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Auch nach über 18 Jahren kennen die rosa Herren von J.B.O. aus Erlangen nix und machen einfach da weiter wo sie nie aufgehört haben. Die unbestrittenen Verteidiger des wahrend Blöedsinns geben mit „Head Bang Boing“ wieder so richtig Gas und liefern 50 Minuten Huldigung an die Verzerrung ab. Und dabei verteilen sie ordentlich Watschen an alle „latentlosen Nieten“. Hä? Reingehört und bei Herrn Vito C. nachgeOAAAAARRGH!!!
Achja, wieder so eine Platte, die man in den CD Player schiebt, sich gemütlich zurücklehnt und OAAAAARGH!!! Bereits zu Beginn wird klargestellt, um was es auf „Head Bang Boing“ geht – Rock’n’Roll. Punkt. Keine Überraschung, predigen J.B.O. doch seit eh und je immer wieder den Heavy Metal in all seinen Formen – manche fassen es in dem Begriff „Spaßmetal“ zusammen. Bei allem Spaß allerdings, den man als Hörer beim Lauschen von J.B.O. Platten hat, fällt immer wieder auf, dass OOOAAAAARGH!!! Valve: Wenn wir nicht irren, gibt es euch jetzt seit über 18 Jahren. Wird diese ganze Blöedelei nicht irgendwann langweilig? Vito C.: Ein ganz klares Nein! Hätte ich auf der Bühne keinen Spaß mehr, würde ich da nicht mehr raufsteigen! Valve: Und wie kommen eure Songs zustande? Sitzt ihr irgendwo im Keller, stellt 3 Kisten Kitzmann auf und wartet was passiert? Vito C.: Letztlich entsteht das immer per Zufall - Du hörst ein Lied mal wieder im Radio - oder es kommt Dir gerade in den Sinn und dann fällt einem eben was Blödes, Lustiges, oder Interessantes dazu ein - diese Ideen dann entsprechend textlich und musikalisch umzusetzen, ist dann Handwerk. Bei den eigenen Songs ist es ähnlich - eine Idee ist zuerst vorhanden, der Rest ist dann gemeinsame Arbeit. Bier ist dabei allerdings nie im Spiel - wenn Du so etwas besoffen machst, machst Du es nicht lange - und wenn Du es Dir danach nüchtern anhörst, ist es ein böses Erwachen. Ist also nach den ersten 2 Minuten klargestellt, wohin die Reise geht, beginnt das bunte Karussel an Coverversionen, Eigenkompositionen und Rumblödeleien. Sei es der gut gelungene Titeltrack „Head Bang Boing“, ein Cover des Megahits „Bongo Bong“ von Manu Chao, die Live-Pflicht „Raining Blood“, in der die Weather Girls („It’s raining men“) auf Slayer („Reign in Blood“) treffen, oder die Eigenkreation „Mehr Stoff“, die manowaresk mit Motorradgeblubber beginnt und dann den Rock’n’Roll Zug ins Rollen OOOAAARGH!!! Valve: Wenn ihr uns und dem geneigten Leser kurz beschreiben könntet, was die Kernaussage des Werkes ist und inwieweit es sich von euren frühen Meisterwerken unterscheidet… Vito C.: So etwas ist schwierig, denn wir haben natürlicherweise am wenigsten Distanz dazu - beschreiben müssen das andere. Ich kann allerdings sagen, dass wieder mehr Cover-Versionen drauf sind, als auf der letzten LP. Ich mag sie gerne, aber ich mag die aktuellste CD immer am liebsten. Valve: Gibt es einen Song auf „Head Bang Boing“, den ihr persönlich am liebsten mögt? Und warum? Vito C.: Nein, diesmal gibt es keinen Liebling... man sagt ja auch nicht, welches seiner Kinder man am liebsten mag! ;-) Valve:Sollte man das Album mal rückwärts hören, um geheime Botschaften zu finden? Irgendwelche potentiellen Skandale, die ihr bewusst heraufbeschwören wollt? Vito C.: Man sollte unsere Alben IMMER rückwärts anhören - da findet sich sicher was. Aber welche Skandale wir heraufbeschwören wollen , werden hier kaum verraten. Es ist eine Freude zu Hören, wenn die Schlümpfe „Ausgeschlumpft“ von Sodom grummeln oder blaues Stöhnen Manowars „Pleasure Schlumpf“ durch den Kakao ziehen. Dieter Bohlen kriegt dabei genauso sein Fett weg, wie das im Überfluss vorhandene Mainstreamradio an sich. Hier ein Dankeschön an J.B.O. für „Oaaargh!“. Die Slipknotubbies sowie Osama Bin Laden – alle feiern auf „Head Bang Boing“ ihr friedliches Stelldichschlumpf, äh OOOAAARGH!!!. Valve: Welche Musik hört ihr privat? Gibt es Alben, die ihr auf die einsame Insel mitnehmen würdet? Vito C.: Wir hören alle vier sehr unterschiedliche Musik aus allen Stilrichtungen. Mir ist es wichtig, dass man der Musik anhört, dass sie nicht aus dem Kalkül des Geldverdienens heraus gemacht wurde. Ich mag Musik, die deshalb gemacht wurde, weil der Musiker diese Musik machen wollte. Auf die einsame Insel würde ich natürlich meine ganze CD-Sammlung mitnehmen - eigentlich auch die Vinyl-Sammlung... Valve: Gibt es Streit über die Musikauswahl im Tourbus? Vito C.: Nö, da hat sowieso jeder seinen Kopfhörer auf. Valve: Werdet ihr nächstes Jahr wieder auf Festivals spielen? Vito C.: Klar! Aber frag mich jetzt bitte nicht, auf welchen! J.B.O. machen mit ihrem neusten Streich im Grunde alles richtig. Es bollert, groovt, macht Laune, sprudelt über vor Einfällen („Promibeat 800“) und zaubert immer wieder ein Lachen aufs Gesicht. J.B.O. blasen einfach am besten! Lediglich Misanthropology und Bejonze hätten man gegen etwas mehr, nunja, OAAARGH!, austauschen können. Valve: Mal ganz uneigennützig gefragt: Wir bräuchten jetzt noch irgendetwas aus dem J.B.O.-Nähkästchen, das ihr noch niemandem verraten habt… Vito C.: Hannes Streifenhörnchen-Frisur ist nicht seine echte Haarfarbe - das haben wir wirklich noch nie verraten! Valve: Wir danken euch noch einmal vielmals für die Zeit, die ihr für uns geopfert habt! Vito C.: Bitteschön! Bewertung: Highlights: Oaaargh!, Mehr Stoff, Head Bang Boing , Wir ham’s geschafft, Raining Blood Lowlights: Misanthropology, Bejonze
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Weiteres Material: Webseite: http://www.jbo.de Reinhören: http://www.myspace.com/kickersofass
Tracklist: 1. Inhaltsangabe 2. Head bang boing 3. Mehr Stoff 4. Oaaargh! 5. Metal Hartz lV 6. Musiker 7. Acht 8. Frühstück 9. Slipknotubbies 10. Osama 11. Promibeat 12. Wir ham's geschafft! 13. Bejonze 14. Misanthropoly 15. Raining blood
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