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Um allen Spekulationen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Laura Imbruglia ist die kleine Schwester der weltbekannten australischen Schauspielerin und Sängerin Natalie Imbruglia. Jetzt, wo wir das geklärt haben, müssen wir die Schublade, in die Laura vermutlich gerade gesteckt wurde, wieder aufschieben und mal durchpusten. Denn L.’s Musik ist anders als N.’s Musik – und in weiten Teilen auch besser.
Laura Imbruglia greift für ihre Solokarriere als Musikerin allerdings nicht auf die Bekanntheit ihrer Person im TV zurück – das kann sie auch gar nicht, denn in diese Gefilde hat sie bisher noch keinen Fuß gesetzt.
„Ich brauche nicht in albernen Werbespots für O-Saft aufzutreten, um einen Fuß in die Tür zu kriegen. Ich konzentriere mich ganz auf meine Musik“.
Das sind ehrbare Worte, doch wie gut ist das Ergebnis am Ende?
2001 wurde Laura in der australischen Indie-Szene von der unbekannte Dame mit dem bekannteren Nachnamen zu mehr als Hintergrundmusik. Sehr authentisch wirkt die etwas trotzig wirkende Sängerin, wenn sie ihre Songs an den Mann und die Frau bringt. So verzichtet sie im Gegensatz zu ihrer Schwester ganz auf Pop-Glamour, Mainstream und seichte Liebesbeweise in Form von chartstauglicher, dreiminütiger Langeweile.
Besonders deutlich wird ihr ganz eigener Stil im Song „My Opus“, das dem Namen gerecht werdend in knapp 10 Minuten einiges an Musikrichtungen abklappert. Fängt es noch irgendwie überschaubar new-folkig an, so entwickelt es sich dann zu einem sehr progressiv anmutenden Pop-Lutscher, der irgendwie an die Wohnzimmermusik von CocoRosie erinnert, allerdings wesentlich zugängiger ist. Der weitere Weg bis zum Ende des Titels eröffnet dem Hörer eine Mischung aus Funk, Wave und Samba – ein kreativer Genuss.
Dazu kommt, dass sich Laura Imbruglia selbst nicht so ganz ernst nimmt („I feel like shit, I sound like shit“). Ihre Texte handeln auch nicht selten von rein fiktiven Ereignissen oder Personen, sodass man nie das Gefühl hat, dass die Sängerin gerade wegen ihrer Selbstironie irgendeine Art von Selbstbezogenheit an den Tag legen will.
2003 erschien ihre erste EP “It makes a crunchy noise” in Australien und konnte gleich eine Stammhörerschaft erobern. Die Mischung aus Country, Punk und Pop kam sehr gut an. 2005 erschien mit „My dream of a magic washing machine“ eine weitere Single und nachdem auch diese Akzeptanz fand, ist ihr Album „Laura Imbruglia“ nun quasi Pflicht – und hat in Australien bereits Goldstatus erreicht.
Wer auf der Suche ist nach einer netten Mischung aus Gitarren in Klangfarben von akustisch bis verzerrt, nach einer mal sanften und mal trotzigen Stimme, die durchaus auch laut werden kann, nach Pop, Folk, Punk und Rock und einem zehnminütigen Song, der alles in einen Topf wirft, dem sei das Album ans Herz gelegt.
Bewertung:
Highlights: My Opus, Surly, What she said
Lowlights: It’s getting worse
VÖ 26.10.
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Weiteres Material: Webseite: http://www.lauraimbruglia.com Reinhören: http://www.myspace.com/lauraimbruglia
Tracklist:
1. Looking For A Rabbit
2. Surly
3. Mad Scientist
4. My Opus
5. Tear Ducts
6. Lettuce & Anarchists
7. It's Getting Worse
8. Hurt My Feelings
9. Home Sweet Home
10. I Wanna Throw Stones
11. Magical Washing Machine
12. What She Said

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