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Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.
Mit ihrer „Sun Giant“ EP, die der geneigte Leser auf der myspace-Seite der Band hören kann, hatten die Fleet Foxes bereits das Redakteursherz erobert. Instant-Klassiker wie das zauberhafte „Mykonos“ oder „English house“ ließen und lassen alle Gedanken sofort abschweifen in weite Ferne und rufen Sehnsüchte ab, die irgendeine Schnittmenge zwischen Abenteuerlust und ungezwungener Kindheit bilden.
Das nach dem Bandnamen betitelte Album „Fleet Foxes“, die logische Weiterführung der EP in Langspielformat, ist kein Deut schlechter. 11 neue Songs voller wunderschöner Melodien und Chor-Arrangements, stets passender Instrumentalisierung und leicht nachhallender Abmischung, welche das Hymnische in den Titeln noch unterstreicht.
 Da sind Songs wie das sehnsuchtsvolle „Tiger mountain peasant song“, das lediglich mit zwei akustischen Gitarren, welche die Stimme Robin Pecknolds aufs Feinste freistellen, auskommt. Da ist das flotte „He doesn’t know why“, das mit E-Gitarren, Drums, Bass und Piano das erweiterte Spektrum des Fleet Foxes Universums abruft und sich zwischen den melancholischen Titeln in ungewohnt luftige Höhen schwingt, um dann wieder abgelöst zu werden vom Bilder malenden „Blue Ridge Mountains“, bei dem man nur die ersten Akkorde hören muss, um zu verstehen, wie viel Seele in den Songs steckt.
Der Song beginnt und tröpfelt zunächst einige Sekunden lang mit engelartigen Chören aus den Boxen. Danach singt Pecknold über 2 wandernde Akkorde von einem verpassten Anschlussflug zu den Blue Ridge Mountains und sobald das Wort auf eben jene Lokalität fällt, wechselt die Harmonie und malt weitläufige Landschaftsbilder. Selbes Spiel, dann die Auflösung zu „i love you, i love, oh brother of mine“.
 Randnotiz: Allein ein Blick auf das Bandfoto lässt erahnen, wie sehr sich die Fleet Foxes mit ihren amerikanisch-folkloristischen Wurzeln identifizieren. Da sind Haare und Bärte eben auch mal länger als eigentlich nötig.
Und so froh Robin Pecknold und der Rest der Fleet Foxes auch sind ihre Musik jeden Abend spielen zu dürfen, so klagt der Chef-Songswriter doch über die ihm nun fehlende Zeit, um neue Songs zu schreiben. Da bleibt nur zu hoffen, dass sie nach ihrem Einstand die nötige Ruhe für einen würdigen Nachfolger finden werden. Und so lange rotiert eben das Debüt im CD-Spieler.
Unbedingt auf myspace anhören!
Thomas Henz
Bewertung: Highlights: Blue ridge mountains, Tiger mountain peasant song, He doesn’t know why, White winter hymnal, Ragged wood, Heard them stirring Lowlights: -
Weiteres Material: Offizielle Webseite: http://www.fleetfoxes.com Myspace: http://www.myspace.com/fleetfoxes
Tracklist: 1. Sun It Rises 2. White Winter Hymnal 3. Ragged Wood 4. Tiger Mountain Peasant Song 5. Quiet Houses 6. He Doesn't Know Why 7. Heard Them Stirring 8. Your Protector 9. Meadowlarks 10. Blue Ridge Mountains 11. Oliver James
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