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Es ist erstaunlich, wie viele Variationen eines Bandnamens es geben kann – zumindest was die Aussprache betrifft. So werden aus den Hoosiers mal eben die „Huh-sihrs“, die „Huh-sie-ers“ oder auch - ganz nah dran - die „Huschers“. Richtig ist natürlich „Huhschers“ mit langem „u“ und damit wir endlich mal auf den Punkt kommen: Sehr, sehr hübscher und abwechslungsreicher Indie-Pop von der Insel mit mindestens 2 Hits. Gute Laune und Überraschungen garantiert.
Aber wer sind diese Herren mit dem schwierigen Bandnamen? Da wäre zum einen Gitarrist und Sänger Irwin Sparkes, dann ein Drummer namens Alfonso Sharlando und, last but not least, Bassist Martin Skarendahl - eine britisch-schwedische Mischung also, die unter der Fuchtel von Ex-Jamiroquai Mitglied Toby Grafty-Smith mit ihrem Debütalbum „The Trick to Life“ dabei sind einzuschlagen wie eine Bombe.
Für was steht eigentlich “Hoosiers“? Mr. Sparkes, der zusammen mit Sharlando für einige Zeit in den vereinigten Staaten studierte, klärt auf: „Der Name ist ein US-amerikanischer Slang-Ausdruck für Redneck, also Prolet oder Provinzler. Aber der Staat Indiana heißt auch so, der Hoosier-Staat. Wer von dort kommt, wird Hoosier genannt. Das hat uns an unser Zuhause in England erinnert. Wir sind aus einem Außenbezirk von London, einer Satellitenstadt. Man fühlt sich da immer ein bisschen ausgeschlossen, weil die Leute ihr Ding machen und sich nicht reinreden lassen. Da gibt es schon Parallelen.”
 Und musikalisch? Nun ja, Inspiration haben sich die Herren bei einigen Dekaden Pophistorie geholt. The Cure, Flaming Lips oder Supertramp, um nur einige zu nennen. Ebenso abwechslungsreich und erwachsen gibt sich die Platte, denn die Hoosiers setzen nicht auf eine – ohne Frage vorhandene - Ansammlung radiotauglicher Hits („Worried about Ray“, „Killer“, „The trick to life“), sondern auch mal auf ungewohnte 6/8el Takte mit Folkeinschlag („Run rabbit run“).
Wirklich schlechte Songs gibt es hier nicht – einzig überflüssig bleibt zurück „Goodbye Mr. A“, das sich anhört, als wären gerade alle längst nicht mehr beachteten Britpop-Geister drübergebrettert und hätten dabei ihr billiges Makeup hinterlassen.
Der Rest macht Spaß, bietet viel Abwechslung, etwas Kopfstimme und auch mal gar epische Momente, wenn im Nachspann von „Money to be made“ ein ganzes Synthie-Orchester aufgefahren wird nur um am Ende doch ufo-artig dem CD-Player zu entschweben.
 Und wer ist nun Ray? „Ray ist was immer ihr euch wünscht. Er ist eine Metapher für alles, um das ihr euch sorgt. Als wir das Stück geschrieben haben, hatten wir alle keinen Job. Ray, das waren also wir, die Band. Wir wussten nicht mal wie wir unser Mittagessen bezahlen sollten. Das Video ist natürlich von Ray Harryhausen inspiriert, dem Filmemacher. Wir sind alle Riesenfans von ihm. 'Kampf der Titanen' und 'Sindbad' - damit sind wir aufgewachsen.“
Wenn dann jetzt alle Fragen geklärt sind, machen wir an dieser Stelle genauso schnell Schluss wie das Album selbst. Denn mit knapp 40 Minuten inklusive Bonustrack vergehen die 11 Songs doch recht schnell. Aber warum mehr reinpacken, als das, was es braucht, um auf den Punkt zu kommen?
Bewertung: Highlights: Worried about Ray, Run Rabbit Run, A sadness runs through him, Killer, Everything goes dark, The trick to life, Money to be made Lowlights: Goodbye Mr. A
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Weiteres Material: Webseite: http://www.thehoosiers.co.uk Reinhören: http://www.myspace.com/thehoosiers
Tracklist: 1. Worried About Ray 2. Worst Case Scenario 3. Run Rabbit Run 4. Goodbye Mr A Album Version 5. A Sadness Runs Through Him 6. Clinging On For Life 7. Cops and Robbers 8. Everything Goes Dark 9. Killer 10. The Trick To Life 11. Money To Be Made
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