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Kein schlechter Titel für das Debütalbum einer jungen, britischen Band, die zwar schon 5 Singles in den UK-Indie-Charts untergebracht und auf dem Glastonbury Festival vor beachtlichem Publikum gespielt hat, allerdings irgendwo zwischen Vergleichen hängen bleiben wird. Denn sobald der Opener „You don’t get it“ ertönt, meint man irgendwo zwischen Blink 182 und Bloc Party festzustecken - und den Kooks im Geiste. Im Affenzahn durch 12 Songs gerockt…
Look See Proof sind vier nette Herren aus Hertfordshire, darunter 2 Brüder namens David und Lee Sells jeweils an Bass und Gitarre, ein weiterer Gitarrist mit Namen Jason Slender und Johnny Harry an den Drums. 2006 zusammen gekommen, um Musik zu machen, haben sie schon einige 7“ Releases hinter sich gebracht und kletterten direkt in die britischen Indie-Charts.
Unter der Haube von Weekender Records, die schon mit Eight Legs und den Indelicates (siehe hier) ein gutes bis sehr gutes Händchen bewiesen haben, erschien im Juni nun das Debüt „Between here and there“.
 Und was da in den ersten Minuten auf den Hörer einprasselt, erinnert derart an bereits erwähnte Bands, dass man die CD zunächst als weiteren Abklatsch abstempeln und wieder aus dem CD Spieler holen möchte. Wie gut allerdings, dass sich mit „High Horses“ (den Titel gibt es für Lau hier) und „Standard Class“ ein kleiner Trendwechsel einstellt und Look See Proof ihre eigene Interpretation der stets kurz gehaltenen und wummernden Gitarren-Bass Tiraden abliefern. Auch für das lyrisch interessanteste Stück des Albums, namentlich „Bishopsgate“, ist man als Hörer dankbar, denn hier wird für einen Moment auf gute, alte britische Erzählkunst gebaut, bei der die stakkatoartigen Gitarren wirklich mal nur die zweite Geige spielen.
Wirklich abwechslungsreich ist die Platte allerdings nicht geworden und so ist der ganze Spuk nach 34 Minuten vorbei und man fragt sich, ob das jetzt alles gewesen ist? Wurde da nicht ordentlich auf die Pauke gehauen was diesen „hochinfektiösen“ Indie-Rock betrifft? Nunja, Look See Proof ist gefällig, wirkt dabei wie schon hundert Mal gehört und macht es dem Hörer schwer die Höhepunkte heraus zu filtern, geschweige denn sich dediziert an einen Song zu erinnern.
Noch ein Album gleicher Bauart könnten Look See Proof sich sparen - wer allerdings niemals genug bekommen kann von den ewig jung (und zu oft gleich) gebliebenen Punk-Pop-Rabatz-Nummern, der darf beherzt zugreifen.
Bewertung: Highlights: High Horse, Standard Class Lowlights: Competition, Start again, Discussions
Weiteres Material: Webseite: http://www.myspace.com/lookseeproof
Tracklist: 1. You Don't Get It 2. Casualty 3. Obstruction 4. Keeping Mistakes 5. High Horse 6. Standard Class 7. Local Hero 8. Bishopsgate 9. Competition 10. Discussions 11. Do You Think It's Right 12. Start Again
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