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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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My Baby wants to eat your Pussy – Ignorance and Vision
Artikelbewertung: / 9
SchlechtSehr gut 
14.05.2008
MBWTEYP - Ignorance & Vision
Wer jetzt nicht weiter liest, ist selbst schuld! Denn er oder sie würde nicht weniger verpassen als eine abgefahrene Space-Party, die ultimative Tragödie, eine brilliante Komödie und die letztendliche Verwandlung in alles, was man sich vorstellen mag. Der Mann mit dem Hut schaut interessant aus und er verheißt nichts Gutes. Ein Trip ins Ungewisse, begleitet von einem Album, das vor Kreativität und der Fähigkeit mit jedem Song mitzureißen zu platzen droht… 

 

 

Es wird nicht ausbleiben, also versuchen wir gleich zu Beginn die Vergleiche mit anderen Bands bzw. die Einflüsse, die MBWTEYP geprägt haben könnten, zu benennen. Da wären zum einen Queen („Impresario“, „Boys & Girls“, „Boy“), System of a Down („Sahra“, „Boy“, „Biology is a fairy tale“), Cocorosie („Circumstances“, “Sahra”), Prince („Peace Interstellar“) ein paar Kinderlieder (“So deep” – na na na na naaaa naaaaa), irgendwelche Reggaebands, Jazzkombos und weiß der Geier was noch! Ist doch egal!

Denn was die 6 Bandmitglieder namens Ziggy Has Ardeur (Gesang), Debùsy D'eeper (Gesang), Diva Eva D. (Gitarre), Donni bella Luna (Bass), Mr. tightEng (Keyboard) und Ray Gattner (Schlagzeug), die sich 2004 in und um Mannheim herum gegründet haben, auf ihrem Debüt „Ignorance and Vision“ abliefern, lässt die Kinnlade eines jeden halbwegs offenherzigen Pop- und Rockliebhabers einmal durch alle Stockwerke hindurch ins Fundament knallen.

MBWTEYP (c) MBWTEYP


So viel Abwechslung gepaart mit eingängigen Riffs, Melodien (sowohl in den Versen als auch in den Refrains) hat man auf einem Album lange nicht gehört. Und all die phantasievoll gestalteten Interludes, wie sie etwa bei „Circumstances“ oder „Peace Interstellar“ auf den Hörer herabregnen, lassen die Spannung auf den nächsten Songs ins Unermessliche steigen. Dabei sind auch gerade diese Spielereien, wenn man das mal so unpassend salopp formulieren darf, das Salz in der „Ignorance and Vision“-Suppe. Wenn das 10minütige „Peace Interstellar“ nach 5 Minuten fein abgestimmter Geräuschkulisse plötzlich eine harmonisch sphärische Soundwand aufbaut, um sich dann doch in einem an Prince erinnernden Funkgelage zu entladen, wird klar, dass hier mehr passiert als eine bloße Abfolge von Songs.

Für dieses fantastische Erstlingswerk hat sich die Band auch genug Zeit genommen. Immerhin touren sie schon seit mehreren Jahren durch die Weltgeschichte und besuchten unter anderem schon die Alternastage beim Rock am Ring Festival 2007 und traten beim Les Eurockéennes in Frankreich auf. Außerdem haben sie bereits eine ausgedehnte Clubtour hinter sich, welche die Band sogar bis nach Toronto führte. Dass MBWTEYP neben ihren Songs auch mit ihrer Show bzw. den Charakteren, die sie während eben jener verkörpern, begeistern, steht außer Frage. Der geneigte Leser möge sich entsprechende Livemitschnitte etwa auf youtube betrachten.

MBWTEYP (c) Bastian Fengler


Es fällt, Verzeihung, verdammt noch mal nicht leicht, sich die Songs rauszupicken, die man als Aushängeschild des Albums klassifizieren möchte. Geradezu fantastisch poppig und eingängig gibt sich „Bubblebath“, das sich sofort als Ohrwurm festsetzt. Begeisternd vielfältig kommt „Freezing Scene“ daher, wenn es nach glamourösem Einstieg gemütlich vor sich hin stampft, um dann plötzlich ganz leise und gar melancholisch zu werden und im nächsten Augenblick mit Keyboards ins All zu starten scheint, um dort in einem riesigen Knall zu explodieren.

Mit seinen knapp 68 Minuten Spieldauer gibt sich „Ignorance & Vision“ fast doppelt so lang wie so manch aktuelles Album anderer Künstler und entwickelt tatsächlich zu keinem Zeitpunkt einen Durchhänger. Was am Ende nach „Impresario“ (selbst um die Wichtigkeit des letzten Songs wissen MBWTEYP) bleibt, ist lediglich der Drang alles noch einmal zu hören. Die Kreativität und vor allem der Mut, diese in stets neuer Gestalt in mal abstrakte und mal geradlinige Songstrukturen zu packen ohne zu jemals abstrus zu werden, lässt das musikbegeisterte Herz höher schlagen.

MBWTEYP (c) Martin Köhler


Es gibt nicht mehr zu sagen. „Ignorance and Vision“ hat sich mühelos ins rockige, poppige, funkige und ein wenig verrückte Redaktionsherz gespielt und wird dort noch sehr lange verweilen. Höchstnote. Basta. Haben die eigentlich mal daran gedacht, dass sie auch noch ein zweites Album veröffentlichen wollen und das erste dann toppen müssen?

Und wer gar nicht genug bekommen kann, hört und schaut sich auf www.pussymediaworld.com noch unheimlich viel mehr Material an, in das man sich verlieben kann.

Aktuelle Tourdaten gibt's auch noch:

16.05.2008 // München, Deutschland // Backstage
17.05.2008 // Königstein / Taunus, Deutschland // Rock auf der Burg
18.05.2008 // Vechta, Deutschland // Gulfhaus
19.05.2008 // Hamburg, Deutschland // Logo
20.05.2008 // Berlin, Deutschland // Knaack
22.05.2008 // Mannheim, Deutschland // 7er Club (IGNORANCE & VISION, Release Party!)

Bewertung:5/5
Highlights: Boy, Freezing Scene, Don’t tell a soul, Peace Interstellar, Circumstances, So deep, Bubblebath, Sate my appetite
Lowlights: -

VÖ 23.5.

Weiteres Material:
Webseite: http://www.mybabywantstoeatyourpussy.com
Reinhören: http://www.myspace.com/mybabywantstoeatyourpussy


Tracklist:
1. Arduous Life
2. Boys & Girls
3. Don't Tell A Soul
4. Circumstances
5. Sahra
6. So Deep
7. Capital Letters
8. Boy
9. Bubblebath
10. Peace Interstellar
11. Freezing Scene
12. Dogs Run Riot
13. America
14. Biology Is A Fairytale
15. Wonderland
16. Sate My Appetite
17. Here's Another End
18. Impresario

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User Comments

Echt super, echt neu, nie langweilig eine Wundertüte neuer Musik

Veröffentlicht von A. und E. Schwaer, An 06/11/2008 bei 14:15

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