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Eine Hommage an seine Heimatstadt sollte es werden und nichts Geringeres ist bei „My New Orleans“ am Ende heraus gekommen. Die vor einiger Zeit vom Hurrican „Katrina“ heimgesuchte Stadt, in der schon immer das Herz des Blues und Jazz schlug, wird von Mr. Harry Connick Jr. artgerecht aufgearbeitet und lässt dabei nicht nur allerhand Big Band durch die Straßen marschieren.
Mit „Working in the coalmine“ von Lee Dorsey startet „My New Orleans“ den Reigen an frisch intonierten, nicht unbedingt oft gehörten Klassikern des Jazz, Gospel, Swing und Blues. Dabei hat er neben seiner wie für diese Musik geschaffenen Stimme wieder seine eigene Big Band im Gepäck und diese hervorragend unter Kontrolle.
Der 1967 geborene Musiker, dem man auf den Fotos seine 40 Lenze zunächst nicht ansieht, macht Musik, seitdem er 3 Jahre alt war. Damals noch am Keyboard gestartet, bewältigte er seine ersten Auftritte am Klavier im zarten Alter von 6 Jahren und wirkte bereits mit 10 als Musiker auf einer Jazz-Platte mit. Nach seinem Studium an der Manhattan School of Music unterzeichnete er einen Deal bei Columbia Records und von da an ging es steil aufwärts.
 Während seine erste Platte „Harry Connick Jr.“ noch eine reine Instrumentalplatte voller Jazz-Standards war, überzeugte er bereits beim 2. Werk mit seiner Stimme. Und natürlich ist auch auf „My New Orleans“ die wie für den Swing und Jazz gemachte Stimme zu hören. Neben den überwiegend neu aufgelegten Titeln befinden sich auf „My New Orleans“ auch 4 eigene Songs Connick Juniors.
Besonderes Highlight ist „All these people“, das mit kontinuierlich stampfendem Beat und auffordernd arrangierten Bläsern nicht nur Connicks Stimme perfekt untermalt, sondern mit Sängerin Kim Burrell ein wenig Farbe ins Album bringt. Man wünscht sich eigentlich mehr solcher Titel, die ein wenig Abwechslung in die musikalische Welt des mit Blendaxlächeln ausgestatteten Amerikaners bringen könnten.
 Doch Grund zur Beschwerde hat man eigentlich nicht. „My New Orleans“ erfindet nichts neu oder geht auf irgendeine Weise ein Risiko ein, das die Stammhörerschaft des Künstlers irgendwie vergrämen könnte. Die knapp 70 Minuten sehr gut aufgenommenen Stilblüten des Jazz, Blues und Swing geben einen wunderbaren Einblick in die amerikanische und ursprünglichere Version von Künstlern wie etwa dem „deutschen Frank Sinatra“ Tom Gäbel oder dem Kanadier Michael Buble.
Außerdem ist es immer wieder sehr hübsch anzuhören, wenn ältere Titel von Künstlern, welche die Entstehungszeit dieser Songs gar nicht erlebt haben, wieder aufgegriffen und einem breiteren, auch oft jungen Publikum, nahe gebracht werden. Viele der Songs auf „My New Orleans“ sind nicht umsonst derartige Klassiker.
Ein bisschen weniger schnulzig hätte es zwischendrin zwar werden dürfen, aber was stört das schon, wenn die Freundin zu musikalischen Wattebäuschchen in den eigenen Armen dahin schmilzt.
Eine Grammynominierung wird es diesmal vermutlich nicht geben (Connick war bereits mehrfach vorgeschlagen und durfte die begehrte Trophäe auch schon in der Hand halten), aber mit „My New Orleans“ bringt er schlicht und einfach eine souveräne und hübsch anzuhörende Platte.
Bewertung: Highlights: All these people, Let them talk, Yes we can Lowlights: We make a lot of love, Hello Dolly
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Weiteres Material: Webseite: http://www.hconnickjr.com
Tracklist: 1. Working in the coal mine 2. Won't you come home, Bill Bailey? 3. Something you got 4. Let them talk 5. Jambalaya (On the bayou) 6. Careless love 7. All these people 8. Yes we can 9. Someday 10. Oh, my nola 11. Elijah rock 12. Sheik of Araby 13. Lazy bones 14. We make a lot of love 15. Hello Dolly 16. Da dat thing
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