Das, was man heute unter Progressive Metal oder Progressive Rock versteht, ist eine zu Unrecht unterschätzte Musikspezies, die entweder gehasst (respektive nicht verstanden) oder schlicht und einfach vergöttert wird. Die schwedische Prog Metal Band Opeth um Mastermind Mikael Åkerfeldt ist mit ihrer Mischung aus brachialem Gebolze, balladesken Einlagen und Anflügen von Jazz und Folk nach 8 Alben eine feste Institution in diesem Bereich. Hätte Musik die Welt erschaffen, hätten Opeth den Himmel in all seinen Facetten geformt.Weiterlesen
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Within Temptation - The Heart of Everything
04.04.2007
Die holländische Symphonic-Metal Band “Within Temptation” ist im Musikbusiness längst keine Unbekannte mehr. Mit ihrer massentauglichen Mischung aus harten Gitarrenklängen, nicht zu schnellen Rhythmen und der souverän singenden und dazu auch noch gut aussehenden Sängerin Sharon Janny den Adel kommen sie nicht nur hierzulande gut an. Nun steht das nächste große Album „The Heart of Everything“ der 6 musizierenden Metaller in den Regalen und möchte an den Erfolg der Vorgängeralben anknüpfen.
2002 gelang Within Temptation der internationale Durchbruch. Die Singleauskopplung „Ice Queen“ wurde zum gefeierten Song in mehreren europäischen Ländern und das dazugehörige Album „Mother Earth“ verkaufte sich über 350.000 Mal in Europa. 2004 erschien der Nachfolger „The Silent Force“ und wieder konnte die Band mit der Auskopplung „Stand my Ground“ einen länderübergreifenden Erfolg verbuchen. Von ihren eigentlichen Gothic-Metal Wurzeln haben sich die sechs Holländer mittlerweile größtenteils verabschiedet und geizen sowohl auf ihren letzten beiden Alben als auch auf dem neuen „The Heart of Everything“ nicht mit orchestralen Klängen und kräftigen Chorgesängen.
Und so beginnt das Album wie erwartet furios. „The Howling“, der Eröffnungssong von „The Heart of Everything“, ist einigen Lesern eventuell bekannt aus dem offiziellen Trailer zum Computerspiel „The Chronicles of Spellborn“. Hier bietet die Band zu Beginn alles, was sie dem Hörer bieten können. Krachende Gitarren treffen auf eingängige Melodien, die unterlegt werden von geradezu epischen Keyboardbegleitungen und mächtigen Chören. Und alles beherrschend stets die Stimme der 32jährigen Sharon Janny den Adel.
Ein Problem allerdings haben Alben, die dem Symphonic- oder Epic-Metal Genre angehören. Wenn der Zuhörer die ersten 7-8 Lieder überstanden hat und er sich der Reihe nach Lieder in die Ohren pusten lässt, die vergleichbar sind mit der Tragweite und Komplexität einer Herr der Ringe Trilogie, so fühlt er sich schnell überfordert. Zwar ist „The Heart of Everything“ kein Meisterwerk des Genres, doch übersteht das Album die Gratwanderung zwischen Überdimensionierung und Langeweile recht gut. Und so wird man immer wieder mit abwechslungsreicheren Titeln überrascht, wenn dem Album nach ein oder zwei seichteren Rocknummern die Luft auszugehen scheint.
Alles in allem ist „The Heart of Everything“ eine gelungene Mischung aus nicht zu schneller Hard Rock Musik und einem Einblick in die kraftvollen Welten epischen Metals. Und mehr will es auch nicht beweisen. Die Melodien gefallen, die Produktion ist einwandfrei und wenn der Hörer am Ende der Reise vom schönen „Forgiven“ in den Schlaf gesungen wird, sind alle Zweifel vergessen und man stellt das Album zurück in den Schrank mit dem Wissen, dass man sich hat gut unterhalten lassen.
Bewertung: Webseite: http://www.within-temptation.com Highlights: The Howling, Our Solemn Hour, The truth beneath the rose Lowlights: Final Destination, All I need