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“I'd rather be dead, yeah I'd rather be dead! I'd rather be face down in the dirt with a bullet in my head!” Da sind sie wieder, die US amerikanischen Rocker von Mötley Crüe und es bleibt nicht aus „Saints of Los Angeles“, dem nach 8 Jahren ersten Studioalbum der Band, mit dem 1989er „Dr. Feelgood“ zu vergleichen. Weniger überproduziert als die Vorgänger und direkt auf den Punkt rockt das Teil mitten ins Gesicht.
Für alle, die Tommy Lee Jones nur von diversen Pornovideos mit seiner Verflossenen, der Baywatch Badenixe Pamela Anderson, kennen: Der werte Herr sitzt seit jeher (wir lassen seine Soloambitionen, die dafür gesorgt haben, dass für das 2000er Album „New Tattoo der 2002 an Krebs verstorbene Randy Castillo trommelte, hier mal außen vor) für Mötley Crüe an der Schießbude und fehlt auf „Saints of Los Angeles“ genauso wenig wie die übrige Stammbesetzung Nikki Sixx, Mick Mars und Vince Neil.
Kleine Anekdote am Rande: Ursprünglich war der Bandname „Mottley Krew“ und die Umlaute entlieh man sich angeblich der Biermarke „Löwenbräu“, welche nach Bandaussagen das damalige Lieblingsbier gewesen sein soll.
 Nach Bandgründung im Jahr 1981 wurde die Kapelle dann nach 4 Alben immer bekannter und verkaufte das Album „Girls, Girls, Girls“, welches 1987 erschien, in beachtlichen Stückzahlen rund um den Globus. Den vorläufigen Höhepunkt erreichten Mötley Crüe dann 1989 mit „Dr. Feelgood“, der nicht zu Unrecht kommerziell erfolgreichsten Platte der Band bis dahin. Die nachfolgenden Longplayer können zwar nicht als Misserfolge verbucht werden, verkauften sich allerdings schlechter als der 89er Meilenstein, was zum einen am temporären Ausscheiden von Vince Neil als Sänger aber nicht zuletzt auch am immer dichter verpackten und nicht mehr so eingängigen Sound gelegen haben dürfte.
Was die Jungs (die übrigens alle stramm auf die 50 zugehen oder gar schon älter sind) um den genannten Frontmann mit „Saints of Los Angeles“ im Jahr 2008 auf die Beine gestellt haben, kann sich mit Fug und Recht bei Klassikern wie „Dr. Feelgood“ oder „Girls, Girls, Girls“ einreihen. Vom Opener „Face down in the dirt“, der standesgemäß großkotzig daher kommt („i wanna take on the world, i wanna bang a million girls, i don't wanna wear a 3-piece suit, i don't wanna be you”) über die etwas andere Liebeserklärung an Los Angeles (“Saints of Los Angeles”) bis hin zum fiesen „Welcome to the machine“ oder amüsanten „Chicks = Trouble“ – hier stimmt fast alles.
 Lediglich „Just another Psycho“ kommt recht einfallslos und ohne gescheite Hookline daher, was aber angesichts der sonstigen Songs verschmerzbar ist.
Fazit: Mötley Crüe sind zurück – und das so gut wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Klassische, amerikanische Rockmusik, die einfach unwahrscheinlich schiebt und die Nackenhaare aufstellt – langsame Songs? Fehlanzeige! Also, alle Rock’n’Roller klicken jetzt ganz schnell auf untenstehende Links oder rennen in den nächsten Plattenladen ihres Vertrauens und lauschen andächtig den ersten 5 Minuten des Albums, um es dann mit einem Grinsen, das bis hinter beide Ohren reicht, einzukaufen und den Nachbarn vorzuspielen!
Und für alle Süchtigen oder Neugierigen gibt es hier eine schicke Flash-Card mit Pressekonferenz, Musikvideo und allerhand anderem Krimskrams!
Bewertung: Highlights: Face down in the dirt, Saints of Los Angeles, This ain’t a love song, White trash circus Lowlights: Just another psycho
Weiteres Material: Webseite: http://www.motley.com Reinhören: http://www.myspace.com/motleycrue
Tracklist: 1. L.A.M.F. 2. Face Down in the Dirt 3. What's It Gonna Take 4. Down at the Whisky 5. Saints of Los Angeles [Gang Vocal Version] 6. MF of the Year 7. Animal in Me 8. Welcome to the Machine 9. Just Another Psycho 10. Chicks=Trouble 11. This Ain't a Love Song 12. White Trash Circus 13. Goin' Out Swingin'
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