Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
HomeReviews Signum Regis - Signum Regis (VÖ 29.8.)
Signum Regis - Signum Regis (VÖ 29.8.)
16.08.2008
Als Ronnie König merkte, dass die Songs, die er schrieb, nicht ins Konzept seiner bisherigen Band Vindex passten, gründete er 2007 mal eben Signum Regis, scharte 4 weitere Musiker und einen nicht unbekannten Sänger um sich und nahm das nach dem Bandnamen betitelte Album auf. Melodischer, klassisch angehauchter Heavy Metal, der einfach mal raus musste.
Neben den 4 erwähnten Instrumentalisten steht bei Signum Regis am Mikro kein Geringerer als Göran Edman, der auch schon für Yngwie Malmsteen seine Stimmbänder beanspruchte und damit die Gehöre der Metalfans auf sich ziehen konnte. Die Band hatte 2007 noch keinen Sänger und schickte dem Schweden 3 Demosongs. Dieser war sofort überzeugt vom Sound und sagte ebenso schnell zu. Auch die Suche nach einem Label gestaltete sich nicht schwierig. Und so fand man einen Vertrieb in Japan, wo das Album bereits erschienen ist, in den USA und schließlich in Europa.
Die 11 Songs, die Signum Regis auf ihrem Debüt abliefern, sind absolut geradliniger, melodischer Heavy Metal mit vielen klassischen und einigen wenigen progressiven Elementen. Als Einflüsse gibt die Band selbst Helloween, Malmsteen und auch Rainbow an. Gelungene Mischungen zwischen schiebendem Metal und klassischen Einflüssen sind besonders in Songs wie „Neverland“ oder „Fields of stars“ zu hören, wenn zwischen den eingängigen Refrains nach gut der Hälfte ordentlich Fingerübungen abgebrannt werden. Man fühlt sich sofort an die als Kind gehassten Lektionen in instrumentaler Feinmotorik zurück erinnert. Definitiv zwei der besten Titel auf „Signum Regis“.
Die Arrangements der Songs lassen neben all den schraddelnden E-Gitarren stets Platz für einige musikalische Spielereien. Wo sich eben noch ein Piano in den Vordergrund gedrängt hat, kann sich schon im nächsten Moment eine akustische Gitarre oder ein Spinett verewigen – Grenzen sind kaum gesetzt. Die Produktion ist sauber und die Titel gehen durchaus ins Ohr – auch wenn den Hörer öfter einmal das Gefühl beschleicht den gerade gehörten Song schon einmal vernommen zu haben.
Und genau das ist dann auch das größte Manko an der nichtsdestotrotz guten Scheibe. An der Differenziertheit der 11 Tracks hätte man durchaus noch arbeiten können. Denn hat ein Song keinen eingängigen Refrain, wirkt er auf „Signum Regis“ stets austauschbar. Lediglich Titel wie „The rain“ oder das balladeske „Passionate Love“ heben sich stilistisch ab und gerade gegen Ende verlieren sich Songs wie „Mountain daze“ oder „Follow the light“ doch ein wenig zu oft in den Partituren.
Aber noch einmal: Fans gepflegten Heavy Metals mit ordentlich klassischem Einschlag sollten zugreifen, alle anderen zumindest einmal reinhören – es könnte sich lohnen.
Bewertung: Highlights: Fields of stars, Neverland, The rain Lowlights: Mountain daze
Tracklist: 1. Fields of stars 2. All over the world 3. Neverland 4. For ever and a day 5. Bright days of glory 6. The rain 7. Passionate love 8. Mountain haze 9. Follow the light 10. The ten thousand 11. Sirens roar