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Eigentlich lief es ganz gut für P:lot, die nach der Veröffentlichung ihres Erstlingswerks „Debut“ nicht nur sehr gute Kritiken einheimsen konnten, sondern auch mit bekannten Namen wie Silbermond, Mia oder den Sternen auf Tour waren und so ein großes Publikum erreichten. Eigentlich alles prima also. Doch entschied die Band, sich von ihrer Plattenfirma und dem Produzenten Uwe Sabirowsky, der schon für Grönemeyer und die Beatsteaks arbeitete, zu trennen und das nächste Album alleine in Angriff zu nehmen…
Und so verkauften die Ruhrpottler Alexander R. Freund, Andreas Kaufmann und Ben Argandona alles, was man nicht zwingend benötigte, mietete kleinere Wohnungen, lebte die meiste Zeit im Proberaum und arbeitete an der neuen LP, einer kraftvollen Pop-Scheibe, die sauber produzierte 12 Songs mitbringt und mit fast allen davon klar überzeugen sollte.
Langweilig wird’s zumindest nie, denn neben den epischen Gitarrenpopnummern wie „Zeit zu leben“ oder „Nur einen Weg“ hat man ebenfalls vollstes Vertrauen in groovige Tracks wie „So oder so“ oder flauschige Balladen wie „Diese Brücken“, welche der Platte die musikalische Schwere zu nehmen wissen und ein oder zwei Heliumballons an die Songs hängen. Auch mutige Fill-Ins wie „Interlude“ machen die Scheibe nur interessanter.
Dass „Mein Name ist“ des Öfteren mal an Selig erinnert, stört nicht weiter, hat man die Musik doch damals schon gern gehört. Und auch dass trotz der Beteuerung mit der neuen Platte keine Strategie zu fahren hier dennoch die Gefälligkeit der Songs, die durchdacht, aber der Breitenwirkung zu Liebe nie zu bedeutungsschwanger sind, durchaus berechnend daher kommt, macht ebenfalls nichts. Denn irgendwie muss sich das alles ja lohnen und außerdem: Was ist denn gegen eine ordentliche Ladung guter Songs schon zu sagen?
Und so geht das Gesamtkonzept am Ende hoffentlich auch auf, das nicht nur musikalisch in eine gerade etwas verlassene Nische schlägt, sondern auch medial einiges zu bieten hat. Geneigte Hörer mögen sich auf youtube die Videos des Nutzers „pilotmusik“ ansehen und –hören oder die sehr hübsche Webseite der Band besuchen. Fans der Band sollte man dann auch bald an den weißen Sonnenbrillen erkennen.
Tourtermine für September sowie einen Link zu Tickets findet ihr weiter unten.
Bewertung: Highlights: Nur einen Weg, So oder so Lowlights: Steine & Gold
VÖ 8.8. (verschoben)
Weiteres Material: Webseite: http://www.p-lot.de Reinhören: http://www.myspace.com/meinnameist
Tracklist: 1. Nur einen Weg 2. Zeit zu leben 3. Ihr Versuchungen 4. Mein Name ist 5. Bei all den Gewinnern 6. Pacman 7. So oder so 8. Interlude 9. Besser als das Glück 10. Steine & Gold 11. Die Gelegenheit 12. Diese Brücken
Tourtermine: 19.09. Berlin, Magnet 20.09. Köln, Blue Shell 24.09. Nürnberg, Hirsch 25.09. Braunschweig, Merz 26.09. Bremen, Kulturzentrum Lagerhaus 27.09. Hamburg, Headcrash
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