 Die Anzahl weiblicher Sängerinnen im Bereich Rock und dem, was dann doch noch eine Nummer härter ist, scheint ständig zuzunehmen. Erst kürzlich hatten wir es mit den Thrasherinnen von Level-C zu tun und jetzt geht es direkt weiter mit Jam Pain Society, einer Band von der amerikanischen Ostküste, deren 12 melodische Rocknummern durchgängig aufs „Schieben“ durch ordentlich „Gib ihm!“ aus sind.
Dass Sängerin Leah Kirby trotz sporadischen Männergesangs die ganze Sache trägt, steht außer Frage. Die Sängerin hat die entsprechende Röhre, um sich gegen die lärmenden Gitarren durchzusetzen und leiert nicht wie andere Kolleginnen ihrer Zunft durch die Titel. Die instrumentale Seite, die sich stets melodisch zwischen Bumm-Bumm-Hard Rock, Industrial und in Teilen auch Punk bewegt, kommt derart druckvoll produziert durch die Boxen, dass man nach dem ersten Durchgang erst einmal verschnaufen muss – ein wenig mehr Präzision und weniger Überfrachtung hätte hier gut getan.
Dennoch, es gibt auf „Black Light Messiah“ (wer soll das eigentlich sein?) einfach keinen Song, der nicht nach vorn geht. Besonders hervorzuheben und gleichzeitig bester Song des Albums ist hier „The Ride“, welches zum einen von KISS Gitarrist Ace Frehley geschliffen wird und zum anderen auch musikalisch das umsetzt, was hier Thema ist, wenn der Gesang aufsteigend die Spannung hebt, den Karren nach oben zieht, um dann am Scheitelpunkt mit einem Schrei das Gefährt die Achterbahn abwärts fahren zu lassen. Und nicht zuletzt erfreut es das Herz jedes Rockfans, wenn hier mal ganz klassisch zum Solo gebeten wird.
 Ebenfalls gelungen ist mit „Wasted“ die vermeintlich poppigste Nummer der Scheibe. Der Rest bietet den bereits angesprochenen Genre-Mix und neigt zu Wiederholungen, was hinsichtlich der Druckwellen, die aus den Boxen (oder in diesem Falle aus einem paar ordentlicher Kopfhörer) kommen, zunächst nicht allzu negativ auffällt. Ob das Muster allerdings für ein oder zwei weitere Alben reicht, sei an dieser Stelle bezweifelt - mit "Black Light Messiah" werden JPS ihre Fanbase zunächst ordentlich aufpumpen können.
Hinsichtlich der verschiedenen Musikrichtungen, die hier unter einen Hut gebracht wurden, ist auch das Cover, welches zunächst ein wenig abschreckend wirkt, gut gelungen. Der Schädel für das Brachiale, der Schmetterling für die weibliche Stimme und der Stern für den Pop, der immer mal wieder durchscheint. Sollte dies absolut daneben liegen, bitten wir um einen entsprechenden Kommentar.
Bewertung: Highlights: The Ride, So here it is, Wasted, 7 Second Smile Lowlights: Secret, Erase you
Weiteres Material: Webseite: http://www.jampainsociety.com Reinhören: http://www.myspace.com/jampainsociety
Tracklist: 1. So Here It Is 2. Wasted 3. You Made Me 4. Secret 5. Monster Mind 6. 7-second Smile 7. The Ride 8. Erase You 9. Choose Your Machine 10. Wrapped Around 11. Hero 12. Flavor
- Artikel bei Amazon bestellen
- CD bei Musicload kaufen
|