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„Wir glauben, dass die einzige Ähnlichkeit zwischen uns und Green Day darin besteht, dass wir dieselbe Band sind. Das ist die einzige Gemeinsamkeit.” Mit diesen Worten übergaben die Foxboro Hot Tubs, hinter denen tatsächlich unsere beliebten Punkrocker (darf man die eigentlich noch so nennen?) stecken, Anfang April das Album „Stop drop and roll“ in die Hände des Schicksals und seitdem hält der Silberling im hübschen Schallplattendesign (nur als fragile Pappschachtel erhältich!) niemanden mehr auf den Plätzen. Ein buntes Potpourri an 60ern, 70ern und dem Besten von heut…nein, nicht wirklich.
Angeblich sei es eine nächtliche Jam-Session gewesen, in der Green Day, begleitet von einigen Flaschen Wein, die Idee dazu hatten das verstaubte 8-Spur-Aufnahmegerät vom Speicher zu holen und sich dem Flair vergangener Tage hinzugeben. Und so fackeln sie als Foxboro Hot Tubs in nur knapp über 30 Minuten ein Feuerwerk an schraddeliger, most hymnischer Gitarrenmusik ab und bedienen sich dabei bei allem, was irgendwie Rang und Namen hat – The Clash, Sonics, die Kinks, Green Day (haha!), Sex Pistols, Ramones und weiß der Geier was noch.
Die Songs auf „Stop drop and roll“ sind nach einigem Durchhören der Platte derart eingängig, dass man gar nicht anders kann als seine Füße zum Beat zu shuffeln und total auszuflippen. Hat man dann noch das Gehör für Details, wird auffallen, dass das am modernsten klingende „Mother Mary“ neben dem Mitsinggaranten „The Pedestrian“ wohl der Song ist, bei dem man im Refrain den Green Day Sänger am ehesten heraus hört.
 Die Tracks sind durchgängig unglaublich fröhlich und jugendlich naiv vorgetragen, was nicht zuletzt dafür gesorgt haben sollte, dass das Auftauchen der FHT für einigen Wirbel im Netz gesorgt hat. Wie ein Lauffeuer hatte sich die frohe Kunde vom Nebenprojekt der US-Amerikaner verbreitet und auch die Webseite der Band war teilweise kaum zu erreichen – erst recht nicht, als die ersten Songs darauf auftauchten – so muss das sein! Herrgott, es ist ja so was von Rock’n’Roll, wenn die Webseite die Anfragen der süchtigen Fans nicht mehr verarbeiten kann!
Nun ja, sehr witzig wäre es ja noch gewesen, wenn die Hot Tubs nach 6 Songs dieses typische Knacken der sich vom Tonträger entfernenden Schallplattennadel und das Einrasten des Armes aufgenommen hätten, bevor der nächste Track weiter geht. Wie auch immer: Bitte kommt nicht auf die Idee die CD nach einer Handvoll Songs umzudrehen. Die Energie dazu wird sowieso niemand haben, wenn die Band mit der Hörerschaft fertig ist.
Und irgendwie fällt gerade auf, dass der Pressetext zur CD tatsächlich einmal von vorn bis hinten Recht hat. Und so sei ein Zitat gestattet: „Das beste ist wahrscheinlich, gar nicht über das wer? woher? und warum? nachzudenken, sondern die CD einzuschieben und erstmal eine große Party anzukündigen!“
Recht gehabt. Und weil wir so herzlich über das Saxophon am Ende (Green Day und Saxophon!!!) gelacht haben, gleich noch mal von vorn!!!
Wer das Album in voller Länge hören möchte, kann das ganz offiziell hier tun: http://www.my-widget.de/widgets/foxborohottubs/
Bewertung: Highlights: Stop drop and roll, Dark side of night, Mother Mary, Red tide, Sally Lowlights: 27th Ave. Shuffle
Weiteres Material: Webseite: http://www.foxborohottubs.com Reinhören: http://www.myspace.com/foxborohottubs
Tracklist:
Side A
1. Stop Drop And Roll 2. Mother Mary 3. Ruby Room 4. Red Tide 5. Broadway 6. She's A Saint Not A Celebrity
Side B
7. Sally 8. Alligator 9. The Pedestrian 10. 27th Ave. Shuffle 11. Dark Side Of Night 12. Pieces Of Truth
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