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Aus dem Land der Rocky Mountains, des Indian Summers und dem Ahornblatt in der Flagge kommt eine Band namens „The Mohawk Lodge“, die – das sei bereits hier erwähnt - mit ihrem zweiten Album „Wildfires“ schlicht und einfach eine der besten Platten des noch so jungen Jahres abliefern. Feinster Indie-Rock gepaart mit Nuancen aus Folk- und Popmusik…
Aber zunächst alle unqualifizierten Kommentare: Wenn „Wildfires“ einsetzt, meint man die neue Coldplay CD rotiert gerade im hauseigenen Abspielgerät. Die Stimme des Mohawk Lodge Sängers Ryder Havdales hat dermaßen Ähnlichkeit mit der Chris Martins, dass man immer mal wieder nicht um ein Schmunzeln herum kommt – musikalisch allerdings bewegen wir uns hier auf ganz anderen Gleisen.
Denn auf ihrem Nachfolger zum Debüt „Rare Birds“, das sich noch mehrheitlich aus der Folk-Schublade bediente, propagieren die 6 Kanadier freundlich melodischen, gitarrenlastigen und manchmal auch gar träumerischen Indie-Rock, der schlicht und einfach nichts Besseres zu tun hat als sich mit jedem Track ein wenig mehr in den Gehörgängen festzusetzen.
 Dabei setzen The Mohawk Lodge nicht bloß auf grundsolide Standardinstrumentalisierung, sondern bedienen sich, mal per Gitarre, mal per Keyboard und auch mal per Bläser dezent eingesetzter aber unüberhörbarer Klangdetails, die jedem Song eine eigene Note zu geben wissen. Und auch vor siebenminütigen Tracks („Wildfires“) scheuen sich die Kanadier nicht, sondern spielen das Ding einfach mir nichts dir nichts runter und wissen genau wo sie damit hinwollen.
Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von einigen Gastmusikern, die dem ein oder anderen geneigten Leser bekannt vorkommen dürften - Dan Boeckner von Wolf Parade und Jesse Gander von Ghost House sind nur 2 von einigen mehr.
 Die Vielfalt der Einflüsse hat dabei nur gut getan. Von in Ansätzen immer noch folkigen Stücken wie „Everybody’s on fire“ bis hin zu gar ruhigen Gitarrenpopnummern wie „Calm down“ – Abwechslung ist garantiert. Und wenn sich in „Heart of lovers“, dem am stärksten am klassischen Rock’n’Roll orientierten Stück des Albums, die Gitarrenriffs spiralförmig ins Ohr schieben, ist auch dem letzten Zweifler ein zufriedenes Lächeln entlockt.
Nachdem dann am Ende noch das grandiose „Rising Sun“ ausgeklungen ist, holt man ganz sachte die Silberscheibe aus dem CD-Spieler, legt sie behutsam zurück in ihre Hülle und stellt sie im Regal recht weit nach Links zu den Lieblingsplatten.
Im Frühjahr sind The Mohawk Lodge auf Tour in Deutschland – also schnell mal bei myspace vorbei schauen, reinhören und Karte holen – es lohnt sich!
Bewertung: Highlights: Rising Sun, Wildfires, Everybody’s on fire, Heart of lovers, Calm down Lowlights: -
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Weiteres Material: Webseite: http://www.mohawklodge.ca Reinhören: http://www.myspace.com/mohawklodge
Tracklist: 1. Hard Times 2. Wear 'Em Out 3. Everybody's On Fire 4. Timber 5. Wildfires 6. Calm Down 7. Heart Of Lovers 8. Why Would You? 9. Rising Sun
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