduktion auch “Nikki war nie weg” fehlt dieser Platte einfach das gewisse Etwas das alle vorherigen Alben aufwiesen. Wenn der neue Weg der Fantas darin besteht jetzt vermehrt auch NDW-, Schlager- und Pop-Fans anzusprechen ('denn wir sind ja gereift'—brrrrrr) dann ist ihnen das vielleicht gelungen, aber ich bin mir sicher dass sie eine Menge tr(oy)er Fans verlieren oder zumindest enttäuscht haben, und ich kann nur hoffen dass ihnen die nächste Platte (falls es noch eine geben wird…….) auf einem qualitativ höherer Level gelingt. Dazu dass ich einige Lieder auch nach mehreren Versuchen nur wiederwillig bis zum Ende hören kann gibt es mehrere Gründe: Zum einen die mangelnde Qualität der Texte ( …wir müssen was beweisen,da unten auf den Gleisen…(reim dich oder ich fress dich!)) als auch die überaus uninspirierte Beatproduktion ( Tiefpunkt bezeichnenderweise “Mission Ypsilon”) sind bei dieser Platte unterdurchschnittlich und dem sonst sehr hohen Niveau der Fantas leider nicht angemessen.

Von mir eine 6/10

Veröffentlicht von mattes, An 04/18/2007 bei 21:11

Hm, ich überspringe die Frage zum Aussehen der beiden Hilton-Schwestern einfach mal (da fällt mir spontan leider nichts richtig Nettes ein) ... Aber zum Ausgleich kann ich dem Autor des Reviews bedenkenlos ein Kompliment machen :) Deine Beschreibung des neuen Fanta-Vier-Albums empfinde ich als stimmig und richtig, und nach dem ersten 'richtigen' Anhören hab ich mal wieder richtig Lust auf ein Konzert mit den Schwaben in voller Lautstärke. Die vier haben echt ihre eigene Mitte gefunden, feiern sich selbst durchaus gutlaunig, rundum sympathisch und mit angemessen dicker Hose, und reißen den Hörer dabei mit auf ihrem Weg nach vorne. Das soll jedoch nicht heißen, dass sie die Absicht haben, mit ihrem Style so eine Art Vorgabe fürs 'richtige' Leben zu liefern. Sie wollen meiner Meinung nach eher demonstrieren, was ihr eigenes, persönliches Ding ist und dabei gleichzeitig andere 'inspirieren', das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, um auch ihr eigenes Ding zu finden (bitte nicht falsch verstehn) und das auch durchzuziehen, was immer es sein mag. Während sie das ewige Rumgenöle vieler Zeitgenossen karikieren ('warum hab ich nicht abc?','was fehlt mir denn für xyz?') wird deutlich, dass eine der Messages des neuen Albums ist: Erwarte keine vorgefertigten Antworten von anderen und versuche bloß nicht, zum Klon eines anderen zu werden, den du bewunderst.
Der einzige Punkt, der sich im Review von meiner persönlichen Ansicht ein wenig unterscheidet, ist die Bedeutung des ersten Songs 'Mehr nehmen'. Ich denke der Fokus liegt nicht unbedingt darauf, den Hörer raus aus dem Sessel und rein in die Puschen zu kriegen, sondern soll vielleicht eher ein bisschen als Warnung dienen. Hier wird eine Mentalität kritisiert, die es so oft in der 'Gesellschaft' oder im täglichen Leben gibt: Gib Gas, nimm alles, halte bloß durch, los hab noch mehr Spaß, kenne alle Trends, sei nonstop dabei, strebe immer mehr an, such die volle Dosis (sei es im Drogen-, Arbeits-,sonstwie-Bereich) und lebe den schnellen Rausch. Mein Gedanke beim Refrain war immer 'Man kann mehr nehmen - man kann (sollte) es aber auch mal sein lassen.' Insofern eigentlich auch kein Widerspruch zum Rest des Albums, weil auch das ja eigentlich sagt: Bleib mal locker und hechel nicht allem hinterher. Vielleicht hab ich das aber auch nur falsch verstanden? Jedenfalls geh ich jetzt erstmal ne Runde auf die Couch :)

Veröffentlicht von ela, An 04/09/2007 bei 15:49

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