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4 Jungs aus Österreich machen sich auf, auch über die Landesgrenzen hinaus ihren Gitarrenrock an den Mann zu bringen. Unterstützt wird die Band vom auch hierzulande über Webstreams recht bekannten Radiosender FM4 und mit einem so tragenden Partner im Rücken sollte doch eigentlich nichts schief gehen. Soweit die Theorie, kommen wir zur Praxis.
In ihrem Heimatland sind sie bereits mehr als nur eine weitere Rockband und begeistern regelmäßig Fans und solche, die es werden wollen, mit ihren energiegeladenen Konzerten. Fragt man die Webseite der Band nach der Zusammensetzung der vierköpfigen Band aus Wien, so erfährt man, dass da sind: Arne Lechner mit Gesang und Gitarre, Florian Frankl am Bass, Thorsten Mahr am Schlagzeug und Martin Kaser an der 2. Gitarre.
2002 gegründet und benannt nach dem von der Nichte des Sängers „Goldbaum“ getauften Weihnachtsbaum, sorgen Jonas Goldbaum für Pop-Rock-Beschallung, die durchaus Potential hat.
 Aber nach erstem Durchhören der Platte bleibt erstmal festzuhalten, dass man es im Grunde mit stets ähnlich klingenden Titeln zu tun hat, in denen die Trommeln artig ihren eins-zwo-eins-zwo Rhythmus spielen. Nach oft ruhigem Einstieg ertönen dann immer wieder die Gitarren im Bimmelmodus und mit langweiligem „da da da da da da da da da da da da da da da da da da da da da „ (in verschiedenen Tonarten) – geht das nicht einfallsreicher? Wie etwa in „Das 3. Jahrtausend fängt ja gut an“ oder „Unsere Welt braucht dich“, wenn ein Funken Abwechslung zu spüren ist?
Was die Sache dann doch erträglich macht, sind die ordentlichen Texte, die nachvollziehbar und gut vorgetragen sind. Es geht im Grunde um die Liebe und das Leben in all seinen Formen. Da werden „Sternenparties“ gefeiert und der „Taucher im Meer“ besungen. Es wird das nicht vorhandene Glück verteilt und festgestellt, dass man auch mal auf beiden Ohren taub ist. Wohl wissend um die Wichtigkeit des letzten Songs packt die Band dann auch einen der besten Songs ganz an den Schluss.
Die Produktion ist einwandfrei, der Sound auf den Punkt gebracht.
 Was Jonas Goldbaum erfolgreich machen könnte, ist die Mischung aus Tocotronic und den Sportfreunden Stiller. Tocotronic, weil sich die markante Stimme Lechners irgendwie nach Dirk von Lowtzow und damit nicht nach Allerweltsgesang anhört und Sportis, weil der nicht immer dem natürlichen Versmaß folgende Gesang und das Stakkatoartige in den Songs auch als typisches Merkmal der sympathischen Münchner durchgeht.
Aber irgendwie kann man den 4 Nachbarn nicht wirklich böse sein und wenn sie selbst schon damit hausieren gehen, dass sie nun aus dem EM 2008 Gastgeberland Österreich flüchten, weil ihre Nationalmannschaft im FIFA-Ranking noch hinter Burkina Faso auf Rang 77 liegt, dann gibt’s noch einen halben Bonuspunkt.
Bewertung: Highlights: Fallschirm, Das 3.Jahrtausend fängt ja gut an, Unsere Welt braucht dich Lowlights: Auf beiden Ohren taub, Lebenslang
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Weiteres Material: Webseite: http://www.jonasgoldbaum.de Reinhören: http://www.myspace.com/jonasgoldbaumrockt
Tracklist: 1. Nichts Mehr Wie Es War 2. Yeah Yeah Yeah 3. Sternenparties 4. Deine Reise 5. Auf Beiden Ohren Taub 6. Spielregeln 7. Taucher Im Meer 8. Nur Für Den Fall 9. Lebenslang 10. Eine Neue Zeit 11. Das 3.Jahrtausend Fängt Ja Gut An 12. Unsere Welt Braucht Dich 13. Fallschirm
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