Ein geborener Neuseeländer, der bereits während seiner Schulzeit mit seiner Band durch verranzte Pubs zog, später dann 93jährige Damen und Herren mit Coverversionen schlechter Songs beglückte, bevor er mit verschiedenen Bands seiner Cousins tourte und Sologigs spielte, bei denen niemand jemals zuhörte, lebt heute und macht Musik in Berlin und hat auf seinem Debüt Vieles zu erzählen…
Dieser erbärmliche Versuch die Biographie von Mathew James White in ein paar Zeilen zu quetschen wird der kompletten Geschichte, die auf der Homepage des Künstlers zu finden ist, in keiner Weise gerecht und soll an dieser Stelle dazu anregen, sich die Story des reisenden Musikers, der wegen und gerade für die Musik quer durch die Welt gereist ist, einmal genauer durchzulesen.
Heute lebt und agiert White in Berlin, ist ständig auf Tour und präsentiert die nun hauptsächlich akustischen Songs seines zweiten Albums „Acoustic Guitars & Ooh la la s“ so oft er kann. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die 13 Titel aufgenommen wurden in diversen Schlafzimmern und die Abmischung auf seinem Laptop in Zügen zwischen A und B erfuhren.
 Die durchgängig ruhigen, mal rein mit der akustischen Gitarre begleiteten, mal mit Tremolostreichern oder Synths unterlegten Songs sind bodenständige Solonummern und stammen hauptsächlich aus Whites Feder, tragen in Teilen allerdings auch die Handschrift anderer nicht unbedingt unbekannter Künstler. So wirkten etwa Alex Von Soos, der schon beim ersten Album „That’s just me“ mithalf und ebenfalls schon für die All Saints Co-Writer war, Joe Cang oder Claire Toomey, einer sich gerade als Songwriterin etablierenden Künstlerin aus London, an der LP mit.
„Acoustic Guitars & Ooh la la s“ ist keine Platte, die große Wellen schlagen wird. Dennoch spielen sich die Tracks mühelos in Gehörgänge, die offen sind für gemütliche und vor allem ehrliche Gitarrenmusik, die variieren kann zwischen reinen Popnummern mit ein- oder mehrstimmigem Gesang, instrumentalen Experimenten oder groovigen Jazzanleihen – definitiv mehr als die übliche „Ich hab hier eine Gitarre und spiel mal was drauf“-Soloplatte. Mathew James White ist stets auf Tour und kommt in den nächsten Monaten in fast jedem von irgendwo erreichbaren Ort vorbei.
Die Termine dazu gibt’s auf der Webseite, deren Adresse ihr weiter unten findet.
Bewertung: Highlights: Make it click, Someday, Taking a drive, Nobody sleeps Lowlights: Give all yourself to me
Weiteres Material: Webseite: http://www.mathewjameswhite.com Reinhören: http://www.myspace.com/mathewjameswhite
Tracklist: 1. Intro 2. These Days 3. Make It Click 4. All Makes Sense 5. Give All Yourself to Me 6. World in Your Pocket 7. Happening 8. Get What's Deep 9. Come the Weekend 10. Taking a Drive 11. Someday 12. Nobody Sleeps 13. Daylight in Your Life
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