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Fleet Foxes - Fleex Foxes

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Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.

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Opeth - Watershed
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09.07.2008
Opeth - Watershed
Das, was man heute unter Progressive Metal oder Progressive Rock versteht, ist eine zu Unrecht unterschätzte Musikspezies, die entweder gehasst (respektive nicht verstanden) oder schlicht und einfach vergöttert wird. Die schwedische Prog Metal Band Opeth um Mastermind Mikael Åkerfeldt ist mit ihrer Mischung aus brachialem Gebolze, balladesken Einlagen und Anflügen von Jazz und Folk nach 8 Alben eine feste Institution in diesem Bereich. Hätte Musik die Welt erschaffen, hätten Opeth den Himmel in all seinen Facetten geformt.

 

 

Der Vergleich mit einem Rohdiamanten ist passend. Dass Opeth seit ihrem Debüt „Orchid“ im Jahre 1995 von eben jenem zu einem hochkarätigen Meisterschliff geworden sind, ist nicht erst seit dem eben erschienenen „Watershed“ geschehen. Bereits das grandiose „Ghost Reveries“, das in seiner Gesamtheit noch dunkler wirkt wie das aktuelle Album, zeugte von unbändiger Kreativität von Åkerfeld und dem Rest der Band.

Jene musste sich über die Jahre hinweg schon von einigen Künstlern trennen. Besonders die Anfangstage von Opeth waren geprägt von ständigen Wechseln diverser Musiker, die aus unterschiedlichsten Gründen abwanderten oder auch mal hinaus geworfen wurden. Der geneigte Leser möge sich bei Wikipedia danach erkundigen, denn an dieser Stelle soll die Musik ins Rampenlicht rücken.

Nur soviel: Nach Abgang vom langjährigen Drummer Anders Nordin sitzt nun Martin „Axe“ Axenrot an der Schießbude und Ex-Arch Enemy Gitarrist Fredrik Åkesson zupft nun bei Opeth gekonnt die Saiten.

Opeth (c) Roadrunner Records


Wie bereits erwähnt wirkt „Watershed“ heller als der Vorgänger. Dabei bietet das Album nicht nur weniger Black Metal Passagen und mehr melodiöse Parts, die mal stimmlich unterlegt und mal instrumental auf sich allein gestellt auf verschiedenste Arten ineinander greifen. Die Musik wirkt in sich wesentlich konzentrierter und auf den Punkt gebracht. Jedes Detail scheint hier in Balance mit dem Rest der Songs gebracht.

Åkerfeld: „Auf dem Album befinden sich nicht mehr so viele düstere Grunts, dafür tragen sie umso mehr Gewicht. Statt mit lang gezogenen Vocals mäßig interessante Songpassagen zuzukleistern, möchte ich in jedes Wort meine ganze Leidenschaft legen. Ich habe mir früher nicht immer die nötige Zeit dafür genommen.”

Grandioses Beispiel kontrollierter Unbändigkeit ist hier das unbeschreibliche „Hessian Peel“, das mit seinen knapp elfeinhalb Minuten alles vereint, was Opeth ausmacht. Melancholisch klagend und doch in einem gar bluesigen Trugschluss endend macht hier eine Akustikgitarre zum pumpenden Bass einer Orgel den Auftakt zu einem Opus, das zunächst klassische Rockinstrumentalisierung mit Orchestereinheiten mischt, Schlösser baut und dann nach einem unerwarteten Pianosolo, das den nahenden Sturm ankündigt, diese wieder einreißt.

Woher Åkerfeld die Inspiration für die Songs nimmt, beschreibt er augenzwinkernd folgendermaßen: „Ich habe viel Musik aus den 1960ern gehört - natürlich Psychedelic, aber auch ganz andere Sachen aus dieser Zeit. Da wäre zum Beispiel „Oddessey & Oracle" von The Zombies. Dieses Album gehört zu den Besten, die ich je gehört habe - und ich bin erst letztes Jahr auf diese Band gestoßen. Der Psychedelic der Sechziger mit seinen irren Soundeffekten reizt mich sehr. Ich habe aber auch US-Songwriter wie Bill Withers und Schnulzensänger der cooleren Sorte wie Scott Walker gehört. Und jede Menge AC/DC!”


Opeth - Porcelain Heart © Roadrunner Records


Opeth beweisen mit „Watershed“ einmal mehr, dass sie den Grat, an dessen linker Seite das Chaos und auf der gegenüberliegenden die Stille herrscht, nicht nur überwandern können, sondern ihn auch erschaffen haben.  Die Schönheit und die Gewalt, mit der Akerfeld und der Rest der Band Black Metal mit einzigartigen Balladen, Folk und Jazz kombinieren, sucht in seiner Gesamtheit, obwohl es noch einige sehr interessante Bands da draußen gibt, seinesgleichen und steht dem ebenfalls atemberaubenden Vorgänger „Ghost Reveries“ in nichts nach.

Ein glorreicher Höhepunkt modernen Heavy Metals mit klassischen Ausmaßen, der für jenen das ist, was Porcupine Tree spätestens nach „Fear of a Blank Planet“ für die Rockmusik ist.

Bewertung:5/5
Highlights: Komplettes Album
Lowlights: -

Weiteres Material:
Webseite: http://www.opeth.com
Reinhören: http://www.myspace.com/opeth


Tracklist:

1. Coil          
2. Heir Apparent          
3. The Lotus Eater          
4. Burden          
5. Porcelain Heart          
6. Hessian Peel          
7. Hex Omega          

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