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Mit Ihrem Debut „The Difference Between Us” aus dem Jahre 2006 hatten es Scab aus München bereits geschafft die Lauscher des Publikums auf ihren frischen, dem Punk angelehnten Gitarrensound auszurichten. „Our time“ will hier anknüpfen, allerdings auch beweisen, dass die Band über ein oder zwei Alben hinaus funktionieren kann. Vor allem an den Hooks haben die Jungs geschraubt – ist das schwere zweite Album geglückt?
Zeit hatten sie ja genug, als sie ihre typische Umgebung für Gigs einmal verlassen durften und Anfang des Jahres nach Australien flogen, um dort 3 Wochen lang in muffigen Kneipen zu spielen. Mit Erfolg. Nicht nur wurden sie dort mit offenen Armen empfangen, sondern auch die Band fand für sich heraus, dass das Kollektiv Scab auch auf engstem Raum funktioniert und sogar dort noch kreativ zusammenarbeiten kann.
Dass die Band auf „Our time“ an den Details gearbeitet hat, lässt sich nicht überhören. Die Hooks sind größtenteils – wie man so schön sagt - „catchy“, die Verse knackig auf den Punkt gebracht. Songs wie „On so straight“ oder „Where the freaks are at“ kommen locker aufgespielt daher und sollten live ebenso gut ankommen wie vom Band. „Sleeper“ wirkt neben „My Song for you“ musikalisch am abwechslungsreichsten und auch vor mehrstimmigem Gesang schreckt man ganz nach Art der Vorbilder Billy Talent oder Millencolin nicht zurück.
 Vielleicht verlassen sich Scab allerdings doch eine Spur zu weit auf die neu entdeckten Songstrukturen. Denn die Nummern haben durchaus einen repetitiven Charakter, sodass den Hörer während der 12 Songs hin und wieder das Gefühl beschleichen wird hier mit einer Kopie vom Song davor beschallt zu werden. So, als ob der Refrain zuvor vielleicht doch auch woanders hätte eingesetzt werden sollen.
Lustiges Spielchen im Redaktionspool: Die ersten 5 Sekunden jedes Songs einer Platte hintereinander anspielen und zuhören, was in diesem Falle bei „On so straight“, „Where the freaks are at“, „Your day“, „On our way“, „The best“ und „Trips“ so passiert.
Doch diese Haarspaltereien sind letztendlich rein subjektiv und sollen nicht davon abhalten sich Scab einmal genauer anzuhören, denn Songs zum Abrocken sind allemal vorhanden, die Refrains weitgehend eingängig, die Produktion sauber und warum sollte denn nicht auch noch Platz nach oben vorhanden sein? Einfach werden Scab es allerdings nicht haben.
Und zum Pre-Listening geht’s hier: http://www.netinfect.de/media/scab,452,show.html
Bewertung: Highlights: Where the freaks are at, On so straight, Sleeper, My song for you Lowlights: No regrets, Your day
Weiteres Material: Webseite: http://www.scabmusic.com Reinhören: http://www.myspace.com/scabpunk
Tracklist: 1. On So Straight 2. Where The Freaks Are At 3. Win It All 4. Your Day 5. No Regrets 6. Our Time 7. Tick Tick Tock 8. My Song For You 9. On Our Way 10. The Best 11. Sleeper 12. Trips 13. Unser Tag (Bonus-Track Der Auf 1000 StÜCk Limiterten Erstauflage)
Tourdaten: 26.07.2008 - FRA-Steenvoorde - Street Art Festival 29.07.2008 - ITA-Mirapuri - Spirit of Woodstock Festival 30.07.2008 - ITA-Mirapuri - Spirit of Woodstock Festival 04.09.2008 - GER-Regensburg - Gloria 05.09.2008 - GER-Straubing - Cairo 06.09.2008 - GER-Passau - Tabakfabrik 11.09.2008 - GER-Berlin - Dunckerclub 12.09.2008 - GER-Zwickau - BPM 17.09.2008 - AUT-Wien - B 72 18.09.2008 - AUT-Graz - Arcadium TBC 23.09.2008 - FRA-Lyon - Lyonshall 24.09.2008 - FRA-Nancy - Le Club 25.09.2008 - FRA-Paris - Hotel 26.09.2008 - FRA-Thiant - Indoor Festival 27.09.2008 - FRA-Le Havre - Le Mc Daid 02.10.2008 - GER-Freising - Lindenkeller CD-Release-Party 03.10.2008 - GER-Aachen - Musikbunker 04.10.2008 - GER-Köln - Fabrik 17.10.2008 - GER-Landshut - Poschinger Villa
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