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Welch ein Gothic- und Bombast-Metal-Herbst uns da ins Haus steht. Nightwish hauen mit ihrem neuen Album und neuer Sängerin wieder ordentlich auf die Pauke, gleichzeitig zeigt die Ex-Sängerin der Band was sie Solo so drauf hat (vielleicht nicht ganz Gothic, aber auch so sehr gruselig). Und ganz nebenbei bring eine Band namens „Atargatis“ aus dem Raum Regensburg ihre neue Platte „Nova“ heraus – und sind zumindest ursprünglicher als ihre kommerziell erfolgreichen Mitbewerber.
2 EPs und 1 eine LP haben sie schon hinter sich gebracht, die Musikanten um Sängerin Stephanie Luzie, die auf die klingenden Namen Azmo, Shadrak und (hüstel) Lord Lornhold hören. Ersterer bändigt die Gitarre, zweiterer sitzt an der Schießbude und letzterer zupft sowohl den Bass als auch seine Stimmbänder. „Atargatis“ ist der Name der syrischen Göttin der Lebensenergie und mit ihrem neuen Album „Nova“ verarbeitet die Band thematisch die 4 Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft. Keine neue Idee, aber macht sich irgendwie immer wieder gut – vor allem auf bunten Coverartworks. Kommen wir zur Musik. Stephanie Luzie, die einigen vielleicht von der österreichischen Band Darkwell bekannt ist, hat zwar nicht ganz das Stimmvolumen einer Tarja Turunen, Anette Olzon oder Sharon den Adel von Within Temptation. Doch macht sie auf „Nova“ ihre Sache sehr ordentlich und fügt sich prima ins zwar bombastische aber nie überfordernde Klanggeschehen der Platte ein. Die Grenzen der Stimme machen sich erst in langsamen Nummern wie „Green Lake’s Ground“ bemerkbar, wo Luzies Stimme nicht mehr von Klangwänden getragen wird, sondern den Song quasi alleine meistern muss. Hier klingt sie ein wenig einfarbig und weniger überzeugend. Aber um das gleich noch zu betonen: Atargatis sind weder Within Temptation noch Nightwish. Sie sind in ihrer Musik viel eher dem bollernden Heavy Metal zugewandt als die „großen“ Kollegen. Da wird neben all den schönen, melodiösen Parts, die orchestral arrangiert sind, auch mal ordentlich Druck gemacht und das Schlagzeug verprügelt. Und irgendwo zwischendrin gibt es dieses Lied Nummer 6, das eine Schwermetallisierung von Army of Lovers' „Crucified“ aus den Boxen schiebt und wirklich unglaublich ist – unglaublich schlecht. Für dieses Neuarrangement gehört die Band – um das Thema der 4 Elemente noch einmal aufzugreifen – begraben, ersoffen, verbrannt und in alle Winde verstreut. Freunden des melodiösen und epischen Metals sei „Nova“ durchaus empfohlen. Die Kompositionen sind gut, die Interpretationen der schnelleren Nummern gelungen. Eine Coverversion und die langsamen Titel hätte man sich sparen können – aber ansonsten eine recht solide Platte. Für die nächste sollte irgendjemand noch einen Zauber wirken lassen und Lord Lornholds Bass ein weniger runterschrauben – scheint ein sehr dominanter Zeitgenosse zu sein. Außerdem sucht die Band gerade einen neuen Gitarristen – wer sich berufen fühlt, sollte mal auf der Webseite vorbeisehen. Bewertung: Highlights: Frozen Innocence, Firebird Lowlights: Crucified, Green Lake’s Ground VÖ 14.11.
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Weiteres Material: Webseite: http://www.atargatis.de Reinhören: http://www.myspace.com/atargatisgothicmetal
Tracklist: 1. Balance (Intro) 2. Ebon Queen 3. Frozen Innocence 4. Riven 5. Stars are falling 6. Crucified 7. Green Lake’s Ground 8. Fever of Temptation 9. When the Ice breaks 10. The Marching of the Fey 11. Firebird 12. Deliverance 13. Coments (Nova Part 1) 14. Watermight (Nova Part 2) 
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