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Was ist denn das jetzt bitte? Marygold? Schon mal gehört? Nein? Wir auch nicht. Also dann mal rein in den CD-Player, den Silberling zum rotieren gebracht und dann angenehm überrascht schauen, wenn nach 3 Songs klar ist, dass sich hier gar Wunderbares abspielt. Traurig schöne und mit Elektroelementen versehene Rockmusik, die einen den Herbst herbei wünschen lässt, um sie im richtigen Ambiente hören zu können.
Dabei war zu Beginn der Arbeit am Album noch gar nicht klar in welche Richtung die Reise führen sollte. Die 4 Schweizer, namentlich Philipe Burrell (Gesang), Claudio Renggli (Gitarre), K-Cee Schinz (Bass) und Patrik Zosso (Schießbude), die „Dare, Dare…Surrender“ in Eigenregie aufnahmen und produzierten, setzten sich einfach in Basel ins Studio und begannen damit ihre 10 von Melancholie getriebenen Songs aufzunehmen.
Was dabei heraus gekommen ist, ist ein wahnsinnig gutes Stück Rockmusik, die ihre düster schönen Melodien teils zweistimmig vorträgt und des Öfteren durch elektronische Loops unterstützt. Radiohead, Turin Brakes, Sonic Youth und eine unbestimmte Prise Progressive Rock - die Einflüsse sind so vielfältig wie die Musik selbst.
 Wenn in „Cold Desert“ zu schabenden Gitarren plötzlich ein Piano erklingt und zusammen mit dem Gesang von Sängerin K-Cee das wärmende Feuer in der Eiswüste zu entfachen scheint - oder das fast klagende „Not there“ sich zu einer Wand aus Percussions, Gitarren und Synthies hochschraubt, um dann doch wieder in sich selbst zusammen zu fallen – dann wird es dem geneigten Hörer ganz wohlig ums Herz.
Und wenn in „Sunshine of my life“ nach aufforderndem Anfang, der eigentlich direkt in ordentlich schiebenden Riffs enden sollte, erst einmal genau das Gegenteil passiert, dann wird klar, dass sich hier jemand tatsächlich mal ordentlich Gedanken gemacht hat.
 Was bleibt zu sagen? Marygold machen auf ihrer zweiten LP alles richtig. Schlechte Songs sucht man auf „Dare, dare…surrender“ vergebens – jeder Track hinterlässt seine eigene Note, die Hooklines sind mehr als überzeugend. Und auch um die berühmte Wichtigkeit des letzten Songs wissen Marygold. In „Failure Rate“ scheint die Zeit rückwärts zu laufen – der Titel hypnotisiert mit stakkatoartigem Piano und Schlagzeug, weinenden Synthies und klagendem Gesang und überlässt nach etwas über 5 Minuten den Hörer wieder ganz seiner eigenen Realität – schade eigentlich.
Ein Album, das man auf gar keinen Fall überhören sollte!
Bewertung: Highlights: Strange kind of addiction, Divine Grace, The Pretender, Cold Desert, Not there Lowlights: -
VÖ 29.2.
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Weiteres Material: Webseite: http://www.marygold.ch Reinhören: http://www.myspace.com/marygoldch
Tracklist: 1. Nothing Else 2. Strange Kind Of Addiction 3. Divine Grace 4. The pretender 5. Cold Desert 6. Not There 7. Sunshine Of My Life 8. Insecure 9. Waiting For A New Start 10. Failure Rate
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