| MGMT – Oracular Spectacular (VÖ 2.5.) |
| 24.04.2008 | |
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Doch ist es müßig, sich über jene Bands Gedanken zu machen, die MGMT in ihrer Selbstfindung zu „Oracular Spectacular“ beeinflusst haben könnten. Beach Boys, Evangelicals, Rolling Stones, New Order, alte Genesis-Platten? Das wissen am besten vermutlich die beiden Künstler selbst, namentlich Andrew Vanwyngarden und Ben Goldwasser, die sich 2002 beim Musikstudium an der Wesleyan University in Conneticut trafen und erst einmal nichts Besseres zu tun hatten, als sich gegenseitig ihre Lieblingsplatten vorzuspielen. ![]() Dass die Chemie stimmte, war recht schnell beschlossen. Und nachdem sich das Duo bei den Mitkommilitonen mit ihren ersten gemeinsamen Auftritten als eine Art lautes, nervenaufreibendes 15-Minuten-Elektronik-Bühnenprogramm, bestehend aus eigens geschmiedeten Loops und Samples, einen Namen gemacht hatte, war nach einiger Zeit klar, dass hier mehr geht. Auch wenn es noch die ein oder andere Hürde zu nehmen galt (wie etwa die kurzzeitige Existenzkrise Goldwassers), wurde New York später der Ort des Entstehens jener Platte, die, produziert von Dave Fridmann (Flaming Lips), mit ihren 10 Tracks frischen Wind in die Gehörgänge der geneigten Pop- und Rockveteranen pusten könnte. Der hymnische Eingangstrack “Time to pretend”, der mit seinem ironischen Unterton den Nerv dessen trifft, was sich jeder Hobbyrockstar zu Hause beim Schlafengehen aufs Innigste wünscht und der sich mit seinen Keyboardriffs ohrwurmartig festsetzt. Das unverbraucht im Retrolook daher kommende „Weekend Wars“, die im Glitterkleid und Sternchensonnenbrille auftretende Tanznummer „Electric Feel“, die über sonnige Ostküstenstrände direkt in die nächste Disco zu fliegen scheint oder das psychedelische „4th Dimensional Transition“, das Erinnerungen an alte Genesis-Nummern wach werden lässt. Jeder Song präsentiert sich hier in einer anderen Farbe als der Track zuvor. ![]() Kurz: Wer MGMT hört, mag gute, handgemachte und doch synthetisch anmutende Musik, duscht mit Farben, ist in, ein wenig out, vielleicht auch nicht ganz so straight, fliegt mit den Vögeln, malt Regenbögen, macht Kopfstände auf Wackelpudding und findet das Quentchen Komik in der Tragik. “I’m feeling rough, I’m feeling raw, I’m in the prime of my life. Let’s make some music, make some money, find some models for wives. I’ll move to Paris, shoot some heroin, and fuck with the stars. You man the island and the cocaine and the elegant cars.” Bewertung: Highlights: Time to Pretend, Weekend Wars, Electric Feel, 4th Dimensional Transition, Of Moons Birds & Monsters Lowlights: - Weiteres Material: Webseite: http://www.whoismgmt.net/ Reinhören: http://www.myspace.com/mgmt Tracklist: 1. Time to Pretend 2. Weekend Wars 3. The Youth 4. Electric Feel 5. Kids 6. 4th Dimensional Transition 7. Pieces Of What 8. Of Moons, Birds & Monsters 9. The Handshake 10. Future Reflection Tourdaten: 01.05 – Berlin – Itunes Festival 02.05 – Köln – Luxor 26.05 – München – 59to1 MGMT - Electric Feel (c) Red Ink/MGMT |



