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Incubus – Look alive
Das Schönste für einen Fan ist, wenn die Band ihn – soweit möglich – an ihren Abenteuern teilhaben lässt. Linkin Park machen das auf ihrer Webseite geradezu vorbildlich, Trent Reznor hat kürzlich neue Marketing-Methoden erprobt und seine Fans mit kleinen Überraschungen überall auf das neue Album vorbereitet. Am naheliegendsten ist allerdings immer noch eine gute DVD, die mehr als nur einen Aufguss an bekannten Songs bietet – und genau hier punkten Incubus mit „Look alive“.

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Winterliche earBook-Reise...
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09.12.2007
Weihnachtsoratorium / St. Petersburg
...Weihnachtsoratorium und St. Petersburg. In den kalten aber bereits sehr weihnachtlich wirkenden Dezembertagen macht man es sich gerne mal an einem warmen Plätzchen gemütlich und stöbert in dem ein oder anderen Buch, das bereits länger in der Ecke zu verstauben droht. Für alle Klassikliebhaber unter unseren Lesern erscheinen jetzt 2 Bände für solch einen Nachmittag im Lieblingssessel – musikalisch begleitet von Johann Sebastian Bach und russischen Komponisten von Borodin bis Tschaikowski.

 

 

Die Kombination aus Buch und CDs ist typisch für earBooks – der Name verrät bereits eindeutig, was den hörenden Leser erwartet. Vorn im Cover prangen in beiden hier vorgstellten Bänden jeweils 4 CDs, die randvoll sind mit klassischer Musik, die Bücher selbst bestehen meist aus Fotos und - im Falle Bachs - inhaltlich an die Musik angelehnten Texten.

Johann Sebastian Bach - Weihnachtsoratorium

Da wäre zunächst das earBook zum Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), welches definitiv zu den berühmtesten Werken des Barock Komponisten gehört und in 6 Teilen die Geschichte der Geburt Jesus Christus‘ erzählt. Bach hat dabei nicht alle Stücke eigens für dieses Oratorium geschrieben, sondern durchaus auch auf seine älteren Kompositionen zurück gegriffen. Das Eingangsstück „Jauchzet, frohlocket“ etwa wurde bereits 1733 zum Geburtstag von Maria Josepha, Kurfürstin von Sachsen und Königin von Polen, aufgeführt.

Die Texte zum Werk lassen sich zu Großteilen zurückführen auf Chorale von Paul Gerhardt (1607-1676) und beschreiben sehr bildlich die Vorgänge, die Bach musikalisch begleiten lässt. eben den 6 Teilen des Weihnachtsoratoriums befinden sich auf der vierten CD noch fast 2 Dutzend Weihnachtskantaten (Wikipedia: Kantate).

Weihnachtsoratorium


Das Buch selbst bietet die Texte der Stücke und zahlreiche Bebilderungen zum Thema. Sehr schön wären Hintergründe zu Bach oder dem Werk an sich gewesen – allerdings lässt der Band diese komplett vermissen, sodass für Klassikliebhaber, die das Weihnachtsoratorium vermutlich sowieso schon im Schrank stehen haben, wenig bis nichts Neues geboten wird. Einsteiger suchen vergebens nach Erläuterungen und werden mit den 4 CDs alleine gelassen.

St. Petersburg. With Classical Music from Borodin & Tchaikovsky


Das zweite earBook der hier besprochenen hat ehrlich gesagt auch keinen größeren Informationscharakter, sondern bietet auf 120 Seiten eine Zusammenstellung an teils kitschigen und manchmal auch überflüssigen Fotos aus dem russischen St. Petersburg.

Die 4 CDs beinhalten allerdings eine interessante Zusammenstellung an Klassik aus dem ehemaligen Zarenreich. Von Borodin über Mussorgsky und Tschaikowsky bis Strawinski hat die Redaktion alles ausgegraben, was man an russischen Komponisten wenigstens einmal gehört haben sollte. Und um noch einmal den Vergleich „Klassikliebhaber und Einsteiger“ zu strapazieren, kann man sagen, dass erstere aufgrund der Tatsache, dass sich viele interessante Werke nur in Auszügen auf den CDs befinden (z.B. Der Schwanensee, Bilder einer Ausstellung), kaum angesprochen fühlen werden.

St. Petersburg


Hörer, die einen Überblick über die klassische Musik Russlands bekommen möchten, können hier allerdings beherzt zugreifen und sich daraufhin bei Gefallen an anderer Stelle tiefer in die Materie einarbeiten.

Abschließend eine Bitte an die Redaktionen der zahlreichen earBooks: Bei vielen stets gut ausgewählten Themen lassen die Bücher doch sehr an Inhalten vermissen, was den Eindruck erweckt, dass dem Leser eine dem Thema gebührliche Aufarbeitung nicht zugetraut wird oder der Band nur hübsch im Regal ausschauen soll.

Bewertungen:

Weihnachtsoratorium:2,5/5
St. Petersburg:3/5 

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