|
So neu wie der Name es glauben lassen will sind die New Amsterdams gar nicht. „At the foot of my rival“ ist die Nummer 6 in der Diskografie der Band. Geradliniger Gitarrenpop, höchst melodiös und nie zu schmalzig - und dabei noch ein klassisches Garagenalbum aufgenommen im Studio der Band, welches sich in der, jawohl, Garage des Frontmanns Matthew Pryor befindet. Echte Musik eben.
Typischer US-Folk? Nö. Die 4 Musiker (außer Pryor noch Dustin Kinsey an der Gitarre, Eric McCann am Bass und Bill Belzer am Schlagzeug), die sich mitsamt ihren Familien im mittelamerikanischen Kansas niedergelassen haben, bewegen sich zwar durchaus auf ausgetretenen Folk- und Countrypfaden, werden allerdings niemals so kitschig, dass es dem typischen Westeuropäer die mit Kaugummi besetzten Sohlen von den Schuhen zieht.
 Dass Letzteres eben nicht passiert, stellen Songs wie etwa „The fountain of youth“ sicher. Der hymnische Titel, der eine Ode an die Freundschaft der Band darstellt, ist unter all den Mitsingern des Albums einer der eingängigsten. Ebenfalls sehr mitreißend kommt „Lay on the rails“ daher, das ab der Hälfte des Songs mit einem Paukenschlag aus seinen Fesseln bricht und sich wunderbar frei in die Höhe schraubt.
Dass allerdings nicht alles akustisch oder clean sein muss, was glänzt, zeigt das überraschenderweise mit (dezentem) Overdrive ausgestattete „A Beacon in Beige“. Der Titel sollte müde gewordenes Konzertpublikum wieder zurück in die Gegenwart holen können. Auch wenn die New Amsterdams musikalisch eher die gute Laune versprühen, sind die Titel doch lyrisch anspruchsvoll gehalten. Tod (auch der eigene) und Glaube werden ebenso thematisiert wie verlorene und immer noch unverzichtbare Freundschaften.
 Mit „At the foot of my rival“ haben die Damen und Herren des Importspezialisten Arctic Rodeo Recordings wieder ein glückliches Händchen bewiesen und lassen auch dieses Mal nichts anbrennen. Dem einen oder anderen mag die Prise Countrry und Folk zu amerikanisch sein, lässt man sich aber als typischer Westeuropäer auf die fast schon poppig anmutenden Melodien und den sanften Gesang Pryors ein, wird man an den 14+3 Songs seine Freude haben.
Hier noch ein paar Anekdoten zum Album:
- „Revenge“, der erste Titel auf „At the foot of my rival“, ist lediglich die Demoversion und wurde aus Gründen der Intimität auf die LP gepresst – gelungen!
- Bei „Lost long shot“ kann im man im Hintergrund eine Standheizung surren hören. Als Percussions mussten teilweise Stahlketten herhalten.
- Matthew Pryor war 10 Jahre lang Frontmann der Get Up Kids
Hier könnt ihr noch Without A Sound (Eleanor) anhören.
Und weil die 3 Bonus Tracks nur auf der neuen CD und nicht auf der Vinyl US LP enthalten sein werden, gibt es für alle, die das Vinyl bestellen, das Album auf CD gratis dazu.
Infos zur Aktion hier: Arctic Rodeo Recordings Shop
Bewertung: Highlights: The fountain of youth, Lay on the rails, Without a sound (Eleanore), Fortunate Fool Lowlights: Drunk or dead, Ex’s & Oh’s
Weiteres Material: Webseite: http://www.newams.net Reinhören: http://www.myspace.com/thenewamsterdams
Tracklist: 1. Revenge 2. Wait 3. Fountain Of Youth 4. This Day Is Done 5. Without A Sound (Eleanor) 6. Silverlake 7. Lost Long Shot 8. Hughes 9. A Beacon In Beige 10. Story Like A Scar 11. Fortunate Fool 12. Lay On The Rails 13. Drunk Or Dead 14. The Blood On The Floor 15. Ex’s & Oh’s (Bonus) 16. A Mile In Your Shoes (Bonus) 17. Guitarkansas (Bonus)
- Artikel bei Amazon bestellen
- CD bei Musicload kaufen
- CD bei iTunes kaufen
The New Amsterdams kommen noch im Mai für ein paar Termine nach Deutschland (Tickets gibt’s unten):
14.05.2008 - Trier (D), Exhaus 22.05.2008 - Wiesbaden (D), Schlachthof 23.05.2008 - Köln (D), Gebäude 9 24.05.2008 - Münster (D), Gleis 22 25.05.2008 - Berlin (D), Lido 27.05.2008 - München (D), Orangehouse 28.05.2008 - Wien (A), B72 29.05.2008 - Ludwigshafen (D), Das Haus 30.05.2008 - Dresden (D), Beatpol 31.05.2008 - Bremen (D), Lagerhaus
- Tickets bei Eventim bestellen
|