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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Dead Sexy Inc. – Kamikaze (VÖ n.b.)
Artikelbewertung: / 1
SchlechtSehr gut 
29.04.2008
The Dead Sexy Inc. - Kamikaze
Wenn sich 2 Franzosen in einen Beat verlieben (und das ist an dieser Stelle wirklich als Zahl gemeint), ihre Synthies und E-Gitarren auspacken und auf „Kamikaze“ ihren melodischen Electropunk von der Kette lassen, dann können die aus einem Rhythmus schon mal acht bis zehn Songs basteln. Aber so weit sind wir noch nicht. Gehen wir ein paar Jahre zurück…

 

 

 

Stéphane H. und Emmanuel H. besuchen Anfang dieses Jahrtausends regelmäßig alle Discos, die sie finden können. Tanzen können sie, den Musikgeschmack teilen sie auch und was ebenfalls hinzukommt ist der Drang nach eigenen musikalischen Schöpfungen. Was tut man also? Richtig, man bucht sich das One Way Ticket nach Los Angeles, findet dort das ein oder andere offene Ohr und bringt 2004 das erste Album „Break Me“ heraus, welches auch direkt mal von Nine Inch Nails und Depeche Mode Produzent Paul Kendall abgemischt wird.

Was folgt, sind ein paar Tracks auf diversen Samplern, Remix-Aufträge von gar nicht mal so unbekannten Musikern wie Marylin Manson, Indochine oder Pitchshifter und Konzerte in Deutschland, Japan und Russland – teilweise sogar als Support der Einstürzenden Neubauten und neulich auch mit Alec Empire.

The Dead Sexy Inc. (c) The Dead Sexy Inc.


Im Frühling 2007 beginnen The Dead Sexy Inc. dann mit den Arbeiten am neuen Album, welches auf den herausfordernden Titel „Kamikaze“ hört und bereits im Februar 2008 in Frankreich erscheint. Dabei verlassen sich die Franzosen bei der Erstellung der 12 Tracks nicht nur auf die eigene Kompetenz, sondern holen sich eine veritable Anzahl an Gastmusikern ins Haus. Nicola Sirkis von Indochine, Lora von Puss in Boots oder der japanische Superstar Kenzo A sind nur 3 von einigen mehr.

Was dabei herauskommt, wenn man diese bunte musikalische Palette in ein Studio sperrt, sind rund 45 Minuten Elektrogestampfe gepaart mit rotzfrechen E-Gitarren, die zum leider zu häufig gleich klingenden Bumm-Tschakk-Bumm-Tschakk Beat ihre psychedelischen Kreise drehen und für den Gelegenheits-Freak nur erträglich werden, wenn man entweder komplett zugedröhnt oder vollgesoffen ist. Aaaaaber…

The Dead Sexy Inc. (c) The Dead Sexy Inc.


…„Kamikaze“ hat seine Momente, wenn etwa bei „Sourire Métallique“ größtenteils auf die das Hirn zermarternde Punk-Attitüde verzichtet wird und mit der Song mit seinem leichtfüßigen Groove gefallen mag. „Spam me“ bietet mit seinen 5 Minuten Laufzeit nicht nur den längsten Track des Albums, sondern auch einen der schmutzigsten, aber abwechslungsreichsten, der auch mal mit Gitarrensoli überzeugen kann.

Dem Pop am eindeutigsten verfallen ist „Fall in Love“, das derart überraschend fröhlich auf den Hörer einhämmert (allerdings auch wieder per „bumm-tschakk-bumm-tschakk“), dass man sich vergewissern muss noch die selbe CD im Abspielgerät rotieren zu hören, die einem eben noch die Fußnägel aufgerollt hat. Auch der letzte Track „Safetynet“ überrascht mit seinem fast schon epischen Ausklang – die Wichtigkeit des letzten Songs vollkommen ernst genommen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Eben genannte Tracks retten „Kamikaze“ dann auch vor dem Absturz in die bedeutungslosen Elektropunkrockabgründe, in die The Dead Sexy Inc. eigentlich nicht gehören. Man mag sich gar nicht vorstellen, was diese Herren noch zustande bringen können, wenn sie sich ein wenig von ihrem Underground-Geschraddel entfernen und noch eine Prise mehr Pop einstreuen. Dann sind wir bitte die Ersten, die das nächste Album bekommen!

Ein Erscheinungstermin für Deutschland ist zwar noch nicht bekannt, wird aber nachgereicht, sobald verfügbar.

Bewertung:3,5/5
Highlights: Spam me, Fall in love, Sourire Métallique, The Simple Things
Lowlights: Kamikaze Rock’n’roll, Babykill

Weiteres Material:
Webseite: http://www.deadsexyinc.com/
Reinhören: http://www.myspace.com/thedeadsexyinc


Tracklist:
1. Afterhours
2. Kamikaze Rock’n’roll
3. Hellywood
4. Black Box Baby
5. Sourire Métallique
6. The Simple Things
7. Babykill
8. Spam me
9. Fall in love
10. Bitter fuck
11. God save the queer
12. Safetynet
 

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