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“Christmas parties and all night fights, I remember you sweet-talking to me beneath the strung up lights, those days are gone now” - mit diesen traurigen Worten beginnt Rocky Votolatos neuer Longplayer “The Brag and Cuss” und schafft Bilder von verlorener Liebe, staubigen Truck Stops und hoffnunglosen Seelen.
Die Melancholie, die sich schon bei Votolatos vier Vorgängeralben durch die Songs gezogen hat, hat er auch dieses Mal nicht beiseite gelassen und so überfällt sie einen direkt im ersten Song „Lily White“. Nun ja, man hätte damit rechnen können, denn schließlich ist Votolato nicht unbedingt für seine frohen und aufmunterten Lieder bekannt.
Das mag wohl aber auch daran liegen, dass die meisten Songs während seiner letzte US Tour entstanden sind, auf welcher der zweifache Familienvater lange von seiner Familie getrennt war und offensichtlich, betrachtet man die schwermütigen Songs auf „The Brag and Cuss“, nicht sehr glücklich darüber war. Anders als bei seiner letzten Platte allerdings setzt der 29jährige Songwriter nun auf eine zahlreichere Auswahl an typischen Folkinstrumenten und begrenzt sich nicht nur auf seine raue, Melancholie tragende Stimme und die Gitarre, die man schon allzu gut vom Vorgänger „Makers“ kennt.
 Dass der Gute aus dem fernen Westen stammt und somit ein Kind der Countrymusik ist, merkt man spätestens bei „Your Darkest Eyes“, bei dem auch mal zur Mundharmonika gegriffen wird und man sich Herrn Votolato bildlich mit Cowboyhut und Leather Boots vor sich sieht. Die etwas temporeicheren Songs wie etwa „Before You Were Born“ und „Time is a Debt“ sind da eine nette Abwechslung zu den sonst ruhig gehaltenen Stücken.
Wenn man dem Album eines unterstellen kann, dann wäre es, dass Rocky Votolato den Hörer mit seinen sehr ehrlichen und nackten Emotionen anzustecken droht und den besungenen Liebeskummer so mitfühlbar macht, als hätte man ihn soeben am eigenen Leibe erlebt. Ob das jetzt ein Vorwurf sein muss, sei dem Hörer in seiner Entscheidungsfindung selbst überlassen.
Verfasst von Samira Leitmannstetter
Bewertung: Highlights: Your Darkest Eyes, Lily White Lowlights: Postcard from Kentucky
Tracklist: 1. Lilly White 2. Postcard from Kentucky 3. Before You Were Born 4. Wrong Side of Reno 5. Red Dragon Wishes 6. Blue Rose 7. Your Darkest Eyes 8. Time Is a Debt 9. Whiskey Straight 10. Old Holland 11. Silver Trees
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Weiteres Material: Webseite: http://www.rockyvotolato.com Reinhören: http://www.myspace.com/rockyvotolato
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