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Eine Mischung aus The Cure und 60er Rock’n’Roll – so in etwa kann man die Musik der ersten beiden Alben von „The Shins“ beschreiben. Die Band aus Oregon war und ist zwar irgendwie der Indie-Richtung zuzuordnen, aber dennoch ist auch immer eine Art Lagerfeuercharakter auszumachen, der hierzu nicht so richtig passen mag. Nun ist das dritte Werk „Wincing the Night away“ erschienen und es ist eindeutig eine Veränderung festzustellen – in welche Richtung? Das erfahrt ihr hier und man kann sagen: Ein Klick lohnt sich!
Man kann sagen, dass „The Shins“ schon über 10 Jahre Musik machen. Zwar reichen die Wurzeln der Band um Frontmann James Mercer gar bis 1992 zurück, als dieser die Band „Flake Music“ formte und erste Tourerfahrungen sammeln durfte. Doch der wirkliche Durchbruch gelang erst 2001 mit dem ersten Album „Oh, Inverted World“. Nach einigem personellen Hin und Her erschien dann 2003 der zweite Longplayer „Chutes too narrow“, der wie sein Vorgänger über 500.000 Abnehmer fand und ebenfalls eine ansprechende „gerade noch so“ Indie-Mischung mit Einflüssen aus den 60ern präsentierte. 
2007 erschien dann das 3. Album „Whincing the Night away“ und die Band verlässt mit diesem Werk ihre bisherigen Pfade - weg vom altbekannten Sound, der die Band sofort erkennbar macht, hin zu eher massentauglicherer, alternativer Rockmusik. Und selbst das ist ein wenig gelogen. Es handelt sich zwar im engeren Sinne um Rockmusik, doch finden sich in manchen Songs sogar leichte Hip Hop Einflüsse wieder, sodass der Musikstil so einfach nicht zu definieren ist.
Lässt der Massentauglichkeit nun darauf schließen, dass sich die Jungs aus den Staaten selbst verraten haben? Ganz im Gegenteil! Das Album ist eine grandiose Weiterentwicklung einer Band, die eigentlich nie richtig das war, was sie sein sollte. So stehen Sie musikalisch nun auf einer Stufe mit den geradezu überirdischen „Deathcab for Cutie“ und beweisen ein ultimatives Händchen für anspruchsvolle Balladen, gekonntem Synthie-Einsatz und eingängigen Melodien.
 Die Songs „Sea Legs“ und „Spli Needles“ spiegeln genau das wieder. Während ersterer noch tanzbare Hip Hop Rythmen unter eingängige Gitarrenriffs und Mitsing-Refrain legt, so spielt letzterer als verträumte Rockballade mit wunderschönen Melodien dem Ohr einen Streich, wenn urplötzlich der Synthesizer so gar nicht erwartet wird, aber definitiv für einen Aha-Effekt sorgt.
Und so hat (bis auf den seltsamen Totalausfall „Pam Berry“, der glücklicherweise nur 56 Sekunden dauert) dieses Album alles zu bieten, was man von solider Gitarrenmusik, faszinierend schönen Melodien und einem Einfallsreichtum, der nicht häufig anzutreffen ist, erwarten kann.
Solltet ihr in die Versuchung kommen einmal in dieses Album hineinzuhören, so gönnt ihm die Zeit, die es verdient. Es wird mit jedem Mal besser, immer wieder entdeckt man Passagen, die man beim vorherigen Durchlauf nicht bemerkt oder genug geschätzt hat.
Gratulation an „The Shins“ – Kurve gekriegt! Wäre das Album ein wenig länger, hätten wir hier einen Kandidaten für den ersten Valve-Review, der die 5 Punkte knackt.
Bewertung:  Laufzeit: ca. 41min Webseite: http://www.theshins.com Highlights: Sea Legs, Split Needles, A Comet Appears Lowlights: Pam Berry
- Wincing the Night Away |