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Fleet Foxes - Fleex Foxes

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Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.

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30 Seconds to Mars - 7.5. München, Zenith
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13.05.2008
30 StM (c) bayrische-quadratratschn.de
Susi von bayrische-quadratratschn.de hat uns mal wieder einen Konzertbericht zur Verfügung gestellt – diesmal von „30 Seconds to Mars“…“Als begeisterter Konzertfan zieht es mich von Zeit zu Zeit in die verschiedenen Veranstaltungsorte Münchens, um mich mal wieder richtig „volldröhnen“ zu lassen. So auch vorgestern; es ging zu „30 Seconds to Mars“. Ich habe mich (einige der neuen Lieder eigenen sich hervorragend als Abreagier-Musik im Auto) wirklich auf das Konzert gefreut, dementsprechend groß war die Erwartungshaltung.“

 

 

Bei unserer Ankunft erwartete mich bereits eine kunterbunte Ansammlung an Freaks (wohlgemerkt: ich mittendrin – also auch ein Freak), die mein Herz höher schlagen ließ. Na, da konnte man ja einiges erwarten. Beim Anblick der überwiegend schwarz geschminkten, spindeldürren „Grischperl“ freute ich mich jetzt schon auf wild um sich tretende Pöbelrotten, die bei Beginn des Konzerts fürchterlich aufeinander einschlagen würde – grad weil man sich so sehr über das Konzert freut, weil man einfach nicht weiß, wohin mit all der überschüssigen Energie, oder einfach weil man sich gegen den Rest der wild prügelnden Masse wehren muss. Wie auch immer…dass mir jegliches Verständnis für so etwas fehlt, brauche ich ja wahrscheinlich nicht weiter zu erwähnen – lustig finde ich es aber trotzdem…solange ich nicht auf einmal Teil des Aufruhrs werde. Immerhin hatte ich meinen Fotoapparat erfolgreich ins Zenith geschmuggelt, ich wollte also zumindest ein paar gute Fotos von deftigen Schlägereien, headbangenden Langhaarigen und üblen Tretereien ergattern. Und wie gesagt: bei Betreten der Halle schien meine Fotostrecke durchaus praktikabel. Die Vorband spielte bereits – und ich wurde immer zuversichtlicher, was meine Fotodokumentation betraf. Neben mir stand ein Mädel mit quietsche-plastikroten Haaren und einem Loch durch die Nasenwurzel, das so groß war, dass ich wahrscheinlich meinen kleinen Finger problemlos hätte durchschieben können. Dazu trug sie ein schwarzes Korsett und Lederstiefel bis zum Knie. Der Rest der Truppe war optisch an sie angepasst – und ich gebe zu, am liebsten hätte ich von den Vieren ein paar Bilder geschossen.

Einschub: mit Schaudern erblickte ich übrigens meinen Stalker vom Good Charlotte-Konzert, der suchend und wie auf der Pirsch im hinteren Teil der Halle herumschlich und nach neuen Opfern suchte.

30 StM (c) bayrische-quadratratschn.de


Was nach der Vorband folgte, war eine Ewigkeit der Warterei. Ja, bereits bei den Chilli Peppers war ich nach einer Wartezeit von einer Stunde durchaus angesäuert – aber „30 Seconds to Mars“…die können sich so was eigentlich (noch) nicht leisten. Vom Spaßfaktor (der immens war aufgrund der vielen wartenden Leute um uns herum) mal ganz abgesehen sowie von der Tatsache, dass WodkaBull, Jägermeister Bull und Prosecco ihr übriges dazutaten, dass wir die Wartezeit immerhin mit jeder Menge Blödsinn einigermaßen sinnfrei überbrückten, war ich nun bereits vor Konzertbeginn so genervt, dass ich am liebsten wieder gegangen wäre. Konzertbeginn war angesetzt für 20 Uhr, gnädig und sich anscheinend keiner Schuld bewusst betraten die Herren Jared Leto und Konsorten die Bühne geschlagene 100 Minuten zu spät. Schade, dass man mich von meinen Stehplatz in der hintersten Ecke der Halle nicht bis nach vorne hatte schimpfen hören – und ich kam zu der Erkenntnis, warum sich bei solchen Konzerten anscheinend alle gegenseitig die Köpfe einschlagen: Frust. Den hatte ich auch, und ja, ich hätte auch gerne den ein oder anderen gehauen. Am liebsten ein Bandmitglied. Oder zumindest den Typen am Mischpult (der stand auch besser in Reichweite).

Mit der Verspätung aber nicht genug. Trotz all der optischen Susi-eigentlich-besänftigungs-Reize, die der lustig bunt bemalte Jared Leto vielleicht haben mag, kam ich mir kurz nach dessen Erscheinen auf der Bühne noch mehr auf den Arm genommen vor als vorher. Denn: noch nie bin ich zehn Minuten so oft als „Motherf***er“ bezeichnet worden wie hier (ich bin ehrlich gesagt noch NIE so bezeichnet worden). Macht ja nichts, dass man pro Karte 30 Euro hingeblättert hat, sich bereits seit eineinhalb Stunden die Beine sinnlos in den Bauch steht und sich bei den nun folgenden 60 Minuten Konzert bestimmt ein Drittel der Zeit sein noch sinnfreieres Geschwafel anhören musste – nein, das macht doch nichts. Und gibt ihm natürlich das gute Recht, erstmal alle zahlenden Hörer seiner Musik aufs Deftigste zu beschimpfen. Wobei ich mir hierbei auch schon wieder fast das Lachen verkneifen musste, denn ich habe gelernt, dass man sich mit einem Wortschatz von drei Worten durchaus einer größeren Menge von Menschen mitteilen kann. Und das klang dann ungefähr so: „Muuuuuuunich, you Motherf***ers, your f***ing f*** sucks“. Ach?!

30 StM (c) bayrische-quadratratschn.de


Zwischen minutenlangen verbalen Entgleisungen der Extraklasse gab es dann aber hin und wieder auch Musik – und kurzzeitig wusste ich sogar wieder, warum ich da war. Der Großteil des Konzertes gestaltete sich im musikalischen Teil mit sehr langsamen Songs, die leider Gottes live alle gleich klangen. Der Sound an sich war leider auch nicht wirklich gut und teilweise hörte man den Gesang überhaupt nicht. Sänger Jared Leto kraxelte immerhin einmal von der Bühne und tigerte in die Mitte der Halle – was auch mir dann wenigstens einen Blick auf seine Susi-eigentlich-besänftigungs-Reize ermöglichte und mich für einige Sekunden etwas wohlgesonnener stimmte.

Nach einer Stunde war Schluss. Ohne Zugabe, ohne Extras. Und ich schimpfte wieder wie ein Rohrspatz. Und zwar Richtung Rampe, über die die Truppe die Bühne zur Garderobe verließ. Ich bin mir sicher: DAS müssen die mitbekommen haben. Schließlich habe ich ja die halbe Halle unterhalten. Und so zogen wir in die Nacht, das eigentlich feierwütige Volk, das leider überhaupt nicht auf seine Kosten kam; all wir Motherf***ers und jene, die genauso blöd waren wie wir…

Zur Verfügung gestellt von Susi
http://www.bayrische-quadratratschn.de

 

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