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Weite Wege hat dieses 20 Jahre junge Mädchen bereits zurückgelegt, um ihr Debüt „Faithfully“ endlich in die Welt schicken zu können. Hinter der in Deutschland produzierten, allerdings auf Englisch und internationalem Niveau daher kommenden Scheibe steckt niemand Geringerer als Peter Hoffmann, der in den letzten Jahren Tokio Hotel dahin geführt hat, wo sie heute sind. Aber warum wieder das gleiche machen? Jetzt eben mal Soul, Funk und eine prima Stimme in hübscher Verpackung.
Eigentlich konnte aus Jenniffer Kae ja gar nichts anderes werden als eine Sängerin. Das Mädel ist durch ihre schon lange Jahre der Musik verpflichtete Mutter (die es als Künstlerin von den Philippinen bis in die USA geschafft hat) derart vorgeprägt, dass es für sie keinen anderen Way of Life geben dürfte. 16 Male sei sie bereits umgezogen – immer den Auftritten und offenen Ohren hinterher. Ihren halbwegs festen Wohnsitz fand sie in der Nähe von Mainz, sodass sie neben Englisch auch dem Deutsch mächtig wurde und über ein Vorsingen (eingeladen!) dann im Studio Hoffmanns landete.
 Doch sollte es noch über 4 Jahre dauern, bis es soweit war, dass Kae stolz darauf sein durfte mit „Faithfully“ ihre erste LP in den Händen zu halten. Viel wurde ausprobiert in dieser Zeit, bis man zusammen mit einem englischen Produzententeam das für die Sängerin perfekt sitzende Soul- und Pop-Kleidchen gefunden hatte.
Und das Resultat kann sich sehen lassen. „Faithfully“ ist keines dieser unerträglich schleimigen, ja gar langweiligen Werke, wie sie schon von manchen „Talenten“ über uns ausgeschüttet wurden. Sowohl Musik als auch Vortrag kommen ausgereift und mit der nötigen Authentizität daher, sodass es lange dafür ausreicht die Platte als ernsthaften Versuch eine neue, allseits akzeptierte Künstlerin vorzustellen und zu etablieren.
 Dass die Titel der jungen Künstlerin auf den Leib geschneidert wurden, ist nicht zu überhören. Jenniffer Kae stolziert mich viel Leichtigkeit durch die größtenteils recht abwechslungsreichen Nummern, die auch hart gesottenen Gegnern weiblicher Soul- und Popmusik mit dem einen oder anderen Titel den Kopf zum Nicken bringen können („If this ain’t love“). Und wenn das nicht hilft, dann mit Sicherheit diese niedlichen Augen mit dem einladenden Lächeln.
Wir jedenfalls sind größtenteils recht angetan. Wenn die Platte gegen Ende nicht ein wenig an Kreativität verlieren und dann doch noch in die Mittelmäßigkeit abdriften würde, wäre eigentlich alles prima. Aber auch so kann sich „Faithfully“ hören lassen.
Bewertung: Highlights: Back on earth, If this ain’t love, Little white lies Lowlights: Show a little faith, All I need to know
Weiteres Material: Webseite: http://www.jenniffer-kae.de Reinhören: http://www.myspace.com/jennifferkae
Tracklist: 1. Little White Lies 2. Coffee Cup 3. Trouble 4. Education 5. Show A Little Faith 6. If This Ain't Love 7. You 8. Girl back on earth 9. No Second Chances 10. Ebb And Flow 11. Ok 12. Love Is A Lonely Game 13. All I Need To Know 14. 1000 Miles Per Hour
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