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Fleet Foxes - Fleex Foxes

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Ein Geheimtipp dürften die Fleet Foxes für Viele gar nicht mehr sein, bekommen die 5 Jungs aus Seattle doch gerade ein gewaltiges Medienecho vor allem in den USA und in England (auch wir berichteten). Verständlich, denn mit ihrem Rückgriff auf folkloristische Wurzeln, auf Chöre wie die der Beach Boys und dem Wissen darüber, dass das alles gar nicht so unmodern ist, erobern die Fleet Foxes die Sonnenuntergänge des Sommers.

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Marbert Rocel – Speed Emotions
Artikelbewertung: / 1
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05.12.2007
Marbert Rocel - Speed Emotions
Was hierzulande im Moment an neuer elektronischer Musik des Öfteren unverhofft ans Licht tritt, lässt staunen. Erst vor kurzem berichteten wir über das Düsseldorfer Duo „Two Travel Agents“ und ihrer sehr guten Debütplatte (siehe hier). Nun erreicht uns ein Album namens „Speed Emotions“ von einem Herren, Verzeihung, von einer Band namens „Marbert Rocel“ und überrascht, obwohl eigentlich schon länger im Geschäft,  mit einer famosen Platte, die sich irgendwo zwischen House und Lounge bewegt und sich vor niemandem verstecken muss, nein, geradezu verordnet werden müsste.

 

 

Um die Anspielung aus der Einleitung gleich noch einmal aufzugreifen, wollen wir kurz erläutern, wer sich hinter dem Namen „Marbert Rocel“, der eigentlich eine One-Man-Show impliziert, verbirgt. Da ist zum einen ein Herr namens Marcel Aue, der sich als DJ verdingt und gleichzeitig für das Mixing und die Produktion zuständig ist. Des Weiteren gibt es da einen gewissen Robert Krause, der sich ähnlich betätigt wie der eben genannte Herr, allerdings anscheinend noch ein Händchen für Artwork besitzt. Und last but not least ist da Sängerin Antje Seifarth, durch welche „Speed Emotions“ die Gefühle zugewiesen bekommt, denn Interpretation und Stimme passen perfekt.

Dass Ersterer und Letztere durch ihr Mitwirken wie etwa bei Clueso keine unbeschriebenen Blätter sind, soll hier nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Marbert Rocel (c) Marbert Rocel


Das Material für „Speed Emotions“ hat sich über die Jahre hinweg im Repertoire der drei Musiker angesammelt, ist allerdings bei weitem kein Flickwerk geworden. Die Songs gehen wunderbar ineinander über und bieten von Track zu Track wohlige Abwechslung. Instrumentale Tracks reichen den Staffelstab weiter an durch Gesang begleitete. Die oft treibenden Beats halten sich gekonnt zurück, wenn Seifarth ihren Auftritt hat und ihre wie für eine solche Platte geschaffene Stimme einsetzt.

Apropos Abwechslung. An Einfallsreichtum mangelt es „Speed Emotions“ nicht. Wie etwa im wunderbar umgesetzten „Cornflakeboy“, wenn sich die unbekannte Dame am Frühstückstisch beim Knuspern der Weizenflocken kurzzeitig in den von der Packung lächelnden Werbeträger verguckt. Eben jenes Knuspern wird hier gekonnt dezent aber dennoch unüberhörbar in den Rhythmus eingebaut - in „Beats like Birds“ klickt von vorn bis hinten gemütlich die Zunge eines der beiden Herren an die Vorderzähne und sorgt für interessante Akustik.

Marbert Rocel (c) Marbert Rocel


„Speed Emotions“ ist eine perfekt produzierte Platte, die sich allerdings nicht an irgendwelche Vorgaben hält und schon gar nicht steril klingt. Die Songs sind immer mal wieder unterlegt mit sympathischem Hintergrundrauschen, das an leicht verstaubte Vinyls erinnert - „Purple Bass“ ist so ein Titel, der wohl am auffälligsten von solch einer Technik Gebrauch macht. Immer wieder schleichen sich derartige Hintergrundgeräusche in das Geschehen und stimmen den Hörer ob dieses Einfallsreichtums einfach unglaublich zufrieden.

Tanzbar oder nicht? Um ehrlich zu sein, beides. Tracks wie „tttictictac“oder „’Cause you“ sind ebenso zum Popowackeln geeignet wie zum entspannten Brunch bei Sonnenaufgang. Und haben wir da zwischen all den elektronischen Sounds in „Rock to Roll“ nicht gerade eine Gitarre rausgehört? Und schwingt da nicht immer auch ein Hauch von Jazz mit? Ach, es gibt so Vieles zu entdecken!

Ein prima Album habe die drei aus Thüringen stammenden Musiker da zusammengebastelt. Wer sich der elektronischen Musik verschrieben hat, für den ist „Speed Emotions“ Pflicht. Und wer sich nur am Rande dafür interessiert, wird eine angenehme Überraschung erleben. Hier ist für jeden etwas dabei und wenn „Red Shoes“ nicht nächstes Jahr in mediterranen Strandclubs gespielt wird, dann hat der DJ etwas falsch gemacht – ein Song wie geschaffen für laue Sommernächte und hölzerne Tanzflächen.

Übrigens: Für 2008 haben Marbert Rocel ein Liveprogramm geplant, das sich gerade noch in der Umsetzung befindet und alle möglichen Menschen begeistern wird - von schüchternen Kopfnickern bis hin zu tanzwütigen Clubbesuchern. Also jetzt schnell die Platte kaufen und dann schon mal warm machen!

Bewertung:4,5/5
Highlights: Cornflakeboy, Purple Bass, tttictictac, Blue Days, ‘Cause you, Red Shoes
Lowlights: -

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Weiteres Material:
Webseite: http://www.marbertrocel.com
Reinhören: http://www.myspace.com/marbertrocel


Tracklist:
01. Seven Stars
02. Cornflakeboy
03. Eleanor Birdbath
04. The Pack
05. Beats Like Birds
06. Purple Bass
07. tttictictac
08. Blue Days
09. ’Cause You
10. Roll To Roll
11. Red Shoes
12. The Harder They Come

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