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Die südafrikanischen Hardrocker von Seether melden sich zurück. 2 Alben haben sie bereits hinter sich gebracht - „Finding Beauty in Negative Spaces“ ist das dritte und mag im Titel durchaus Positives vermuten lassen. Thematisch allerdings werden viele negative Aspekte abgehandelt. 12 Songs, 50 Minuten und jede Menge ordentliche Rockmusik…
Nach ihren ersten beiden Alben, die der Band mehrfach Gold und Platin beschert haben, war es ja nur eine Frage der Zeit, bis ein drittes Werk erscheinen sollte. Am 9.11. wurde bereits der groovige, ja fast beängstigend poppige Titel „Fake it“ veröffentlicht, der zwar ein wenig neben der sonst ein wenig härteren Seether-Spur fährt, das Kopfnicken allerdings klar auf seiner Seite hat.
„Wir wollten diesmal Songs schreiben, die etwas anders sind. Gleichzeitig ist aber auch nichts auf diesem Album, bei dem die Leute sagen würden: 'Wow! Ich komme wirklich nicht drauf, welche Band das sein könnte.' Man kann ganz bestimmt nicht behaupten, dass wir jetzt was ganz anderes machen. Wenn die Fans befürchten, dass wir nur noch Pop machen, kann ich sie beruhigen und versichern, dass dies ganz bestimmt nicht der Fall ist. Es ist ja auch nicht so, dass sich 'Fake It' komplett von den Sachen unterscheidet, die wir vorher gemacht haben."
 Wie eingangs erwähnt wird auf dem Album thematisch einiges beklagt. Wo es bei „Fake it“ um die Oberflächlichkeit in der Wahlheimatstadt L.A. geht, greift „Fuck me like you hate me“ den Sex als letzten Versuch zur Rettung der geschundenen Beziehung auf. In „No Jesus Christ“ geht dann der Gruß an alle Rockerkollegen raus, die meinen sie seien auf Erden wandelnde Götter und unantastbar.
Auch wenn Frontmann Shaun Morgan davon schwärmt wie er sich in Sachen Kreativität uneingeschränkter zeigt als je zuvor. Auch wenn er das Beste aus 60 Songideen zu 12 Tracks „zusammengestampft“ haben will, so bleibt am Ende ein typisches Seether-Album. Das ist wahrlich nichts Schlechtes und überzeugt auch diesmal. Denn bei all der Konkurrenz auf dem US-amerikanischen Hardrock-Markt muss eine Band sich mehr trauen, um fortwährend Bestand zu haben – und das tun die Südafrikaner an manchen Stellen, ohne sich allerdings wesentlich neu zu erfinden.
 „No Jesus Christ“ etwa bläht sich in gemächlich bedrohlicher Stimmung zur wahren Live-Bombe auf, die im Publikum für ordentlichen Wirbel sorgen sollte – hier wird mehr geboten als ein wenig Verzerrung und Mitsingrefrain. Aber es gibt eben immer wieder massenkompatible Nummern wie „Breakdown“, die beliebig zwischen 100 Bands austauschbar wären. „Six gun quota“ etwa könnte genauso gut von Nickelback stammen und vielleicht sogar besser klingen – Verzeihung, hoffentlich fühlt sich jetzt kein Seether-Fan auf den Schlips getreten.
Die Liste der Highlights macht allerdings deutlich, dass es sich am Ende um ein solides Stück Rockmusik handelt, das einiges an potentiellen Singleauskopplungen zu bieten hat. Freunde etwas härterer Musik seien die Ex-Creedler Alter Bridge empfohlen, Weichspüler nehmen besser Daughtry. Irgendwo dazwischen liegen Seether und wissen zu bedienen.
Bewertung: Highlights: Like suicide, Fake it, No Jesus Christ, Walk away from the sun, Don’t believe Lowlights: Fallen, Six gun quota
VÖ 16.11.
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Weiteres Material: Webseite: http://www.seether.com Reinhören: http://www.myspace.com/seether
Tracklist: 1. Like suicide 2. Fake it 3. Breakdown 4. Fmlyhm 5. Fallen 6. Rise above this 7. No Jesus Christ 8. Six gun quota 9. Walk away from the sun 10. Eyes of the Devil 11. Don't believe 12. Waste
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