| EAV – Amore XL |
| 17.10.2007 | |
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Warum? Fangen wir bei den Texten an: ![]() Ja, was waren das für Zeiten. Als die EAV Mitte der 80er Jahre mit ihrem Album „Geld oder Leben!“ den Durchbruch im gesamten deutschsprachigen Raum schaffte, ihre Konzerte aufwändig bis ins jede Detail plante und vorführte. 3x die Goldene Stimmgabel, zigfach Platin und 1991 gar der World Music Award – an weiteren Auszeichnungen herrscht kein Mangel. Nach 1991 zogen sie sich bis 1994 zurück, schafften ein nicht ganz so erfolgreiches Comeback wie erhofft und bringen seitdem immer mal wieder in Österreich gut laufende und in Deutschland und der Schweiz noch halbwegs erfolgreiche Alben heraus. Nicht selten sorgte die Band auch für Skandale. So gab es in ihrem Heimatland Österreich immer wieder Eklats aufgrund politischer Aussagen in ihren Texten. Jörg Haider etwa warf der Band „üble Nachrede“ vor, äußert sich die Gruppe doch des Öfteren gegen Rechtsradikale. Auch den Atomkraftbefürwortern stand die EAV bereits auf den Füßen. Das Lied „Burli“ von 1988, das sich mit den Folgen eines Super-GAUs beschäftigt, sorgte mit den Zeilen Der Burli hat links und rechts 3 Ohrli / an jeder Hand zehn Finger, und Hände hat er vier / keiner spielt so schnell Klavier für einige Aufregung. Kleine Anekdote nebenbei: Als 2007 in Wien eine BAWAG Bank überfallen wurde, spielte ein Anwohner durch sein Fenster so lange „Banküberfall“, bis es von der Polizei unterbunden wurde. ![]() Musikalisch bewegt sich die EAV mit ihrem neuen Werk oft auf sehr dünnem Eis. Von unglaublich banal und nervtötend wie bei „Agadla Gu Gu“ oder „Schnippel Schnipp“ bis hin zu langweiligem Reggae-Gedudel bei „Bum Bum (Monika)“. „Matador“ oder „Dann und wann“ retten die ganze Geschichte dann noch vor dem Totalausfall. Nunja, man hat sich mehr versprochen von „Amore XL“. Live wird die EAV mit Sicherheit wieder höchst amüsant sein und wenn man die Schwerpunkte gekonnt auf die alten Songs legt, geht bestimmt nichts schief. Und auch wenn das Thema der LP eigentlich ein sehr schönes ist, so hat das Gefühl, das beim Hören von „Amore XL“ entsteht, mit Liebe nicht viel zu tun. Noch einmal „Matador“ und dann ab in den Plattenschrank neben die schon länger mit Staub belegten CDs. Bewertung: Highlights: Matador , Dann und wann Lowlights: Schnippel Schnipp, Amore, Agadla Gu Gu Hier über Bericht und Album im Forum diskutieren Weiteres Material: Webseite: http://www.eav.cc Reinhören: http://www.myspace.com/ersteallgemeineverunsicherung Tracklist: 1. Amore 2. Rinderlein 1 3. Agadla Gu Gu 4. Für dich 5. Schnippel Schnipp 6. Dann & Wann 7. Rinderlein 2 8. Ein Freund 9. Bum Bum (Monika) 10. Ich bin bei dir 11. Herz gestohlen 12. 100 Jahre Oma 13. Rinderlein 3 14. Panga Panga 15. Nagelbrett 16. Matador 17. Rinderlein 4 18. Mei herrlich 19. Geheimnis 20. Rinderlein 5 21. Da Voda 22. Sarkophag |




