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Titel, Artwork, die ersten Akkorde – alles ganz echt Motörhead. Nicht mehr und nicht weniger. Lemmy Kilmister, Phillip Campbell und Mikkey Dee sind mit ihrem 24. Album unterwegs und spielen noch immer den blueslastigen Rock’n’Roll, der schon sehr viele Mütter verschreckt hat. Wer „Kiss of death“ mochte, wird auch „Motörizer“ mögen. Wer sich lediglich mit „March ör die“ oder „Bastards“ angefreundet hat, wird etwas angeschlagen vom Durchhören zurückkehren.
In „Motörizer“ viel hinein zu interpretieren scheint übertrieben. Wir haben es hier mit über 30 Jahren Erfahrung schnellen, harten und dreckigen Rock’n’Rolls zu tun. Da gibt es nicht viel zu philosophieren und das gab es bei Motörhead ja noch nie - „When the eagle screams you die“. Punkt. Campbell spielt auf seinen 6 Saiten so souverän wie immer und hat diesmal sogar mehr Zeit für Solos. Dee drischt wie gewohnt mit ordentlichem Drive auf seine Felle und lässt keinen Zweifel übrig, dass er noch immer zu den besten Schlagzeugern des Heavy Metal gehört
 Wer Motörhead nicht nur von Platte, sondern auch von diversen Liveauftritten kennt, wird erstaunt sein, wie klar Kilmister teilweise am Mikro klingt. Besonders im mit 2 Minuten Lautzeit auf den Punkt gebrachten „Rock out“ hört man die fleischgewordene Verkörperung von Motörhead erstaunlich deutlich seinen Text gurgeln. Aber keine Sorge – Lemmy klingt immer noch so, als ob er Rasierklingen mit Milch zum Frühstück isst.
In „English rose“ allerdings tritt Lemmy zunächst a capella auf, um dann im eingängigen Refrain seine melodische Seite auszupacken. Aber nicht ohne Campbell wieder sein Solo zu gönnen. Klasse Nummer und ebenso hymnisch wie die Mitgröhlnummer „Heroes“! Und auch der humoristische Lemmy bleibt diesmal wieder nicht auf der Strecke. Um ironische Kommentare und Texte war der Herr ja noch nie verlegen.
 Auch wenn Motörhead auf dem erneut von Cameron Webb produzierten „Motörizer“ mal wieder ihrem altbewährten Konzept folgen, so weiß ja doch jeder, was auf ihn zukommt, sobald die Scheibe im Abspielgerät rotiert. Der Sound von Motörhead ist seit jeher eben das, was er auch heute noch ist – einfach gut und unheimlich schiebend. Mit solch einem Erfolgsrezept ist die Band ja nicht allein. Also dann mal kein „bitching around“, sondern Mähne schütteln bis zum Abwinken und Texte lernen. Denn wer bei Motörhead nicht mitsingt, der ist als „das Publikum“ bei Kilmister mal schnell unten durch.
Und damit gehören die letzten Worte auch dem Meister selbst: „This is yet another great album from me and the chaps. I think you should get 3 copies each. Buy it and avoid embarrassment later.”
Hier geht’s zum “Motörizer” Widget: http://www.spv.de/motoerhead/widget/
Bewertung: Highlights: English rose, Rock out , When the eagle screams, Heroes Lowlights: One short life, Back on the chain
VÖ 29.8.
Weiteres Material: Webseite: http://www.imotorhead.com Reinhören: http://www.myspace.com/motorhead
Tracklist: 1. Runaround Man 2. (Teach You How To) Sing The Blues 3. When The Eagle Screams 4. Rock Out 5. One short life 6. Buried Alive 7. English Rose 8. Back On The Chain 9. Heroes 10. Time Is Right 11. 1000 Names of god
Tourdaten mit Saxon und Danko Jones: 28.11. Düsseldorf - Philipshalle 30.11. Bremen - Pier 2 02.12. Offenbach - Stadthalle 03.12. Bamberg - Jako Arena 05.12. Dresden - Messehalle 06.12. Stuttgart - Schleyerhalle 07.12. Munich - Zenith
Releaseparties: 28.08. Berlin - Halford 29.08. Augsburg - Rockfabrik 29.08. Saarbrücken - KuFa 29.08. Hamburg - Ballroom 29.08. Erfurt - Engelsburg 29.08. Hannover - Labor 29.08. Bremen - Aladin 29.08. Lautern - Havanna 29.08. Lichtenau - Schützenhaus 30.08. Göttingen - Exil 30.08. Lingen - Alter Schlachthof 30.08. Bochum - Matrix 30.08. Leipzig - Moritzbastei 30.08. Darmstadt - Steinbruchtheater 30.08. Nürnberg - Rockfabrik 30.08. Cuxhaven - Rockcafe 30.08. Ludwisgburg - Rockfabrik 31.08. Koblenz - Druckkammer 05.09. Leverkusen - Shadow 12.09. Viersen - Trafostation
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